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Fitnessraum | Fit und schlank

Was kann Pilates - und was nicht?

Sechs Erkenntnisse auf dem Prüfstand

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Pilates ist unumstritten. Doch wo ein Trend gewittert wird, blühen auch schnell die Gerüchte: Größer und schöner soll Pilates machen und sogar zu einem besseren Sexleben sollen die Übungen verhelfen. Pilates - der Alleskönner? Wir prüften sechs Behauptungen und kamen zu Ergebnissen, die Lust machen, gleich anzufangen.

 
 

Macht Pilates größer?

Auch, wenn es manchmal behauptet wird: Pilates steigert die reale Körpergröße nicht – dafür fühlen Sie sich nach jedem Training innerlich so aufgerichtet, als wären Sie in der letzten Stunde einige Zentimeter gewachsen. Ihre Körpermitte ist straff, die Haltung aufrecht, Sie bewegen sich graziler und gleichmäßiger.

 

Stärkt Pilates das Herz-Kreislauf-System?

Es stimmt auch nicht, dass Pilates das Herz-Kreislauf-System stärkt – das sollten Sie mit einem zusätzlichen Ausdauertraining wie zum Beispiel Laufen, Schwimmen oder Radfahren etwa 3-mal pro Woche 30 Minuten lang tun. Dafür unterstützt es den Körper in fast allen anderen Bereichen: Es regt das Knochenwachstum an und beugt Osteoporose vor – unter anderem durch Übungen, bei denen das eigene Körpergewicht gehalten werden muss. Gleichzeitig stärkt es die Koordination, macht Gelenke flexibler und fördert die Beweglichkeit. Der ganze Körper richtet sich optimal aus, sodass Verspannungen, Bandscheiben- und Knieprobleme behoben werden

 

Ist Pilates gut für den Rücken?

Pilates tut dem Rücken gut, denn es kräftigt auch die tiefen, stabilisierenden Muskeln: Bei Ungeübten sind sie oft so schwach, dass die oberen Muskeln ihre Aufgabe übernehmen müssen und sich durch die Überlastung verspannen. Ganz wichtig ist allerdings, dass das Training richtig ausgeführt und die Spannung im » Powerhouse« (siehe Box) gehalten wird, sonst können sich Beschwerden noch verstärken. Anfänger schaffen das in der Regel nicht eine ganze Stunde lang, deshalb sollten sie mit kurzen Trainingseinheiten und einfachen Übungen beginnen, wie zum Beispiel in unserem Programm »Für Einsteiger«.

 

Was ist das » Powerhouse«?

So nannte Joseph Pilates, der Erfinder der gleichnamigen Technik, die Körpermitte, also die tiefen Bauch- unteren Rücken- und Beckenbodenmuskeln. Sie sorgen dafür, dass die Wirbelsäule stabilisiert und während der Übungen geschützt wird.

 

Kriegt man Muskeln von Pilates?

Voluminöse Oberarme oder riesige Muskelpakete an den Beinen bekommen Sie vom Pilates-Training nicht – aber wer will die schon? Statt den Körper nur zu stärken, wird er beim Pilates gleichzeitig gedehnt. So entstehen schlanke, geschmeidige und feste Muskeln. Wissenschaftler aus den USA stellten übrigens fest, dass Pilates-Übungen für den Bauch viel effektiver sind als herkömmliche Sit-ups: Sie straffen die gesamte Mitte und sorgen gleichzeitig für eine schöne Taille.

 

Macht Pilates glücklich?

Pilates verwandelt Sie nicht in einen anderen Menschen – aber es macht glücklich: Schon nach ein paar Malen spüren Sie eine tiefe Zufriedenheit, innere Ruhe und Entspannung. Sie fühlen sich frisch, belebt und voller Energie. Der Grund dafür sind die bewussten Bewegungen, bei denen Sie alles andere vergessen. Kein Hüpfen, keine laute Musik, keine Atemlosigkeit – nur Sie und Ihr Körper.

 

Verbessert Pilates das Sexleben?

Pilates trainiert den Beckenboden – davon profi tieren gerade Frauen nach der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre. Ihre Muskelpartie ist oft so geschwächt, dass sie inkontinent werden: Allein in Deutschland leiden über drei Millionen Frauen darunter, aus Scham gehen aber 60 Prozent von ihnen nicht zum Arzt. Dabei bringt gezieltes Training schnelle Erfolge: Beim Pilates wird der Beckenboden mit jeder einzelnen Übung gekräftigt – denn er gehört zum »Powerhouse«, also den Muskeln, die während jeder einzelnen Bewegung angespannt werden. Ein weiterer Vorteil: Ein fitter Beckenboden steigert gleichzeitig den Spaß am Sex.

 

Genug Theorie für heute? Dann starten Sie doch gleich mit unserem Pilates-Kurzprogramm für Einsteiger.

 
 
 
 

Fallbeispiel

Fallbeispiel Rita

Metabolic Balance® - Lesen Sie dazu folgendes Fallbeispiel!

 

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