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30 Tage und ein ganzes Leben Roman

Kundenrezensionen (18)

€ 12,99 [D]
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-74611-8

Erschienen: 11.05.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Aufleben statt aufgeben!

Clementine beschließt zu sterben. In 30 Tagen will die erfolgreiche Malerin, die für ihre Kunst ebenso bekannt ist wie für ihre Scharfzüngigkeit, ihrem Leben ein Ende setzen. Nachdem die Antidepressiva im WC entsorgt worden sind, bleibt ihr noch genau ein Monat, um das eigene Ableben zu organisieren. Schließlich will Clementine kein Chaos hinterlassen: ein letztes großes Bild malen, sich mit dem Ex aussprechen und ein neues Zuhause für den Kater finden. Ihre letzten Tage will sie genau so verbringen, wie sie es will –- und nicht wie andere es von ihr erwarten. Doch dabei stößt Clementine auf ungeahnte Hindernisse –- und nach 30 Tagen ist nichts mehr so, wie es vorher war...…

Ashley Ream (Autorin)

Mit 16 Jahren bekam Ashley Ream ihren ersten Job bei einer Zeitung. Seitdem hat sie für verschiedene Magazine in ganz Amerika geschrieben, bis sie es irgendwann leid war, ständig einer Deadline hinterherzulaufen. Also suchte sie sich einen "richtigen" Job und schrieb nur noch in ihrer Freizeit - mit Erfolg: In den USA wollten gleich mehrere Verlage ihren Debütroman "30 Tage und ein ganzes Leben" veröffentlichen. Nach über zehn Jahren in L.A. lebt Ashley Ream heute in Wisconsin, trainiert für einen Marathon und schreibt an ihrem zweiten Buch.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Alexandra Baisch
Originaltitel: Losing Clementine
Originalverlag: William Morrow

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-74611-8

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.05.2015

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Ernstes Thema lustig verpackt

Von: bookish-heart-dreams Datum: 19.10.2015

bookish-heart-dreams.blogspot.de/

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, das Buch muss ich lesen. Daher war ich dann auch froh, als ich es als Rezensionsexemplar erhielt.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Lesen etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen, da Clementine nicht unbedingt die sympathischste Figur ist. Sie ist und war immer schon ziemlich egozentrisch. Sie leidet seit Jahren an Depressionen und beschließt, dass sie sich das Leben nehmen möchte. Allerdings möchte sie zunächst in den nächsten 30 Tagen ihr Leben ordnen und es so leben, wie sie es möchte. Selbstverständlich stößt sie dabei ziemlich schnell auf Widerstände.
Neben ihrem Kater, den sie innig liebt und dennoch immer im Clinch mit ihm liegt, ihrem Exmann und ihrem sonstigen Umfeld muss Clementine auch noch sonstige Dinge ins Reine bringen. Als sie ihre Antidepressiva absetzt, merkt sie, dass sie ihr bisheriges Leben nicht so gelebt hat, wie sie es wollte und möchte daraufhin ihre letzten Tage so leben, wie sie es schon immer wollte. Dabei muss Clementine allerdings auch erkennen, dass es nicht so leicht ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Ashley Ream kannte ich zuvor nicht, muss allerdings sagen, dass mir ihr humorvoller und manchmal auch ziemlich subtiler Schreibstil ziemlich gefällt. Sie schreibt frei Schnauze, so dass Clementine zwar immer wieder in Fettnäpfchen tritt, dies allerdings nie überzogen und abwegig wirkt. Man hat das Gefühl, dass Ashley Ream sich Gedanken zu ihrer Hauptfigur gemacht hat und sie mit so viel Leben eingehaucht, dass man sich fragt, warum sie ihr Leben ein Ende setzen möchte.
Dies ist auf jeden Fall ein Roman, der einem zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln bringt und auch gleichzeitig Fragen aufwirft: Wie konnte Clementine zu der Person werden, die sie wurde? Wie würde man selbst in ihrer Situation reagieren?

Meine anfängliche Enttäuschung (die ich im Nachhinein allerdings auch nicht mehr als wirkliche empfinde), da ich zunächst von einem emotionalen Roman ausgegangen war, legte sich ziemlich schnell, da der Roman erstaunlich amüsant daherkommt. Trotz der aufwühlenden und problematischen Thematik ist dies ein Roman, der das ganze Thema eher von der lustigen Seite anpackt, was meiner Ansicht nach definitiv eine gute Herangehensweise ist. Insbesondere Clementine kann mit ihrer scharfen Zunge letztendlich überzeugen, auch wenn sie zunächst wahrscheinlich nicht jedermanns Figur ist. Ich für meinen Teil habe mich sogar nach einer Weile mit ihrer schrulligen Art angefreundet und konnte letztendlich mit ihren Marotten leben.

Ich möchte nicht zu viel zum Ende verraten, kann jedoch sagen, dass sich am Ende alles zu einem interessanten und wie ich finde stimmigen Schluss zusammenfügt. Die unterschiedlichen Erzählstränge, die nach und nach im Buch verwoben werden, vollenden das Buch zu einem gutem Ganzen.

Insgesamt betrachtet, ist dies ein guter Roman, der aufzeigt, dass jeder Mal "gute" und "schlechte" Tage hat und man das Thema zwar ernst neben sollte, es aber auch humorvoll angehen kann.
Auch wenn die Hauptfigur nicht so ganz meins war, ist dies ein starker Roman ... allerdings mit ein paar Schwächen, insbesondere am Anfang.
Da mich das Buch letztendlich überzeugen konnte, bekommt es von mir 4 (von 5) Punkte.

Ein Monat bis zum Tod, ein Monat Glücklich sein

Von: Denise Datum: 28.08.2015

www.tapsisbuchblog.blogspot.de

Clementine, gefeierte Künstlerin in L.A., wird sterben. In 30 Tagen wird sie eigenständig ihrem Leben ein Ende setzen. Doch bevor es so weit ist, tut sie einen Monat lang das, was sie möchte und lässt sich dabei von niemanden aufhalten. Ein großes Ziel der Malerin ist, ihren Vater zu finden, der sie, ihre Mutter und ihre Schwester sitzen gelassen hat. Jedoch: bringt das überhaupt noch was?

"30 Tage und ein ganzes Leben" ist das Debüt von Ashley Ream und hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin nimmt uns mit ihrer ruppigen Hauptfigur mit in einen mehr als turbulenten letzten Monat im Leben einer Künstlerin.

Die Geschichte wird von Clementine höchstselbst erzählt. Und diese Frau ist weder direkt sympathisch, noch wirklich herzerwärmend. Die Malerin nimmt in ihren Erzählungen kein Blatt vor den Mund, wirkt egozentrisch und manchmal sogar unbeschreiblich arrogant. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr fragte ich mich: wären wir das nicht alle, wenn wir nur noch 30 Tage zu leben hätten und endlich nur das tun, was wir wollen? Denn genau das hat die Hauptfigur verinnerlicht und zieht es gnadenlos durch. Was zunächst abschreckend wirken kann, hat mich mehr und mehr in den Bann gezogen und ich musste sogar ein ums andere Mal lachen, wenn Clementines direkte Art so gar nicht mit den Erwartungen ihrer Umwelt zusammenpassen wollte.

Dabei erfährt man erst sehr spät, warum sich die Künsterlin überhaupt das Leben nehmen möchte. Denn das steht für sie gar nicht im Mittelpunkt. Viel mehr ist sie darauf bedacht, ihrem Ende planvoll, glücklich und auch befreit entgegen zu gehen. Was mich zunächst nervte, weil ich sehr auf Hintergrundinformationen bestehe, entpuppte sich beim Voranschreiten des Buches als Glücksfall. Denn endlich schaut mal jemand nicht auf das negative am Lebensende, versinkt nicht im Selbstmitleid und "hätte ich doch", sondern sorgt mit ihrer spröden und kantigen Art dafür, dass man als Leser ab und an sogar vergisst, warum der Countdown läuft.

Die Geschichte an sich hat mich berührt, lachen lassen und so manches Mal hätte ich Clementine eine knallen können. Dabei sind die Erzählungen kapitelweise so konfus wie die Hauptfigur selbst. Und dennoch hatte ich kein einziges Mal das Gefühl den Faden zu verlieren oder nicht zu wissen, was die Malerin nun wieder ausheckt.

Neben Clementine habe ich ihren Kater Chuckles ins Herz geschlossen. Dessen Verhalten erinnerte mich sehr an meinen eigenen Stubentiger und ich konnte sehr gut verstehen, warum Clementine sicher gehen wollte, dass er ein anständiges Zuhause bekommt.

Das Ende hat mich überrascht und lässt mich leicht enttäuscht zurück. Es ist durchaus eine runde Sache und ja, ich kann alles nachvollziehen, doch passender wäre für mich eine andere Art von Finale gewesen. Dennoch vermute ich, dass sich hier die Autorin etwas dabei gedacht hat und vielleicht in ihrem zweiten Roman aufklären wird.

Der Stil von Ashley Ream ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Erzählweise ist schnoddrig, geradeaus und null darauf bedacht, was der Leser nun denken könnte. Ich habe mich damit sehr wohl gefühlt und konnte mich dadurch auch gut in die Hauptfigur hineinversetzen.

Fazit: ein Buch über das Sterben, bei dem man das Sterben vergisst. Ich kann es sehr empfehlen.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

depressiv und verwirrend

Von: Spielhimmel aus Uettingen Datum: 25.06.2015

Buchhandlung: Spielhimmel

Clementine möchte sterben, vorher mit dem Leben abschließen und alles ins Reine bringen. Die Geschichte wirkt teilweise etwas konstruiert und verwirrend und ist nichts für Menschen, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden. Amüsant fanden wir das Buch nicht. Es ist lesbar, muss aber nicht unbedingt sein.

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