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Lebens(t)raum | Familie & Kinder

Spiel: Sprache des Herzens

Kinder entwickeln und erproben im Spiel: Spielregeln einhalten, mit Anstand gewinnen und verlieren, gemeinsam Probleme lösen, Konfliktfähigkeiten, ausprobieren, wiederholen, übern, Variante erfinden, Freundschaften pflegen, zusammen Spaß haben, mirt Regeln kämpfen und raufen, in verschieden Rollen schlüpfen, das Gedächnis trainieren, Geduld, Ausdauer, Mut und Hilfsbereitschaft.
Kurz gesagt: im Spiel liegt die Grundlage zur menschlichen Entwicklung!

 
 

Immer dieses Aufräumen

Lassen wir das Aufräumen nicht täglich zu einem
Drama werden. Ohne unsere Hilfe räumen Kinder
ungern auf. Erwachsene prägen durch ihre eigene
Stimmung das Aufräumklima! Zeitdruck und Gereiztheit
übertragen sich belastend auf die Kinder. Nehmen
wir das Aufräumen täglich als gute Übung für
einen gesunden Ordnungssinn und als Gemeinschaftserlebnis!
Hier ein paar bewährte Motivationsanregungen:

Die Spielsachen unserer Kinder haben alle ihren
bestimmten Platz: Die Puppen schlafen im Puppenwagen
und ihre Kleider liegen in der Truhe. Die Bauklötze und die Eisenbahn sind in Aufbewahrungs-Boxen. Die Autos stehen auf dem Bücherregal usw.
Wir singen beim Aufräumen, dann geht's leichter,oder wir spielen »fleißige Ameisen«. Manche Kinder
mögen »Einsammler« sein und legen alles, was auf dem Boden liegt, in eine Schachtel. Gemeinsam sortieren wir die Dinge in der Schachtel an den richtigen Ort.
Die Motivation zum Aufräumen vergrößert sich,
wenn die Kinder wissen, was sie anschließend erwartet:
ein Spaziergang, Sirup, eine Geschichte, Betrachten eines Bilderbuches.
In einer Kommode haben wir eventuell eine »Gerümpel-Schublade«, da kommen alle Kleinigkeiten hinein.
?Die kleinen Kostbarkeiten kann man auch in einem »Schatzkästchen« aufbewahren.
Gesellschaftsspiele und Bilderbücher
werden in einem separaten Schrank oder Regal aufbewahrt.
Von der Baustelle räumen die Kinder alles mit dem Lastauto weg.
Konstruktionen wie Höhlen, Türme, Eisenbahnanlage sollten Kinder mehrere Tage stehen lassen
dürfen. Es genügt, wenn wir einmal in der Woche das Kinderzimmer gemeinsam gründlich aufräumen.
 

Wasser-Spielimpulse

Wir sollten uns die Zeit nehmen und den Kindern bei verschiedenen Gelegenheiten, immer wenn es gerade passt,
den »Lebensraum Wasser« nahezubringen! Sie darauf hinweisen, dass alle Lebewesen Wasser brauchen, die Menschen, die Tiere und die Pfl anzen. Wie bemerkt man, dass
ein Mensch, ein Tier oder eine Pfl anze Durst hat?
Gemeinsam erleben, woher das Wasser kommt: Sauberes
Wasser aus dem Wasserhahn – beim Spazieren die Quelle eines Baches aufsuchen – den Zusammenhang von Wasserkreislauf und Wetter erforschen – den Wasserkreislauf
bildnerisch darstellen usw.

Wasser-Spielimpulse

Wer lebt im Wasser? Wir wollen mit diesem kleinen Sprachspiel herausfinden, welche Vorstellungen die
Kinder mit dem Anblick von Wasser verbinden. Am ehesten kommen Antworten wie: »Fisch«, »Frosch«, »Nilpferd«, »Delfin«, Walfisch«, »Krokodil«, »Motorboot«. Die Kinder ahmen die »Wasserbewohner« pantomimisch nach.
Sprachratespiel: Wo gibt es Wasser im Freien? Im See, im Fluss, im Brunnen, im Gartenteich, im Wasserfall, im Meer, im Schwimmbad, in der Pfütze, in den Regentropfen, in der Träne, im Gletscher, in der Regenwolke, im Schnee ...
Sprachratespiel: Wo gibt es Wasser im Haus? In der Badewanne, im Klo, in der Pfanne, in der Waschmaschine,
im Wasserhahn, im Wasserglas oder in der Teetasse, in der Bettflasche, die sagt: »Heiße Grüße für die Füße!«
Wie blubbert das Wasser, wenn wir mit einem
Strohhalm hineinblasen?
Mit leeren Büchsen oder Joghurtbechern kann man Luft unter die Wasseroberfl äche drücken und wieder nach oben entweichen lassen. Wer versucht es?
Wir drehen den Gartenschlauch nur wenig auf
und gießen Blumen damit. Wenn wir den Schlauch mit dem Finger zuhalten, können wir uns gegenseitig wonniglich anspritzen.
Wer kann seinen Pingpong-Ball im Schwimmbecken
über das Wasser blasen?
 
 

Spielzeugkauf

Nur das rechte Spielzeug zur rechten Zeit macht Freude! Ein Bobby-Car ein halbes Jahr zu früh geschenkt, wenn die Füsse noch nicht auf den Boden reichen, schafft ebenso Frust wie das schönste Tier-Bilderbuch, wenn gerade allein Ritter und Polizei Aufmerksamkeit finden.

 

Einen Ball für jeden Fall

Kinder auf der ganzen Welt kennen Ballspiele. In allen Altersstufen sind Bälle, ob klein oder groß, weich oder hart,
ein beliebter Spielgegenstand.
Beim Ballspielen entwickeln Kinder Fähigkeiten wie greifen, loslassen, rollen, werfen, fangen, zielen und die Lust am
Wiederholen, Freude an Bewegung und das Verständnis
für Spielregeln, körperliche Geschicklichkeit, Koordinations-
und Reaktionsvermögen


Jonglierbälle, gefüllt mit Granulat, lassen sich
knautschen, fühlen, rollen, werfen. Wer später im Schulalter genug übt, kann mit zwei, drei Bällen wie im Zirkus jonglieren!
?Igelbälle, in verschiedenen Größen und Farben,
aus voll durchgefärbtem Kunststoff, mit greiffreundlichen
»Stacheln«, regen zu motorischen Übungen an. Sie sind spannend zum Anfassen. Wer kann sie auch mit den Füßen rollen oder gar mit den Zehen greifen?
Wasserbälle dürfen im Sommer auf keinen Fall
fehlen, sie bereichern die Spielmöglichkeiten im herrlichen Nass sehr.
Schneebälle formen Kinder überall, sobald nur ein paar Zentimeter Schnee auf der Erde liegen. Wer
macht eine Schneeballschlacht?
Federbälle können zwei Spieler mit dem Schläger durch die Luft hin- und herschlagen.
Pingpongbällchen sind bei Schülern sehr beliebt.
Sie lassen die kleinen weißen Plastikbällchen auf dem Pingpongtisch eifrig hin- und herfl itzen.
 
 

Susanne Stöcklin-Meier

Spiel: Sprache des Herzens

Wie wir Kindern eine reiche Kindheit schenken

Die große Spielpädagogin Susanne Stöcklin-Meier gibt hier ihr ganzes Wissen und ihre immense Erfahrung zum Thema Kinderspiel in seiner zauberhaften Vielfalt weiter. Ein Buch zum...

Erscheinungstermin: Juli 2010

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