Diederichs
 
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ÜBER UNS

Der Name Diederichs steht für Kulturen. Der Blick über Europas Grenzen hinaus hat den programmatischen Kurs des Verlages von Anfang an bestimmt: Weisheit der Völker, Märchen der Welt, Reportagen aus fernen Ländern. Fremde Kulturen zu verstehen und neue Denkräume zu erschließen, das war der Impetus des Verlagsgründers Eugen Diederichs (1867–1930). Sein besonderes Interesse galt den fernöstlichen Philosophien. Im Signet des gen Osten blickenden Löwen fand es seinen symbolischen Ausdruck.

Im 115. Jahr seiner Geschichte präsentiert sich Diederichs in neuer Gestalt - modern, aktuell, urban und genussvoll. Die erfolgreichsten Titel der letzten Zeit waren schon untypisch für die Marke mit dem Löwen: Journalistenlegende Franz Josef Wagner und sein Brief an Deutschland, Peter Sloterdijks Philosophische Temperamente und Roger Scrutons Vinosophie »Ich trinke, also bin ich«.

Diederichs beobachtet den Zeitgeist, widmet sich gesellschaftlichen Trends und lässt Prominente zu Wort kommen, wenn sie - wie Eva Padberg - Geist und Glanz verkörpern. In einem bleiben wir uns treu: Wir werden weiter kluge und schöne Bücher machen.

 

VERLAGSGESCHICHTE

»Ich beehre mich hierdurch zur Kenntnis zu bringen, dass ich unter Heutigem eine Verlagsbuchhandlung unter der Firma Eugen Diederichs eröffnete ... Die Verlagsrichtung wird durchaus vornehm sein.« Mit diesem Inserat im Börsenblatt begann 1896 die Geschichte des Verlages, der das intellektuelle Leben der Wilhelminischen Kaiserzeit und der Weimarer Republik maßgeblich prägen sollte. Selbstbewusst verstand er sich als »Versammlungsort freier Geister«.

1904 erfolgte der Umzug nach Jena. Zu den Hausautoren zählten insgesamt sieben Literaturnobelpreisträger (Hesse, Maeterlinck, Bergson, Reymont, Pontoppidan, Gjellerup, Spitteler). Eine Vielzahl von Werkausgaben erschloss systematisch die geistige Welt der Antike, der Renaissance und des 19. Jahrhunderts. Die künstlerische Gestaltung der Bücher wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Grand Prix der Brüsseler Weltausstellung 1910.

Nach dem Tod von Eugen Diederichs wird der Verlag von den Söhnen Niels und Peter weitergeführt. 1949 gründet Peter Diederichs den Verlag in Düsseldorf neu. Drei Jahre später errichtet Niels Diederichs einen zweiten Sitz in Köln. Nach dem Tod seines Vaters Niels tritt Ulf Diederichs 1973 in die Verlagsleitung ein. 1988 geht der Verlag in das Eigentum des Buchhändlers Heinrich Hugendubel über, der 1999 seine Verlagsaktivitäten mit Dr. Monika Roell fusioniert und ihr den Verlag später verkauft. 2008 übernimmt die Verlagsgruppe Random House den Diederichs Verlag.

Verlags- und Programmleiter des Diederichs Verlages ist Dr. Martin Scherer.

 
 

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