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Der Keller Psychothriller

Kundenrezensionen (22)

€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48432-4

NEU
Erschienen: 18.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

Interview mit der Autorin und Buchrezensionen

Zur offiziellen Webseite von Minette Walters

„ein schrecklich-schöner Thriller“

BUNTE (12.05.2016)

Minette Walters (Autorin)

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

„ein schrecklich-schöner Thriller“

BUNTE (12.05.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Charlotte Breuer, Norbert Möllemann
Originaltitel: The Cellar
Originalverlag: Hammer, Cornerstone Publishing, RHUK

Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48432-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen: 18.04.2016

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Sie schlägt zurück

Von: Litis' fabelhafte Welt der Bücher aus Hannover Datum: 24.06.2016

https://litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

Die Story:
Muna wird als kleines Mädchen von den Songolis mit gefälschten Papieren aus einem Waisenhaus "entführt" und muss fortan als Sklavin für die Familie arbeiten und ihr Dasein im Keller fristen. Es ist äußerst bedrückend zu lesen, was ihr widerfahren ist und wie sie sich im Hause Songoli fühlt. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Geschichte. Der Rest beschäftigt sich mit Munas heimtückisch durchdachter Rache, als sie endlich aus ihrem Kellerloch heraus darf.
Frau Walters greift hier ein Thema auf, das mir bis dato eher fremd war. Und ich denke, in dieser Konstellation gibt es das auch nicht. Ohne viel Aufhebens und Vorgeplänkel wirft die Autorin den Leser sogleich in die Story.

Die Charaktere:
Aufgrund der Misshandlungen durch die Familie Songoli hat Muna eine zerstörte Persönlichkeit. Niemand hat ihr beigebracht, was Gefühle sind. Stumm erträgt sie die Schläge der Mutter, der Kinder und die Vergewaltigungen des Vaters. Als der Sohn Abiola plötzlich verschwindet und die Polizei vor der Tür steht, darf sie endlich aus ihrem Keller heraus. Sie muss so tun als wäre sie die Tochter und bis zu einem gewissen Punkt spielt sie brav ihre Rolle.
Nach und nach merkt der Leser, wie schlau und berechnend Muna ist. Alles ist genau durchdacht, jedes Wort legt sie sich präzise zurecht und sogar anderen in den Mund. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, laviert sie sich geschickt aus der Situation heraus. Für meinen Geschmack hat sie etwas zu viel Glück. Alle trauen ihr blind und lassen sich von ihr einlullen. Sie stellt es zwar sehr geschickt an, aber mir erscheint es nicht ganz glaubwürdig.
Ansonsten präsentiert uns Frau Walters sehr überzeugende Charaktere. Ihre Handlungsweisen kauft man ihnen sofort ab, alles wirkt authentisch.

Der Schreibstil:
Ungewöhnlich, aber interessant finde ich, dass die Autorin zu großen Teilen keine wörtliche Rede verwendet. Es finden zwar Gespräch unter den Personen statt, sie werden aber ohne entsprechende Anführungszeichen dargestellt. Sehr schnell konnte ich mich an diesen Stil gewöhnen und es hat mich überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil - es ist mal etwas anderes.
Der Leser betrachtet alles durch die Augen von Muna und kann so voll und ganz begreifen, was in ihr vor sich geht und zu was sie fähig ist.
Bisher hatte ich "Im Eishaus" von Frau Walters gelesen, aber den Schreibstil kann man mit "Der Keller" nicht vergleichen. Er wirkt distanzierter, emotionsloser. Möglicherweise lässt die gefühlskalte Art, mit der die Autorin Muna darstellen muss, nicht ihren gewohnten Stil zu. Das zeigt aber wiederum, wie wandelbar Frau Walters ist.

Ende:
Das Ende ist offen, weil es der Plot zulässt. Ich bin mir ganz sicher, dass hier keine Fortsetzung zu erwarten ist. Den Schluss würde ich schlicht und ergreifend als "okay" bezeichnen, aber aus den Schuhen haut er mich nicht.

Fazit:
Munas "Werdegang" erscheint mir nicht ganz glaubwürdig. Alles liest sich distanziert und emotionslos. Einzig die Darstellung der Charaktere überzeugt.
3,5 von 5 Isis'

Gerechtigkeit für ihre Dienste?

Von: dia78 Datum: 14.06.2016

diabooks78.blogspot.co.at

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Der Psychothriller "Der Keller" von Minette Walters erschien im Mai 2016 in der Taschenbuchausgabe im Wilhelm Goldmann Verlag.

Eine Familie bestehend aus Vater (Ebuka), Mutter (Yetunde), zwei Söhnen (Abiola und Olubayo) und einem Mädchen (Muna) steht vor den Trümmern ihrer schwer aufgebauten Zukunft. Ihr Sohn Abiola ist verschwunden, die Polizei ermittelt. Doch bevor sie die Polizei verständigen können, müssen sie das Mädchen aus dem Keller holen und die Spuren verwischen. Die dadurch entstandene Verzögerung macht die ermittelnde Polizistin nachdenklich und der Vater ist der Hauptverdächtige. Muna wird von der Familie nie als voll behandelt, sie sehen in ihr die zurückgebliebene Sklavin, welche das zu tun hat, was die Familie wünscht. Denn sie wurde von Yetunde aus einem Waisenhaus geholt und nach England gebracht. Obwohl für Ebuka, Yetunde und Olubayo die schwerste Zeit ihres Lebens beginnt, lebt Muna richtig auf, denn sie bekommt Kleidung und ein eigenes Zimmer. Muna ist die einzige Gewinnerin des Schicksalsschlag, doch auch Olubayo wird schwer krank, Epilepsie und während die Mutter mit ihrem Sohn ins Krankenhaus fährt, fällt Ebuka unglücklich in den Keller und ist querschnittsgelähmt. Durch diese Schicksalsschläge entzweit sich die Familie immer mehr und es kommt zu noch mehr unerklärlichen Zwischenfällen. Wer ist Schuld an dem Verschwinden des Jungen Abiola? Eine nervenaufreibende Jagd nach dem Täter und nach Erklärungen beginnt.

Durch die Schreibweise von Minette Walters ist es dem Leser möglich, direkt in die Geschichte einzusteigen, mitzufiebern, mit zu raten, was als nächstes passieren wird, um dann doch wieder mit einem anderen Weg überrascht zu werden.
Obwohl es nicht in der Ich-Form geschrieben ist, hat man die Geschichte immer von der Seite von Muna vor sich, was sie alles erlebt und aushalten muss in ihrer Familie.
Die Entwicklung der Familienmitglieder, als sie merken, dass sie in ihrer Rolle gefangen sind und sich nicht wirklich ändern können ist sehr schön konstruiert. Und man kann mit den Hauptprotagonisten ihre Verwandlung richtig miterleben.

Jeder, welcher Psychothriller gerne liest ist mit diesem eher dünnen, aber spannungsgeladenen Buch bestens bedient. Es ist ein Lesegenuss der Extraklasse, welchen man sich nicht entgehen lassen sollte.

Kaufempfehlung und 5 Sterne!

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