Originaltitel: In Search of Memory
Originalverlag: Norton
Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober
Paperback, Klappenbroschur, 528 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit zahlreichen Abbildungen
€ 14,95 [D] | € 15,40 [A] | CHF 26,90* (empf. VK-Preis)empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Pantheon
Erscheinungstermin: 01. Oktober 2007
Dieser Titel ist lieferbar.
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» Taschenbuch
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Wir sind das, woran wir uns erinnern
Eric Kandel, der bedeutendste Gedächtnisforscher unserer Zeit, erinnert sich an sein Leben. Als Kind floh er 1939 vor den Nazis aus Wien nach New York. Mit großem erzählerischen Schwung schildert Kandel, wie ihn seine persönliche Suche nach der Erinnerung dazu brachte, sich erst der Geschichte, dann der Psychoanalyse und schließlich der neurobiologischen Forschung zuzuwenden, um eine neue Wissenschaft des menschlichen Denkens und Fühlens zu begründen.
Zwei Tage nach Eric Kandels neuntem Geburtstag bricht die Gewalt in sein Leben ein. Die Wohnung der Kandels wird von den Nazis geplündert, die jüdische Familie muss fliehen. Gemeinsam mit seinem Bruder trifft er 1939 in New York ein, erst Monate später gelingt es den Eltern nachzukommen.
Aus dem Versuch zu begreifen, was ihm geschehen ist, erwächst bei Kandel eine Faszination für die Vergangenheit, für das Erinnern und Vergessen. Das führt ihn zunächst zum Studium der Geschichte und Literatur. Doch das Wien, das ihn nicht loslässt, die Stadt Schnitzlers und Musils, ist auch die Sigmund Freuds. Bei seiner Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse stößt Kandel jedoch rasch an die Grenzen dieses Fachs. Er wendet sich daher der biologischen Forschung zu. Es geht ihm um die wissenschaftliche Erklärung dessen, was Freud über psychische Prozesse, das Bewusste und das Unbewusste gesagt hat.
Indem Kandel sein Leben Revue passieren lässt und seine Entwicklung als Forscher erzählt, beschreibt er, wie sich die moderne, neurobiologisch fundierte Wissenschaft des menschlichen Geistes entwickelt hat. Eine Autobiographie auf höchstem literarischem Niveau, geschrieben von einem analytischen Meisterdenker und getragen von großer politischer und menschlicher Weitsicht.
Die Gedächtnisforschung ist eine Schlüsseldisziplin des 21. Jahrhunderts.
"'Auf der Suche nach dem Gedächtnis' ist nicht bloß die Autobiographie eines Hirnforschers, es ist auch die Autobiographie einer Wissenschaft. Die Entwicklung der letzten 70 Jahre Hirnforschung werden so gut erzählt, wie es im biographischen Genre nur sein kann: zupackend, leidenschaftlich, mit Insiderinformationen, sorgfältig im Detail [...] ein faszinierender Einblick in eine bewundernswürdige Lebensleistung."
Süddeutsche Zeitung
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