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Sherry Turkle im Interview zu »Verloren unter 100 Freunden«

Verloren unter 100 Freunden
 

„Wir nähern uns einem Wendepunkt“

Sherry Turkle über ihr neues Buch „Verloren unter 100 Freunden“

 

Sherry Turke ist Professorin für Wissenschaftssoziologie am Massachusetts Institute of Technology. Als sie vor etwas mehr als 30 Jahren ans MIT ging um herauszufinden, wie die Nutzung des Computers den Menschen verändert, zerbrachen sich die Fachleute gerade den Kopf darüber, für welche Zwecke man Heimcomputer einsetzen könnte. Mittlerweile durchdringt die Computernutzung alle Lebensbereiche so selbstverständlich, dass wir uns den Alltag ohne elektronische Datenverarbeitung nicht mehr vorstellen können. Anders ausgedrückt: Es hat sich eine Utopie erfüllt. Denn wir können heute, egal wo wir uns gerade befinden, preisgünstig und unkompliziert auf alle erdenklichen Informationen zugreifen und uns rund um den Globus vernetzen. Die Menschen sind enger zusammengerückt, die Welt wird zum Dorf.

Sherry Turkle hat diese Entwicklung mit ihren Forschungen kontinuierlich dokumentiert, ausgewertet und scharfsinnig kommentiert. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen hat sie darüber auch populäre Sachbücher herausgebracht. Ihr neues Buch „Verloren unter 100 Freunden“ beschreibt auf Grundlage umfangreicher Studien, wie sich in den letzten 15 Jahren durch die Internetkommunikation und den Einsatz sozialer Roboter der Geist, das Gefühlsleben und die Beziehungen der Menschen gewandelt haben.


Im letzten Jahrzehnt haben sich die Möglichkeiten der Kommunikation drastisch verändert. Gehören auch Sie zu denjenigen, die morgens gleich nach dem Aufstehen die Mailbox checken und kurz vor dem Schlafengehen noch einen Blick auf die zuletzt eingegangenen Nachrichten werfen?

Mein Leben fühlt sich weniger zerrissen an, wenn ich meine E-Mails nur drei Mal am Tag checke. Einmal morgens, einmal vor dem Abendessen, gegen 17 Uhr, und ein letztes Mal nach meiner abendlichen Arbeitssitzung. Ich versuche dann, nicht darauf zu achten, was alles an neuen Sachen herein kommt, sonst laufe ich Gefahr, nur darauf zu reagieren, und ich kann mich nicht mehr auf die Dinge konzentrieren, die ich eigentlich erledigen will.

Wie umständlich war es früher, wegen jeder Kleinigkeit irgendwo anrufen zu müssen. Oft brauchte es mehrere Versuche, bis man den Ansprechpartner endlich erreicht hatte, und dann kam man im Gespräch unwillentlich oft vom Hundertsten ins Tausendste. Wie praktisch ist es dagegen, sich über E-Mail oder besser noch über SMS oder IM zu verständigen. Trotzdem klagen viele Teilnehmer Ihrer Studien über Zeitmangel und die Angst, der Nachrichtenflut nicht gewachsen zu sein. Was ist da schief gelaufen?

Das ist ein faszinierendes Paradoxon. In Bezug auf die von Ihnen beschriebenen Aspekte sind unsere neuen Kommunikationswege sicherlich viel effizienter und können auch dazu genutzt werden, effizienter zu arbeiten. Dennoch wird der Einsatz dieser Technologien problematisch, wenn wir ihnen Einzug in unseren Privatbereich gewähren, und dazu geraten wir ständig in Versuchung. So wird ein Gespräch dadurch ersetzt, dass wir miteinander verbunden sind. Anstelle uns ausführlich mit einem Gegenüber auszutauschen, schicken wir einfach eine Nachricht. Wir verwechseln unser Bedürfnis, Gefühle mitzuteilen, mit dem Bedürfnis, Informationen auszutauschen.

Könnte man aus der Entwicklung der vergangenen fünfzehn Jahre folgendes Fazit ziehen: Die Menschen kommunizieren zwar deutlich mehr, aber reden immer weniger miteinander?

Ich würde eher sagen, wir opfern das Gespräch der Verbindung und vergessen manchmal, worum es bei einer Unterhaltung wirklich geht. Ich war einmal zu Gast in der satirischen Comedyshow „Colbert Report“, und der Moderator stellte mir eine wichtige Frage: „Summieren sich all diese kleinen Tweets, Nachrichten und Kommunikationsschnipsel nicht zu einem einzigen großen Gespräch?“ Meine Antwort lautete: Nein, das tun sie nicht. Was eine richtige Unterhaltung von einer bloßen Verbindung unterscheidet, ist das Geben und Nehmen zwischen den Gesprächspartnern, ihre Vielschichtigkeit und das Potenzial, Beziehungen zu vertiefen. Sich miteinander zu verbinden, ist wunderbar. Es gibt keinen Grund, das klein zu reden. Es ist großartig, um Informationen zu sammeln oder jemandem einfach „Ich denke an dich“ oder sogar „Ich liebe dich“ mitzuteilen. Es taugt jedoch nicht dazu, andere Menschen besser kennen zu lernen oder ein differenziertes Bild von sich abzugeben.

Viele kontrollieren permanent auf dem Smartphone oder Blackberry eingehende Nachrichten und reagieren darauf – ob in Konferenzen, im Unterricht, beim Treffen mit Freunden oder beim Essen mit der Familie. Warum ist es so schwierig, diese Geräte selbst für kurze Zeitspannen zu ignorieren?

Zum einen werden wir auf neurochemischer Ebene vom Gehirn für unser “Suchverhalten” belohnt. Das geschieht jedes Mal, wenn wir einen Suchprozess starten oder eine neue Website finden. Ebenso werden wir für jede Aufgabe, die wir dank Multitasking erledigen, neurochemisch belohnt. Hinzu tritt die Angst der Menschen davor, abgeschnitten zu sein. Sie verspüren das Bedürfnis, permanent miteinander in Verbindung zu stehen. Menschen betrachten das Alleinsein als Problem, das gelöst werden muss, und sind daher immer online. Das permanente Verbundensein löst das Problem allerdings nicht. Es ist eher das Symptom einer neuen Angst als das Heilmittel dagegen.

Es zeigt uns unsere neue Schwachstelle: Wir können das Alleinsein nicht ertragen. Doch ständig verbunden zu sein, ist keine Lösung. Es isoliert uns paradoxerweise noch stärker, weil wir dadurch das Alleinsein verlernen. Dabei ist es gerade die Einsamkeit, die uns befähigt, auf andere Leute zu zugehen und neue Beziehungen aufzubauen. Und zwar nicht nur, damit wir uns weniger unsicher oder allein fühlen.

Vor wenigen Jahren noch hätte es als unhöflich oder verhaltensauffällig gegolten, wenn Menschen in vertrauter Runde mit mobilen Endgeräten hantieren statt sich einander zuzuwenden. Heute ist das weit verbreitet. Sie schildern, dass Sie auf einer Beerdigung eine Frau beobachteten, die während der Trauerfeier Kurznachrichten verschickte. Brauchen wir eine „Netiquette“?

Ja, wir brauchen eine Netiquette. Aber das eigentliche Problem geht darüber hinaus. Wir sind im Begriff eine Kultur zu entwickeln, in der es normal ist, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf alles richten, was uns gerade in den Sinn kommt, und uns im Wesentlichen von der Gemeinschaft ausnehmen können. Daher erlauben wir es uns, bei einer Beerdigung, einem Geschäftstermin, im Unterricht oder einem Vortrag eine SMS zu schreiben. Wenn man Leute darauf anspricht, zeigen sie sich oft uneinsichtig. Typisch ist die Reaktion: „Ich muss ja nur dann aufpassen, wenn mich etwas direkt betrifft.“ Für mich lautet die Frage: Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, in der sich die Menschen zwar für stärker verbunden halten, aber in Wahrheit immer weiter voneinander entfernen? Eine Gesellschaft, in der jeder meint, er könne sich ganz nach Belieben die Augenblicke herauspicken, in denen er dazugehören möchte?

Seit Smartphones an der Uni auch in Lehrveranstaltungen allgegenwärtig sind, haben die Konzentrationsfähigkeit und die Leistungen Ihrer Studenten deutlich nachgelassen. Ist Multitasking ein Mythos?

Multitasking ist definitiv ein Mythos. Mit jeder Aufgabe, die wir zusätzlich übernehmen, geht unsere Kompetenz zurück. Zwar gibt es einige Lebensbereiche, in das nichts ausmacht. Auf anderen Gebieten hingegen stellt das ein echtes Problem dar. Multitasking per se ist nichts Positives, sondern die Entscheidung für Multitasking birgt eine große Gefahr: verminderte Leistung. Besonders riskant am Multitasking ist, dass wir glauben, wir würden mit jeder zusätzlichen Aufgabe mehr leisten. In Wirklichkeit lässt die Qualität unserer Leistung jedoch nach. Wir werden also nicht nur schlechter, sondern machen uns auch selbst etwas vor.

In sozialen Netzwerken wie Facebook dreht sich vieles um Selbstdarstellung. Jugendliche, die an ihren Studien teilgenommen haben, klagen über den sozialen Druck, der von diesen Netzwerken ausgeht. Doch trifft das nicht ebenso für fast alle anderen Lebensbereiche zu? Ist es nicht einerlei, ob wir nun in Facebook an unserem Profil feilen oder versuchen uns in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis möglichst vorteilhaft zu präsentieren?

Da gibt es gravierende Unterschiede, ganz besonders bei Jugendlichen. Um ein wichtiges Beispiel zu nennen: Jugendliche probieren gern verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit aus, indem sie in unterschiedliche Rollen schlüpfen. Facebook hingegen zwingt sie dazu, eine einzige Rolle anzunehmen, und plötzlich dreht sich alles nur noch darum. Außerdem kann man seinem Facebook-Profil nicht entkommen. Bevor es diese Art der Selbstdarstellung gab, konnte man sich von seiner Teenager-Rolle eine Auszeit nehmen. Es hat mich berührt zu sehen, wie Jugendliche diesen Aspekt ihres Internet-Profils betrachten. Sie blicken zurück und stellen fest, dass es früher möglich war, seine Schulbekanntschaften einfach „abzustreifen“. Es gehörte zum Erwachsenwerden dazu. Heute haften sie einem an, auch wenn man die Schule längst abgeschlossen hat.

Wie verändert sich unser Leben, wenn wir ständig über Erlebtes berichten?

Wir programmieren uns auf Selbstdarstellung. Teilweise erleben wir Dinge nur noch, um anschließend von ihnen berichten zu können. Aus dieser Grundhaltung entsteht die Angst, etwas zu verpassen. Online präsentiert sich jeder in seiner bestmöglichen Version. Und wir beginnen nicht nur unser „wirkliches Leben“ mit der digitalen Präsentation anderer zu vergleichen, sondern auch mit unserem eigenen idealisierten Selbst. Wir beneiden nicht nur andere Menschen um ihr scheinbar perfektes Leben, sondern auch unser eigenes idealisiertes Selbst.

Ist es richtig, dass die Kritik an der digitalen Kommunikation überwiegend von Älteren ausgeht, die einfach nicht verstehen, wie soziale Netzwerke funktionieren?

Nein, überhaupt nicht. Der Druck, immer „auf Sendung“ sein zu müssen, wird vor allem den Jüngeren, die als „Digital Natives“ damit aufgewachsen sind, zunehmend bewusst. Der Mythos von den nörgelnden Alten ist eben nur ein Mythos.

Manche träumen von einem Urlaub ohne Netzanschluss, andere ziehen die Konsequenz und verzichten für eine Weile auf ihr Smartphone oder verabschieden sich aus sozialen Netzwerken. Ist Abstinenz eine Lösung, um dem Druck der ständigen Erreichbarkeit zu entgehen?

Ich glaube nicht, dass Abstinenz die Lösung ist. Bessere Alternativen wären eine „digitale Diät“, digitale Ruhepausen oder ein Gespür für den gesunden Umgang mit der digitalen Welt. Wir wollen die Technik ja nicht aus unserem Leben verbannen, sondern wir suchen nach der besten Möglichkeit, sie für unser Leben zu nutzen. Das sollte im Einklang mit den Institutionen geschehen, bei denen wir arbeiten. Wir müssen einsehen, dass Produktivität und natürlich auch Gemeinschaftssinn nicht daraus resultieren, dass wir ständig verfügbar sind. Wenn wir mit dem Alleinsein nicht mehr umgehen können, verlieren wir möglicherweise auch unsere Bindungsfähigkeit. Die Psychologie bringt es auf den Punkt: Wenn man seinem Kind das Alleinsein nicht beibringt, wird es nur lernen, einsam zu sein.

Welchen Weg haben Sie gefunden, um mit der Nachrichtenflut umzugehen?

Für mich ist es genau so schwierig wie für alle anderen. Ich habe mir selbst die Regel auferlegt, mich jeden Tag eine bestimmte Stundenzahl ganz den Aufgaben zu widmen, die mir am wichtigsten sind. Wenn mir das gelingt, kann ich mit der Informationsflut besser umgehen, weil ich das Gefühl habe, dass sie nicht die Überhand über mein kreatives Leben gewonnen hat. Der Optimismus, der mich an eine Veränderung glauben lässt, rührt zum Teil auch daher, dass ich spüre, dass derzeit etwas falsch läuft. Wir nähern uns einem Wendepunkt.

Neben der digitalen Kommunikation beschäftigen Sie sich in Ihrem Buch ausführlich mit sozialer Robotik. Was macht einen Roboter „sozial“ und wo kommen soziale Roboter zum Einsatz?

Ich spreche von „sozialen“ Robotern, wenn sie versuchen eine Beziehung zu uns aufzunehmen, indem sie vorgeben, wir würden ihnen etwas bedeuten. Mit einfachen Tricks wie Blickkontakt oder dem Erinnern des Namens erwecken sie den Anschein, es warte jemand auf uns, dem wir am Herzen liegen. Das Erstaunliche ist, dass Menschen diese Fürsorglichkeit auf Maschinen projizieren, obwohl diese eigentlich nur rudimentäre Aspekte sozialer Aufmerksamkeit imitieren. Man könnte sagen, dass soziale Roboter damit einen „Darwinschen Schalter“ in uns umlegen. Es hat sich herausgestellt, dass Menschen sehr empfänglich dafür sind zu glauben, Maschinen wären empfindungsfähig oder würden sich sogar um uns sorgen. Aber so sind wir veranlagt.

Als Sie mit Kindern einer fünften Klasse über den Einsatz von Robotern in Altenheimen und als Babysitter sprachen, fragte ein Mädchen irritiert: „Haben wir denn dafür keine Menschen?“. Stellen sich Forscher, Entwickler und Produzenten sozialer Roboter derartige Fragen überhaupt?

Anscheinend sind sie vernarrt in Technik, vernarrt in die Vorstellung, dass Technik dort erfolgreich sein wird, wo Menschen versagt haben. Es existiert die Vorstellung, dass Roboter uns nicht im Stich lassen. Auf derart einfache Fragen, die für Kinder auf der Hand liegen, entgegnen sie: “Aber wir haben für diese Arbeiten keine Leute.” Wir hätten sie, wenn diese Jobs angemessen begünstigt und vergütet würden.

Aber wäre es nicht phantastisch, wenn wir in der Alten- und Kinderpflege schon bald langweilige, eklige Aufgaben wie Füttern und Wickeln an Roboter delegieren können, um uns beim Zusammensein mit Kindern und Senioren ganz auf Spiele und Gespräche konzentrieren zu können?

Nein, wirklich nicht. Menschen geben Liebe, indem sie jemanden nähren - geistig und körperlich. Für mich ist die Vorstellung, dass Babywindeln eines Tages maschinell gewechselt werden, dystopisch.

Warum sind Menschen so anfällig dafür, reale Begegnungen durch virtuelle Kontakte zu ersetzen und sich Robotern zuzuwenden, als wären es Menschen?

Wir leben in einer Zeit, die ich „Stunde des Roboters“ nennen möchte: Die Menschen sind bereit, die Wirklichkeit gegen eine Simulation einzutauschen. In vielen Fällen haben sie das Vertrauen in die Menschheit verloren und betrachten Technologie und künstliche Gesellschaft als Heilsversprechen. Zum Beispiel finde ich interessant, wie viele Menschen im Bann von Apples neuem iPhone-Assistenten „Siri“ stehen. Sie wollen mit Siri reden und tun so, als könnte „Siri“ ein richtiges Gespräch führen und sie verstehen. Anstatt den iPhone-Assistenten nach dem Weg zu fragen, stellen sie alberne Fragen wie: „Siri, liebst du mich?“, bis hin zu Fragen, die wichtige persönliche Angelegenheiten betreffen. Wenn Menschen diese bedeutenden persönlichen „Gespräche“ führen, ist ihnen zwar bewusst, dass es nur ein Spiel ist. Dennoch gibt es diesen anderen Teil ihrer Persönlichkeit, der aufwändig ein „was wäre wenn?“ inszeniert. Viele Leute berichten mir, dass sie sich eine Zukunft erträumen, in der Maschinen mit ihnen reden, ihnen Ratschläge geben, sich um sie, ihre Eltern, Großeltern und Kinder kümmern. Ich habe erkannt, dass hinter all diesen Technologie-Fantasien in Wahrheit der Gedanke steht: „Niemand hört mir zu.“

Noch steckt die Nutzung der Technologien, deren Auswirkungen auf den Menschen Sie untersucht haben, in den Kinderschuhen. Was müsste geschehen, damit die Menschen lernen, im besten Sinne von der digitalen Kommunikation und der sozialen Robotik Gebrauch zu machen?

Ein erster Schritt wäre es, zu Hause bestimmte Orte zur Tabuzone zu erklären – „heilige Orte“, wenn man so will. Dort dürften weder SMS geschrieben noch E-Mails verschickt werden, digitale Geräte wären tabu.

Ein zweiter Schritt wäre es, internetfreie „heilige“ Zeiten festzulegen. Wie lange bräuchten wir wohl, um das Alleinsein und die Gepflogenheiten der Konversation wieder zu erlernen?

Der dritte Schritt wäre es, über die tiefere Bedeutung von Gesprächen nachzudenken und sich darüber klar zu werden, inwiefern sie ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Natur sind. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem Menschen ernsthaft in Erwägung ziehen, Psychiater durch Computer zu ersetzen. Als ob man der Frage nach der Bedeutung des Menschen irgendwie ausweichen könnte.

Ein Einzelner kann das nicht schaffen. Man kann sich keine Internetauszeit nehmen, wenn die Firma von einem verlangt, auf Abruf bereit zu stehen. Jeder Einzelne, Familien, Firmen und Schulen – alle müssen an einem Strang ziehen.

Das Interview für den Riemann Verlag führte Elke Kreil.



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