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Peter Gaymann zählt hierzulande zu den bekanntesten Cartoonisten. Mit spitzer Feder und sanfter Ironie hat er in den zurückliegenden 30 Jahren unzählige Zeichnungen in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern veröffentlicht. Seine bekannten „Hühner“-Illustrationen wurden millionenfach verkauft. Seit 20 Jahren publiziert die Frauenzeitschrift „Brigitte“ seine Cartoonreihe „Die Paar Probleme“. Pünktlich zu seinem 60. Geburtstag erscheint jetzt der Jubiläumsband „Der große Gaymann“. Zudem widmet das Bilderbuch-Museum Burg Wissem in Troisdorf bei Köln dem Künstler eine Ausstellung.![]()
Peter Gaymann ist immer wieder überrascht: „Da denkst du dir für eine Illustration etwas ganz Verrücktes aus, zeichnest, bist zufrieden und verlässt nach getaner Arbeit dein Atelier. Und draußen läuft dir dann jemand über den Weg, der noch viel verrückter ist.“![]()
Menschen zu beobachten gehört zu Peter Gaymanns Job. Seit drei Jahrzehnten zeichnet er, was ihn umgibt. Zunächst machte er mit einer Cartoonreihe des Max und Moritz-Lehrers Lämpel auf sich aufmerksam (damals studierte er in seiner Heimatstadt Freiburg Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Jugendbildungsarbeit). Für die Wochenendbeilage der Badischen Zeitung produzierte er „Gaymanns tierische Blätter“. Seine Großeltern sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits hatten große Hühnerhöfe. Und so war es nur eine Frage der Zeit bis in der Cartoonreihe auch mal ein Huhn die Hauptrolle spielte. (Ein Meilenstein, das war 1981).![]()
Peter Gaymann liebt gutes Essen und leckeren Wein. (Er verfasste mehrere Koch- und Weinbücher). Einige Jahre lebte Familie Gaymann in Italien, von hier versorgte er sowohl deutsche als auch italienische Zeitungen und Magazine mit Illustrationen. Das Faible für sein Urlaubsland Nummer Eins verarbeitete Peter Gaymann in dem 2008 erschienenen Cartoonband „Italien, amore mio“. Liebe, Schlankheitswahn und Haushalt nimmt Gaymann als Chronist des Alltags gerne auf die Schippe. Entwaffnend und frech, doch immer mit einem Augenzwinkern.![]()
Besonders gerne bedient er sich für seine Illustrationen aus der Welt der Tiere. Neben den bekannten Hühnern (mehr als 25 Bücher, millionenfach vertriebene Postkarten, Porzellan, Hühner-Handtücher, Werbung etc.) sind auch Katzen, Elche und Schweine für Peter Gaymann gern gewählte Motive. Immer wieder müssen sie dafür herhalten den Menschen auf „Fabel“-hafte und liebenswerte Weise vorzuführen, was für ein seltsames Leben sie führen.![]()
In dem Jubiläumsband „Der große Gaymann“, übrigens sein 60. Buch insgesamt (!), sind nun alle Bereiche kompakt in einem 240 Seiten starken Buch vereint: Die inhaltliche Bandbreite reicht von frühen Klassikern bis zum aktuellen Buch. Und es gibt auch noch „den anderen Gaymann“. Wenn er zum Beispiel in sein Ferienhaus nach Umbrien fährt, hat Peter Gaymann stets einen Skizzenblock dabei, malt Landschaften und ist inzwischen auch ein leidenschaftlicher Fotograf.![]()
Ursprünglich wollte Peter Gaymann ja ein so genannter „E-Künstler“ werden. Auch heute noch werden unterhaltsame Cartoons und Karikaturen nicht unbedingt dem übrigen Kunstbetrieb zugeordnet. Peter Gaymanns Arbeiten allerdings wurden schon vielfach auch von renommierten Galerien und Museen im In- und Ausland ausgestellt. Die Jubiläumsausstellung (26. Juni bis 22. August 2010) im Bilderbuch-Museum Burg Wissem zeigt auch frühe Werke des Künstlers Gaymann.![]()
Peter Gaymann lebt in Köln. Er ist zum zweiten Mal verheiratet und er hat zwei erwachsene Kinder. Seit eineinhalb Jahren ist er Großvater. In seinen neuen Büchern will er sich jetzt mehr dem Thema Kindheit widmen. Von der Geburt, über Erziehungsfragen bis hin zum Abi. Aber vorher wird erst einmal Geburtstag gefeiert.
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