
Schnell resorbierbare Kohlenhydrate, so genannte Mono- und Disaccharide, sind aus ernährungsphysiologischen Gründen ungünstig, besonders bei Diabetes mellitus. Unser Körper kann diese Kohlenhydrate, die z. B. in Haushaltszucker und Weißmehlprodukten enthalten sind, schnell in seine einzelnen Zuckerbausteine aufspalten. Dadurch steigt unser Blutzuckerspiegel rasch an und es wird verstärkt Insulin ausgeschüttet.
Gemüse hat wenig Kohlenhydrate
Ein von der Werbeindustrie super geschickter Slogan führte uns leider, teilweise sogar besseren Wissens, in die Falle. So steht auf Weingummi und Joghurtbonbons »ohne Fett«. Jeder erwischte sich in der Vergangenheit sicher schon einmal dabei, wie er bei Hunger auf Süßes am Supermarktregal stand und sich sagte: »Ist doch ohne Fett – hier kannst du doch bedenkenlos zugreifen.« Nur leider ist es nicht das Fett, welches uns fett macht, sondern vor allen Dingen sind es manche Kohlenhydrate, zum Beispiel Zucker, die für unerwünschte »Schwimmringe« sorgen. Die Mischung aus beidem, also Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett wie in Pommes oder Chips, ist für die Figur dann der Super-GAU.
Die richtigen Kohlenhydrate auswählen
Deutlich günstiger als Zucker sind langsam resorbierbare Kohlenhydrate wie Stärke, deren Aufspaltung in Monosaccharide eine längere Zeit erfordert, und die nach Mahlzeiten für eine gleichmäßigere Zuckerbereitstellung aus dem Darm sorgen. Sie rufen in der Regel keine gefährlichen Blutzuckerschwankungen hervor und halten daher länger satt.
Obst in Maßen ist gesund
Um Zucker in die Zellen zu bekommen und letztlich zu verwerten, braucht er Insulin. Isst man nun etwas Süßes, wird Insulin vermehrt ausgeschüttet und der Zucker wird in die Zellen transportiert. Bei einem gesunden Menschen funktioniert dies einwandfrei. Bei einem Menschen, der durch regelmäßige Fehlernährung oder Überernährung dieses System schon sehr strapaziert hat, funktioniert dies nicht mehr hundertprozentig. Einfach gesagt: Es funktioniert so, dass auf den Reiz Zucker, ebenso wie beim Gesunden, Insulin ausgeschüttet wird, dies aber nicht immer im optimalen Verhältnis. Wenn der Blutzuckerspiegel wieder normal ist, führt das noch vorhandene Insulin im Blut dazu, dass mehr Zucker in die Zellen gebracht wird als gewollt. Der Blutzuckerspiegel sinkt unter den Normalwert und wir bekommen sofort wieder Hunger, da der Körper diesen Missstand meldet. Dieses Prinzip greift ebenfalls, wenn vor dieser Zuckermahlzeit bereits der gesamte Tageskalorienbedarf gedeckt wurde.
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