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Meine Gesundheitswelt | Sprechstunde

Unangenehme Schwellungen – das Lipödem

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland, meist Frauen, leiden an unterschiedlichen Erkrankungen des Lymphsystems. Es handelt sich vor allem um Lymphödeme, Lipödeme, unklare Wassereinlagerungen oder Cellulite. Gemeinsam ist diesen Beschwerden, dass sie häufig leicht abgetan werden: "Das ist doch höchstens ein kosmetisches Problem!" Aber weit gefehlt: Störungen des Lymphflusses beinträchtigen nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern ebenso das Wohlbefinden und die Gesundheit.

 
 

Was ist ein Lipödem?

Unter einem Lipödem („Fettstauung“) versteht man eine beidseitige Schwellung von Beinen, Armen oder anderen Körperteilen, bei der sowohl das Fettgewebe vermehrt ist und es gleichzeitig vermehrt Flüssigkeit enthält. Zumeist ist ein Lipödem mit Schmerzen verbunden.

 

Wo treten Lipödeme auf?

In der Regel reicht die Schwellung vom Beckenkamm bis zu den Knöcheln, die Füße sind vollständig ausgespart. Je nach Ausprägung kann sich daher an den Knöcheln ein Vorsprung finden („Fettkragen“), an dem die Fetteinlagerung plötzlich beginnt. Die Betroffenen klagen anfangs über Spannungsgefühle in den geschwollenen Gebieten, später kommt Berührungsempfindlichkeit und oft starke Dauerschmerzen hinzu.
Meist ist der Oberkörper erheblich schlanker, die Hüften und Beine scheinen nicht zum gleichen Menschen zu gehören. Die betroffenen Frauen benötigen für Hosen und Röcke zwei Nummern stärkere Konfektionsgrößen als für Blusen und Jacken. Die Schwellung ist immer symmetrisch. Die Beine verlieren langsam die Form. Knöchel und Knie sind kaum noch erkennbar, die Beine nehmen die Form von Säulen oder Trichtern an.
Besonders starke Schwellungen finden sich an den Hüften („Reiterhosen“), den Oberschenkel-Innenseiten und der Innenseite der Kniegelenken. Oberhalb der Knöchel staut sich häufig das Fettgewebe besonders intensiv („Fettmuff“). Neben den Beinen können auch die Arme, der Nacken, letztlich der ganze Körper betroffen sein.
Das Lipödem beginnt üblicher Weise im Bereich der Oberschenkel in jungen Jahren. Später dehnt es sich von oben nach unten über die Beine aus. Aber unabhängig davon können auch zusätzlich oder ausschließlich die Oberarme, Unterarme oder der Nacken betroffen sein

 

Schmerzen und blaue Flecken

Das Lipödem ist ab einem gewissen Stadium nicht nur schmerzhaft, die Betroffenen klagen auch über Einblutungen („blaue Flecken“), selbst wenn sie sich nur minimal stoßen. Oft können sie sich nicht mehr erinnern, wo sie sich die vielen Stöße zugezogen haben. Auffallend ist, dass die Haut in fortgeschrittenem Stadium des Lipödems häufig kühl und schlecht durchblutet ist.

 

Andere Bezeichnungen

Statt „Lipödem“ finden sich oft auch folgende, oft wenig schmeichelhafte Bezeichnungen: Dickes Bein der gesunden Frau, Fettödem, Fettbein, Säulenbein, Sülzbein, schmerzhaftes Säulenbein, Reithosenfettsucht, Lipidose, Lipomatosis dolorosa (=schmerzhafte Fetteinlagerung), Adipositas dolorosa (=schmerzhafte Fettsucht) u.a.

 

Therapieformen

Die Therapieformen gegen Lipödeme sind vielfältig. Sie reichen von Ernährungsumstellung und Hautpflege, Gewichtsreduktion und Bewegung bis hin zu speziellen Anwendungen in der Kälte- und Wärmekammer oder eine manuelle Lymphdrainage oder verschiedene Kompressionstechniken. In jedem Fall ist vorher ein Arzt zu konsultieren, der eine genaue Diagnose stellen sollte, bevor mit einer Behandlung begonnen wird.

 

Dr. med. Thomas Weiss

Lipödem & Cellulite

Problemzonen Symptome neueste Therapien

Wirksame Hilfe vom Fernseharzt

Millionen Frauen in Deutschland leiden darunter: unter dem so genannten Lipödem, Fettansammlungen im Unterhautgewebe. Der bekannte Arzt und Autor Dr. Thomas. Weiss trifft in...

Erscheinungstermin: März 2007

Paperback

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