eBook
ISBN: 978-3-641-04879-2
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Format:
epub
Verlag:
DVA Belletristik
Erscheinungstermin:
31. August 2010
Dieser Titel ist lieferbar.
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» Gebundenes Buch
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» Gebundenes Buch, ISBN: 3-421-04390-6
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Von: Birte Mentzel aus Köln Datum: 2010-08-30
Das amerikanische Hospital ist das erste Buch, das ich von Kleeberg gelesen habe und als erste Besonderheit fiel mir auf, dass es keine direkte Rede gibt. Gewöhnungsbedürftiger Stil, aber man liest sich schnell rein.
Ich finde beide Geschichten (Hélène, die versucht durch künstliche Befruchtung schwanger zu werden und David, der persönlich mit den Folgen seines Kriegseinsatzes zu kämpfen hat) unterhaltend und gut erzählt. Außerdem ist bemerkenswert, wie gut und ausführlich Kleeberg medizinische Abläufe im Bereich der künstlichen Befruchtung und die möglichen Folgen von Kriegstraumata recherchiert hat.
Hélène habe ich als mutige und hartnäckige Frau kennen gelernt, die für ihre Überzeugung und ihre Ziele kämpft.
Die Figur des David kommt mir komplexer und in sich widersprüchlicher vor. Der schöngeistige, an Literatur und Ornithologie interessierte Amerikaner wird eiskalter Berufssoldat und zieht in den Krieg, weil schon seine Vorfahren in die Armee gingen? Für mich klingt das nicht logisch. Aber ich denke, dass es hier um amerikanischen Patriotismus und amerikanische Traditionen geht, die uns Europäern (auch Hélène) unbekannt sind.
Ich habe im Vorfeld gelesen, dass Kleeberg zuerst die Figur/ Geschichte der Hélène im Kopf hatte und David erst später dazu kam. Das wundert mich. Denn meiner Meinung nach ist Davids Geschichte und Charakter sehr viel detaillierter und liebevoller ausgearbeitet, als Hélènes.
Was meinen Lesefluss aufgehalten hat, sind englische/französische Zitate und Gedicht-Fragmente, die teilweise nicht übersetzt werden.
Ebenfalls ärgerlich fand ich ständig auftauchende englische Begriffe ie birdwatching, turtleboy, a man of books, a man of action, oder wishful thinking. Wäre dieses Buch aus dem englischen übersetzt worden, würde ich dem Übersetzer Faulheit ankreiden, aber so?
Wiederum auffällig ist, dass diese Zitate und englischen Begriffe in der zweiten Hälfte des Buches deutlich seltener verwendet werden.
Abschließend möchte ich das Buch jedem Empfehlen. Ich denke an keine bestimmte Lesegruppe. Dieses Buch passt in keine Schublade.Aber dieses Buch liest sich schnell, beschäftigt nachhaltig und sollte viele Leser haben.
(Birte Mentzel, Mayersche Buchhandlung in Köln)
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Von: Ute Kues Datum: 2010-06-24
Wollte eigentlich nur kurz rein lesen, aber diese Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Sowohl sprachlich als auch von der Geschichte her ein Genuss! (Ute Kues, Buchhandlung Taube, Nordhorn)
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Von: Buchhandlung Langenkamp Datum: 2010-06-24
Welch positive Überraschung! Bisher hatte ich mit Kleeberg meine Schwierigkeiten, aber dieser Roman wird einer meiner Herbstfavoriten: hervorragende Sprache, beeindruckende Charaktere! (Buchhandlung Langenkamp, Lübeck)
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Von: Birgit Klitsch Datum: 2010-06-24
Ein sprachlicher Hochgenuss und eine atmosphärisch dichte Handlung verbinden sich zu der eindringlichen Hoffnung, dass die Verletzbarkeit der Seelen geheilt werden können durch Hoffnung und Zuwendung. Grandios! (Birgit Klitsch, Buchhandlung Genz, Stendal)
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Von: Guntram Gattner Datum: 2010-06-24
Ein Roman, der den Fortgang heutiger menschlicher Beziehungen mit Leben erfüllt und zu spannender Lektüre führt. Glaubhaft, realistisch, gelungen. Ein Buch, dem man viele Leser wünscht Gratulation! (Guntram Gattner, Buchhandlung Gattner, Murnau)
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Von: Margret Engst Datum: 2010-06-24
Ganz toll! In einer nüchternen, bildhaften Sprache werden tiefe Einschnitte im Leben der beiden erzählt und es gibt eine überraschende Wendung am Schluss. Wunderbar! (Margret Engst, Buchhandlung J. Natterer, Wangen im Allgäu)
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Von: Claudia Hübner Datum: 2010-06-24
Das Buch hat mir sehr gefallen! Die Begegnung zwischen Helene und dem amerikanischen Offizier wird man, dank der sehr dichten und äußerst atmosphärischen Sprache, so schnell nicht vergessen! Das wird eine meiner Empfehlungen für den Herbst! (Claudia Hübner, Buchhandlung Hugendubel, Berlin)
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Von: Buchhandlung Lesezeichen Datum: 2010-06-24
Die Bildersprache von Kleeberg ist wirklich atemberaubend. (Buchhandlung Lesezeichen, Kronach)
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Von: Gisela Krentzlin Datum: 2010-06-24
Die Geschichte hat mich sehr berührt, eine wunderbare Sprache, zum Niederknien, einfach großartig. (Gisela Krentzlin, Buchhandlung Decius, Hannover)
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| 1-10 von 10 Leserstimmen |
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Von: Michaela Schneider Datum: 2010-10-21
Gleich zu Anfang: Dieses Buch ist schön. Es ist sehr schön und gleichzeitig beklemmend ohne dabei kitschig zu werden. Ich glaube ich kann gar nicht die richtigen Worte finden um zu beschreiben wie gut es mir gefallen hat. Aber ich versuche es trotzdem.
Es ist Herbst in Paris. Wir schreiben das Jahr 1991. Eine Frau steht vor den Türen des amerikanischen Hospitals als ein Mann vor ihr zusammenbricht. Ein scheinbar unbedeutender Vorfall für ein Hospital, jedoch nicht für die beiden Beteiligten Helene und David.
Während Helene wegen der künstlichen Befruchtung immer wieder im Krankenhaus muss, wird David seine Erinnerungen aus dem Golfkrieg nicht los. Zunächst treffen sie sich ein paar Mal zufällig im Krankenhaus wenn sie zu ihren Behandlungen müssen und knüpfen so zarte Freundschaftsbände. Die beiden verbindet zunächst nur die Begeisterung für Lyrik und ihr Aufenthalt im Krankenhaus. Später wird aus diesen zufälligen Treffen mehr. Beide kommen bei ihren Behandlungen nicht wie gewünscht voran und geben sich unbewusst immer wieder Halt und Kraft. Was sich zunächst wie ein Liebesroman anhört, ist viel mehr als das. Es ist die Geschichte zweier Seelen, die auf der Suche sind.
Dieser Roman ist so voll von Zartheit und Gefühl, dass es sich nicht in Worte fassen lässt. Der Autor greift mit der künstlichen Befruchtung und dem Kriegstrauma zwei nicht einfache Themen auf und schafft es dennoch diese so geschickt in ein Buch zu packen, dass man als Leser nur noch seufzen kann.
Ich hätte nie gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Vor allem da mich das Cover so sehr abgeschreckt hat. Eins steht fest: Dies war zwar mein erstes Buch von Michael Kleeberg aber nicht das letzte.
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