
Adam Sabir ist Schriftsteller. Das Buch, das er über den berühmten Seher Nostradamus geschrieben hat, war ein passabler Erfolg. Die Veröffentlichung liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück, sodass es nun langsam Zeit für einen Nachfolger wird. Doch Sabir mangelt es an Stoff für ein neues Buch. Als der in Paris lebende Amerikaner in einer Zeitung auf eine Annonce stößt, in der die letzten, bisher verschollenen Verse des Nostradamus zum Verkauf angeboten werden, sieht er seine Chance gekommen. ![]()
Das Verhängnis nimmt seinen Lauf
Seine Verabredung mit Samana, dem Verkäufer der kostbaren Verse, verläuft allerdings ganz anders als geplant: Nachdem Sabir lange am Treffpunkt gewartet hat, stürzt Samana, ein Zigeuner, in das Café. Er verletzt den Schriftsteller und sich selbst mit einer Glasscherbe, presst dann Sabirs blutende Hand gegen seine Stirn und wiederholt immer wieder zwei Wörter: „Samois“ und „Chris“.![]()
Der Augenmann
Ehe Sabir reagieren kann, ist Samana schon wieder verschwunden. Der junge drogensüchtige Zigeuner läuft um sein Leben. Vergeblich. Was Sabir nicht weiß: Vor ihm hatte Samana bereits jemand anderen getroffen, der großes Interesse an den wertvollen Prophezeiungen hat. Dieser Mann, der skrupellose Achor Bale, will sie um jeden Preis bekommen, und er hat das „böse Auge“ – ihm fehlt das Weiß des Augapfels. Samana weiß, dass er dem Untergang geweiht ist.![]()
Unter Mordverdacht
Sabir erfährt erst aus den Nachrichten vom Schicksal des Zigeuners: Babel Samana wurde grausam zugerichtet aufgefunden. Da sich wegen des Vorfalls im Café noch eine Menge Blut von Sabir auf der Stirn des Ermordeten fand, und die beiden zudem miteinander gesehen wurden, steht Sabir nun unter Mordverdacht. Der Schriftsteller misstraut der französischen Polizei und beschließt, erst einmal unterzutauchen. Auf der Flucht gerät er in ein Zigeunerlager – und wird gefangengenommen; denn man hält ihn auch dort für den Mörder Samanas.![]()
Blutsbrüder
Sabir kann die Zigeuner jedoch von seiner Unschuld überzeugen. Denn Samana hat, seinen gewaltsamen Tod vorausahnend, Sabir durch das blutige Ritual im Café zu einer Art Blutsbruder und zum Vormund seiner Schwester Yola gemacht. Gemeinsam mit der schönen, jungen Yola macht sich Adam Sabir nun auf die Suche nach den verschwundenen Prophezeiungen. Doch sie sind nicht die einzigen ... ![]()
Die Verhinderung der Apokalypse
Auf einer dramatischen Verfolgungsjagd durch ganz Frankreich versuchen Sabir und der unheimliche „Augenmann“ Bale, hinter das Geheimnis der letzten Verse des Nostradamus zu kommen. Und dann ist da noch der knorrig-sympathische Kommissar Calque und sein Assistent, die den beiden dicht auf den Fersen bleiben. Das Risiko ist hoch – doch der Fund der Verse verspricht nicht nur sehr viel Geld. Die 52 Prophezeiungen des Sehers enthalten eine präzise Warnung vor dem drohenden Weltuntergang – ihre Kenntnis könnte die vorhergesagte Apokalypse verhindern helfen.![]()
Besondere Würze
So geht es in diesem Thriller nicht nur um den Kampf von Gut und Böse, sondern auch darum, die Menschheit vor einer tödlichen Gefahr zu retten. Mit Achor Bale, dem hochintelligenten, gewalttätigen „Augenmann“ hat der Autor Mario Reading zudem eine Figur geschaffen, die lebhafte Erinnerungen an Arnold Schwarzenegger im „Terminator“ weckt. Ganz besondere Würze bekommt die Geschichte zusätzlich durch die kenntnisreichen Schilderungen der Traditionen und Gebräuche der Zigeuner, in deren Milieu sich wichtige Handlungsstränge entfalten. So schickt Reading seine Leser in seinem mystisch angehauchten Thriller auf eine wahrlich atemberaubende Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. ![]()
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