der wichtigsten Lebensabschnitte von Pablo Neruda
und der Publikation seiner bedeutendsten Werke
12. Juli 1904
Geburt von (Ricardo Eliecer) Neftalí Reyes
(Basalto) in Parral (Südchile) als Sohn des Lokomotivführers
José del Carmen Reyes und der Volksschullehrerin
Rosa Neftalí Basoalto.
Seit 1920 benutzt der Dichter das Pseudonym Pablo Neruda,
das er am 28.12. 1946 als seinen Namen legalisieren
lässt.
Seine Mutter stirbt sechs Wochen nach seiner Geburt
an Tuberkulose.
1906
Umzug des Vaters nach Temuco (Südchile) und zweite
Ehe mit Trinidad Candia Marverde.
1917
Veröffentlichung des ersten Artikels in der Zeitung
La Mañana (Temuco).
1921
Neruda begibt sich zum Studium nach Santiago de Chile.
1923
Erstausgabe von Crepusculario.
1924
Erstveröffentlichung von Zwanzig Liebesgedichte
und ein Lied der
Verzweiflung.
1927-1932
Chilenischer Honorarkonsul in Rangun, Colombo, Batavia
und Singapur.
1930
Hochzeit mit der Holländerin Maria Antonieta
Hagenaar Vogelzanz.
1932
Rückkehr nach Chile. Zweite und definitive Ausgabe
von Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung.
1933
Erstausgabe von Der begeisterte Schleuderer
(zehn Jahre nach der Abfassung). Chilenischer Konsul
in Buenos Aires. Erste Begegnung mit Federico García
Lorca. Erstausgabe von Aufenthalt auf Erden (1925-1931).
1934
Chilenischer Konsul in Barcelona. Geburt seiner Tochter
Malva Marina. Lernt die Argentinierin Delia del Carril
kennen.
1935
Chilenischer Konsul in Madrid. Die spanischen Dichter
feiern ihn mit dem Buch Homenaje a Pablo Neruda de
los poetas españoles(Ehrengabe der spanischen
Dichter an Pablo Neruda). Publikation der Zeitschrift
Caballo Verde para la Poesia(Grünes
Pferd für die Dichtung). Publikation von Aufenthalt
auf Erden (1925-1935).
1936
Nach dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs
wird Pablo Neruda
als Konsul abgesetzt. Trennung von Maria Antonieta Hagenaar
Vogelzanz.
1937
Rede in Paris auf Federico García Lorca. Engagement
zugunsten der spanischen Republik. Erstausgabe von Spanien
im Herzen.
1938
Tod seines Vaters und seiner Stiefmutter. Politisches
Engagement in Chile für Pedro Aguirre Cerda,
den Präsidentschafts-
kandidaten der Volksfront.
1939
Chilenischer Konsul für die spanischen Emigranten
in Paris. Organisiert die Überfahrt spanischer
Flüchtlinge nach Chile auf dem umgebauten Frachtschiff
»Winnipeg«.
1940
Chilenischer Generalkonsul in Mexico-Stadt.
1941
Die Universität von Mexico-Stadt publiziert Gesang
für Bolívar.
1942
Liest im Auditorium maximum Gesang für Stalingrad,
das dann überall in Mexico-Stadt als Plakat angeschlagen
wird.
Tod seiner kranken Tochter Malva Marina.
1943
Reise in die USA. Triumphale Rückkehr nach Chile
über Panama, Kolumbien, Peru (wo er Lima, Cuzco,
Macchu Picchu und Arequipa besucht).
1944
Erhält den Lyrik-Preis der Stadt Santiago de
Chile.
1945
Wahl zum Senator für die nordchilenischen Provinzen
Tarapacá und Antofagasta. Eintritt in die Kommunistische
Partei Chiles.
Reise nach Brasilien.
1946
Wahlkampfleiter des chilenischen Präsidentschaftskandidaten
Gabriel González Videla. Erste Begegnung mit
Matilda Urrutia in Santiago.
1947
Publikation von Dritter Aufenthalt.
1948
Pablo Neruda hält am 6. Januar im Senat die Rede
Ich klage an gegen den politischen Kurswechsel
des Präsidenten González Videla; darauf
wird er als Senator abgesetzt und polizeilich gesucht.
Verbot der kommunistischen Partei Chiles. Neruda lebt
bis Februar 1949 im Untergrund.
1949
Abenteuerliche Flucht aus Chile. Ernennung zum Mitglied
des
Weltfriedensrates. Er trifft in Mexico-Stadt Matilde
Urrutia wieder.
1949-1952
Exil. Zahllose Reisen nach Amerika, Europa und Asien
(Indien, Volksrepublik China).
1950
Erstausgabe von Der große Gesang in Mexico-Stadt.
Erhält den
Internationalen Friedenspreis.
1952
Aufenthalt auf Capri, zusammen mit Matilde Urrutia.
Anonyme Publikation von Die Verse des Kapitäns
in Neapel. Triumphale Rückkehr nach Chile.
1953
Erhält den Stalinpreis.
1954
Erstausgabe von Elementare Oden und Die
Trauben und der Wind. Zahlreiche Reisen und Ehrungen.
1955
Trennung von Delia del Carril und endgültige
Verbindung mit Matilde Urrutia.
1956
Erstausgabe von Neue Elementare Oden.
1957
Wahl zum Präsidenten des Chilenischen Schriftstellerverbandes.
Erstausgabe von Drittes Buch der Oden.
1958
Beteiligung am Präsidentschaftswahlkampf in Chile.
Erstausgabe von Estravagario (Extravaganzenbrevier).
1959
Erstausgabe von Seefahrt und Rückkehr.
1960
Zahlreiche Reisen, Aufenthalte in Paris und in Kuba.
Erstausgabe von Heldenepos.
1961
Ernennung zum korrespondierenden Mitglied des Instituts
für Romanische Sprachen der Universität Yale
(USA).
1962
Ernennung zum akademischen Mitglied der Philosophischen
Fakultät der Universität von Chile in Santiago.
1964
Vortragsreise zum 60. Geburtstag des Dichters in
der Chilenischen National-
bibliothek. Aktive Beteiligung am Präsidentschaftswahlkampf.
Erstausgabe von Memorial von Isla Negra.
1965
Dr. h.c. der Universität von Oxford.
1966
Reisen in Nord- und Südamerika. Legalisiert in
Chile seine im Ausland geschlossene Ehe mit Matilde
Urrutia.
1967
Reisen in Europa.
1968
3. Ausgabe der Vollständigen Werke (Losada,
Buenos Aires).
Erstausgabe von Die Hände des Tages.
1969
Ernennung zum Präsidentschafts-
kandidaten der Kommunistischen Partei Chiles; Wahlkampf;
Verzicht zugunsten von Salvador Allende.
Erstausgabe von Ende der Welt und Immer noch.
1970
Erstausgabe von Das entflammte Schwert und
Die Steine des Himmels.
Wahlkampf; nach dem Sieg der Volksfront Ernennung zum
Botschafter Chiles in Paris.
1971
Nobelpreis für Literatur.
1972
Aus Gesundheitsgründen Rücktritt von seinem
Botschafterposten. Die Regierung und das chilenische
Volk ehren Pablo Neruda im Nationalstadion von Santiago.
11.9.1973
Sturz und Tod von Salvador Allende.
23.9.1973
Pablo Neruda stirbt in Santiago de Chile.
1974
Publikation der Memoiren Ich bekenne, ich habe
gelebt und der acht postumen Lyrikbücher Die
abgeschnittene Rose, Garten im Winter, 2000,
Das gelbe Herz, Buch der Fragen, Elegie,
Das Meer und die Glocken, Ausgewählte
Mängel.
1978
Publikation der Prosaschriften Um geboren zu
werden.
1984
Das lyrische Werk in 3 Bänden erscheint.
1987
Alle Gedicht-Zyklen von Pablo Neruda erscheinen nach
und nach ungekürzt im Taschenbuch.
1994
Der Kenner des Werkes von Pablo Neruda und Herausgeber
dessen Gesammelter Werke auf spanisch, Victor
Farías, gibt ein Lesebuch mit wichtigen Texten
des Autors heraus: Der unsichtbare Fluß.
1997
Hungrig bin ich, will deinen Mund, eine Auswahl
aus den Liebessonetten, die Neruda für Matilde
Urrutia geschrieben hat, erscheint auf spanisch und
in deutscher Übertragung von Fritz Rudolf Fries.
2000
Bisher unbekannte frühe Gedichte von Neruda wurden
von Victor Farías entdeckt. Eine Auswahl dieser
Gedichte, die von Fritz Rudolf Fries vorgenommen wurde,
der die Gedichte auch übersetzte, erscheint in
einer spanisch/deutschen Ausgabe.