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Secrets. Ich fühle Roman

Kundenrezensionen (17)

€ 8,99 [D]
€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-26873-3

Erschienen: 17.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kann es ein Verbrechen sein, Gefühle zu haben?

Wut, Enttäuschung, Schmerz – Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.

Heather Anastasiu (Autorin)

Heather Anastasiu ist in Texas aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in Minneapolis. Die passionierte Leserin liebt nichts so sehr wie Bücher, abgesehen von ihren zahlreichen Tattoos und ihren pinken Haaren. Die dystopische Trilogie Secrets ist ihre erste selbstverfasste Romanserie.

www.heatheranastasiu.com

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Katharina Woicke
Originaltitel: Glitch
Originalverlag: St. Martin's Griffin, New York 2012

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-26873-3

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 17.11.2014

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[Rezension] Secrets. Ich fühle von Heather Anastasiu

Von: Sarah von ZeilenSprung - Literatur erleben Datum: 29.11.2015

zeilensprung-literatur-erleben.blogspot.de/

RODUKTDETAILS:

Titel: Secrets. Ich fühle
Reihe: Secrets #1
Autor: Heather Anastasiu
Genre: Dystopischer Liebesroman im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Blanvalet (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 17. November 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-641-11793-1
Format: eBook
Seitenzahl: 416 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Kann es ein Verbrechen sein, Gefühle zu haben?

Wut, Enttäuschung, Schmerz – Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.

Der Verlag über das Buch:
-

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Das Buch legt eher Wert auf kitschige Gefühle, als auf die Merkmale der Dystopie. Die vorhandene Liebe nimmt allem anderen den Atem.

Das Cover/Die Gestaltung:
Eine junge Frau, präsent in den Vordergrund gestellt. Sie ist dem Leser abgewandt, sodass sie nicht nur über die Schulter schaut, sondern man als Leser auch den technischen Port sieht, welcher im Nacken besonders stark auffällt. Durch diese Pose erkennt man das Gesicht der Figur, kommt nicht umhin ihn sogleich mit der Protagonistin in Verbindung zu bringen, was zwar eine Identifikation nach sich zieht, aber auch den Raum für die eigene Vorstellungskraft nimmt. Die körnigen Einschübe auf dem Bild wirken im Vergleich zur makellosen Person wie Dreck, was einem ein wenig Interpretationsfreiheit lässt. Da der Port der einzige Gegenstand ist, welcher mit dem Buch in Verbindung gebracht wird, wirkt die Figur umso überdimensionierter, was zum Glück durch den fixierten Blickpunkt auf die Technik nicht am Thema vorbei ist.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Heather Anastasiu hat einen sehr beschreibenden Stil. Vor allem die Gefühle, die er Hauptprotagonistin manchmal noch fremd sind, beschreibt sie in all ihrer Fülle. Für mich manchmal zu viel, da sie durch diese Fixierung das aus den Augen verliert, was wirklich interessant ist. Denn so ist man gezwungen sich zig Seiten voller Liebestaummel, Verwirrung und dem ewigen Hin- und Hergezogensein zwischen zwei Männern lesen zu müssen, ohne vom Fleck zu kommen.
0,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Leider verlaufen die Figuren nach einem ziemlichen Schema, welches die Autorin nicht zu durchbrechen scheint. So bleiben die Figuren zwar nachvollziehbar und jeder kann sich in ihnen wiederfinden, doch so bleiben sie zu blass, zu unkonkret und somit keineswegs im Kopf.
0,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Leider ist der Titel genau das was man von dem Buch erwarten kann. Anstelle wirklich dystopische Grundzüge herauszuarbeiten, wird Wert auf das Fühlen gelegt. Was interessant geworden wäre, wenn nicht nur das ewige Geleier über die erste Liebe da wäre. Andere Gefühle gibt es auch. Es gibt auch Wichtigeres, als sich zwischen zwei Männern entscheiden zu müssen und sich nicht am richtigen Platz zu finden. So wird das ewige Gefühlsgedusel langatmig, nimmt der Story die wichtigen Aspekte und gleitet dafür immer mehr ab in eine Lovestory mit einem anderen Setting, ohne dieses jedoch näher zu beleuchten oder hervorzuheben.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Zwar sind die Figuren, durch ihr Schema für jeden nachvollziehbar, dennoch bleiben diese nicht unbedingt im Kopf, denn sie heben sich nicht von der Masse ab. Auch zieht sich der Plot durch die ewigen Beschreibungen der Gefühle, die sich scheinbar nur auf die Liebe konzentrieren. So bleibt der Aufbau einer Dystopie leider im Hintergrund und wird nicht unbedingt ausgebaut.
0,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 2,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nur die Dystopie als Setting wollen, ohne sich näher mit ihr zu beschäftigen. Denn in Secrets. Ich fühle ist der Titel Programm. Die Hauptprotagonistin fühlt. Und fühlt. Und fühlt. Anstelle über die Dinge in der Dystopie näher nachzudenken, bleibt sie lieber gefangen in ihren Gefühlen, die sich vor allem mit der Liebe beschäftigen, die sie so sehr verwirrt, dass sie bald zwischen zwei Männern sitzt und sich zuerst nicht entscheiden kann.

Heather Anastasiu - Secrets. Ich fühle

Von: Bücher-Stöberia Datum: 08.09.2015

www.buecher-stoeberia.de

Der Klappentext mag euch vielleicht an Bücher mit ähnlichem Inhalt erinnern, und auch inhaltlich lassen sich durchaus Ähnlichkeiten dieses Buches zu anderen Dystopien finden: Ein schrecklicher Atomkrieg hat die Erdoberfläche zerstört und verseucht, weshalb die wenigen Überlebenden ein Leben unter der Erde führen müssen. Gegen die Regierung, die jegliche Individualität zu unterdrücken versucht, baut sich ein Widerstand auf ...

Das hat man alles irgendwie irgendwo schon mal gelesen, und doch ist "Secrets. Ich fühle" gar kein Roman, den ich mit anderen Dystopien vergleichen möchte. Wenn man will, findet man immer Ähnlichkeiten, aber dieses Debüt von Heather Anastasiu konnte mich dennoch total mit der weiblichen Hauptperson, die als Ich-Erzählerin auftritt, den weiteren Charakteren und nicht zuletzt der Handlung überzeugen. Wer also befürchtet, nur einen Abklatsch von schon früher veröffentlichten Büchern zu lesen, den kann ich beruhigen: "Secrets. Ich fühle" ist trotz oder gerade wegen der Grundidee einzigartig.

Den Einstieg in das Buch emfpand ich als etwas mühsam. Auf den ersten 50 Seiten wird der Leser durch die Ich-Erzählerin in die Handlungswelt eingeführt, wodurch man viele Informationen geliefert bekommt, die sich in einem einzigen Monolog von Zoe ausbreiten. Es gibt auf diesen ersten Seiten kaum Gespräche mit anderen Charakteren, was das Leseerlebnis etwas einseitig macht. Zwar ist Zoe eine sehr talentierte Erzählerin, die es versteht, ihre Leser an ihre Lippen zu fesseln, aber es war doch stellenweise mühsam, ihr die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, um alle Informationen aufzunehmen und sich daraus den Handlungshintergrund zu basteln.

Später gibt es dann umso ausschweiferendere Dialoge, die die Eintönigkeit der ersten Seiten wettmachen. Dennoch gab es für mich immer wieder Längen, da die Autorin dazu neigt, die Umgebung und auch die Handlungen der Charaktere sehr ausführlich und Schritt für Schritt zu beschreiben. Das waren mir stellenweise einfach zu viele und auch überflüssige Details, die zwar ein umfassendes Gesamtbild ergeben haben, aber letztlich nichts zur Handlung beigesteuert haben.

Zoe war ein sehr authentischer Charakter, den ich von Anfang an in mein Herz geschlossen habe. Besonders nachvollziehbar war für mich, in was für einem Zwiespalt sie sich befindet: Auf der einen Seite ist sie total in die Gemeinschaft unter der Erde integriert, akzeptiert, dass Ordnung an oberster Stelle steht und ebenso wie die Gemeinschaft die Pflicht aller Menschen ist, was sie dazu bringen müsste, sich selbst anzuzeigen, da sie nicht mehr der Ordnung entspricht. Auf der anderen Seite genießt sie es aber so sehr, Farben und Gerüche wahrzunehmen und Emotionen zu spüren. Das war für mich der bewegendste Teil in diesem Buch, wenn Zoe zum Beispiel zum ersten Mal Schokolade isst, nur um gleich darauf wieder daran erinnert zu werden, dass sie "anormal" ist und nicht den Grundsätzen der Gemeinschaft entspricht.

So richtig in Fahrt kommt die Handlung, als Zoe auf weitere "Anormale" trifft, bei denen wie bei ihr von Zeit zu Zeit Störungen auftreten, sodass sie Gefühle empfinden können. Die Handlung war stellenweise so spannend, dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen konnte. Es gibt so viele Wendungen, die mich überrascht haben, so viele Fragen, die sich mir beim Lesen gestellt haben. Ebenso wie Zoe weiß man als Leser auch nie so recht, wie man sich am besten verhält, wem man trauen kann und wem nicht. Das Buch war einfach enorm spannend. Nicht zuletzt auch wegen der Nebenfiguren, die allesamt so toll und einzigartig gezeichnet waren, dass sie dem Buch noch mehr Leben eingehaucht haben.

Es gibt in diesem Buch eine Dreiecks-Beziehung, die sich aber dadurch von den "üblichen" Dreiecks-Beziehungen unterscheidet, dass Zoe zwar zwischen zwei Männern steht, aber nur einen von ihnen will. Der andere ist total vernarrt in Zoe, sie erwidert seine Gefühle aber nicht. Dadurch bekommt das Buch noch eine ganz andere Wendung, die mir gut gefallen hat.

Am Ende gibt es dann die große Auflösung, die alle Fragen beantwortet und zeigt, wie genial dieses Buch konstruiert ist. "Secrets. Ich fühle" endet zum Glück nicht mit einem fiesen Cliffhanger, macht aber deutlich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Soweit ich weiß, ist diese Reihe als Trilogie angelegt. Über eine Übersetzung des zweiten Teils weiß ich momentan aber noch nichts.

Falls ihr euch so wie ich während des Lesens über den Namen der weiblichen Hauptperson wundern solltet, der zunächst nicht mit dem Namen im Klappentext übereinstimmt, so kann ich euch beruhigen, dass sich das im Verlauf des Buches klärt. Ich war hier am Anfang auch sehr verwirrt und dachte, es läge ein Druckfehler vor. Aber wie gesagt - es gibt hierfür eine Erklärung. ;-)

Mein Fazit

Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde, aber Heather Anastasiu hat mich total überrascht und, von einigen Längen abgesehen, auch enorm begeistert. Ich hoffe, dass es eine deutsche Übersetzung der beiden weiteren Teile geben wird.

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