• Geordnete Tage, geordnete Räume, geordnete Zeiten, geordnete Aufgaben und Rollen – ein maßvolles Leben nach Regeln sind wesentliche Grundbausteine der Gesundheit.![]()
• Das eigentlich ganzheitliche Geheimnis der Heilstherapie aus den Klöstern: Nonnen und Mönche werfen ihre Sorgen auf Christus, statt sich davon unterjochen zu lassen. Das heißt nicht, sich in Abhängigkeit zu begeben, sondern sich wirklich frei zu machen. Man muss nicht alles selber tun und kann es auch gar nicht. Wer das versucht, ist aus Sicht der Ordensleute selbstherrlich und in seiner Selbstherrlichkeit wiederum schon krank.![]()
• Wenn man hilft, hilft es einem selbst, wenn man heilt, heilt es einen selbst. Dabei ist es auch wichtig, Hilfe zu suchen und anzunehmen, wogegen Stolz und Selbstherrlichkeit den Menschen nur hart machen und verhärten. ![]()
• Die heilige Karmeliterin Edith Stein sagt: »Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, zu sich selbst zu kommen.« Das eigene Selbst, das Sein zu erkennen ist eine wichtige Forderung: Sei, wer du bist!![]()
• Reue, so Hildegard von Bingen, sei eines der stärksten Mittel, die Gott den Menschen geschenkt habe, um wieder heil zu werden. Gesundheitliches Fehlverhalten ist ja gewissermaßen »Sünde« gegen Körper und Geist, aber es gibt stets die Möglichkeit der Umkehr, um nicht nur Vergebung zu erlangen, sondern auch, um sich selber wieder auf einen heilsamen Weg zu bringen.![]()
• Nur wer sich selbst akzeptiert und liebt, kann mit sich selbst ins Reine kommen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um auch die anderen lieben und ihnen gut tun zu können. Ausdruck der Liebe sind die Werke der Barmherzigkeit. Der Kirchenvater Augustinus sagte einmal, der Mensch sei nicht das, was er isst oder anzieht, sondern der Mensch sei, »wie er liebt«.![]()
• Zur Liebe gehört die Freude, ein wichtiges Mittel, um Krankheiten vorzubeugen. Warum räumen die Ordensleute der Verherrlichung Gottes und seiner Schöpfung so viel Platz ein? Weil es echtes positives Denken bewirkt. Wer Gott lobpreist, hat eine bessere, gesündere Einstellung zur Welt. Und er wird letztlich auch selbst zu einem Menschen, von dem andere nicht sagen müssen: »Du machst mich krank«, sondern der regelrecht zu einer heilenden Kraft wird.![]()
Kuriose Rezepte
Viele Rezepte aus dem Lorscher Arzneibuch des 8. Jahrhunderts gelten bis heute, manche aber sind freilich kurios. So wird bei Wunden beispielsweise eine Mischung aus Schafsdung, Käse und Honig empfohlen. Diese soll dann auf die verletzte Stelle gestrichen werden. Die Forschergruppe Klostermedizin wollte es genau wissen und entdeckte zum eigenen Erstaunen, dass der Käse, eine Art Roquefort, durch den Schafsdung angeregt wird, antibakterielle Stoffe zu entwickeln. Das unappetitliche Pflaster hat also offensichtlich seinen Zweck erfüllt.
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