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Interviews mit Adrienne Friedlaender und Moaaz zum Buch »Willkommen bei den Friedlaenders!«

Wussten Sie, dass Adrienne Friedlaender Plan International unterstützt, ein Patenkind in Benin hat und einen Teil der Erlöse dieses Buches für ein Flüchtlingsprojekt spenden möchte?

Eine kurze Biografie:
Puh ...
Die Schule verlassen, um Reitlehrerin zu werden, dann aber doch lieber eine Ausbildung als Grundstücksmaklerin absolviert, was mich umgehend langweilte, kurzer Ausflug in die Partnervermittlung – spannender, aber naja … Zwischendurch in Kneipen gekellnert, um die Haushaltskasse aufzubessern, geheiratet, Kinder bekommen – immer mehr. Die erste zu 100 Prozent richtige Entscheidung! Geschichten für die Jungs geschrieben, später Glossen vom Familienleben, weil Schreiben auch Therapie ist, Weiterbildung im Medienbüro Hamburg, Journalismus, meine Leidenschaft Schreiben mit der Leidenschaft Reisen verbunden, um die Welt zu entdecken, und auch um ab und zu dem Alltagswahnsinn ein wenig zu entfliehen.

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Hobbys: Hmmm – Schreiben gehört wohl auch dazu. Ansonsten: Sport: Reiten – leider im Moment keine Gelegenheit, Wandern mit meinem Hund, Skilaufen – wenn es nur nicht so weit wäre, Tauchen – nach Jahren den Mut gefunden, meinen Schein zu machen im letzten Jahr.
Lebenssituation: Ich lebe allein mit drei meiner vier Söhne in einem Reihenhaus im Hamburger Westen – bald zieht wohl auch Sohn Nummer zwei aus.
Traum vom Glück – was für eine bedeutungsschwangere Frage ...
Gesundheit, Freiheit, Leben in einem Umfeld, das zu mir passt, ohne Entbehrungen und mit Menschen, die ich liebe. Ich bin glücklich, überhaupt hier zu sein auf der Welt, glücklich und dankbar für all das, was ich bereits habe. Vielleicht fehlt das Liebesglück, ein Mann, der zu mir passt.
Welche Gabe ich gern besäße? Mehr Geduld. Das würde vieles einfacher machen für meine Mitmenschen und auch für mich selber.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Mit zwölf Jahren habe ich für meine Großmutter eine „Groschenroman-Liebesgeschichte“ geschrieben. Dann habe ich einige Jahrzehnte das Schreiben aus den Augen verloren.
Irgendwann ploppte die Leidenschaft wieder auf. Über Kurzgeschichten und Teilnahme an Wettbewerben begann ich, wieder regelmäßig zu schreiben. Später entschied ich mich, die Leidenschaft zum Beruf zu machen. Mit viel, viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen gelang es mir, mich als freie Journalistin zu etablieren, und nun schreibe ich seit gut zehn Jahren Porträts, Berichte, und vor allem Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen und Magazine.

Was inspiriert Sie?
Ob Reisereportage oder Familienglosse – die Themen ergeben sich für mich immer aus dem Leben.
Nach dem Zusammenleben mit Moaaz hatte ich das Bedürfnis, über meine positiven Erfahrungen zu berichten. Obwohl der große Flüchtlingsansturm abebbt und die Medien nicht mehr täglich darüber berichten, bleibt doch das Thema „Leben mit Flüchtlingen in Deutschland“ aktuell. Und vor allem die Frage: Wie können wir unsere neuen Mitbürger in unser Leben integrieren? Leben in einer Familie bedeutet Integration im XXL-Format. Schneller, intensiver und nachhaltiger ist es meines Erachtens kaum möglich, Kultur, Religion und den deutschen Alltag hautnah kennen zu lernen.

Haben Sie eine Lieblingsszene aus Ihrem Buch?
Die Pinkelszene am Anfang und die Szenen mit der Großmutter ....

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Ich liebe alle, ist ja meine Familie.

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Hamburg, meine Heimatstadt

Was lesen Sie selber gerne?
Skandinavische Krimis, Romane, Thriller – querbeet.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Ich lese so viel durcheinander – einen wirklichen Lieblingsautor habe ich nicht.

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden/-heldinnen?
Pippi Langstrumpf – mutig, stark, unkonventionell.

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Ich konnte mich nicht entscheiden – hier eine Auswahl:
Die Wand (Marlen Haushofer)
Eine Frau erlebt die Polarnacht (Christiane Ritter)
Die geheime Geschichte (Donna Tartt)
Die Untreue der Grönländer (Kim Leine)
Die Bertinis (Ralph Giordano)
Der Drachenläufer (Khaled Hosseini)
Die große Liebe (Hanns-Josef Ortheil)
Und, und, und ...

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Mit immer wieder neuen Ideen Ruhephasen abzubrechen und umgehend ein neues Projekt anzukurbeln.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Moaaz‘ Huhn mit Reis – Rezept im Buch Willkommen bei den Friedlaenders!.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Strandspaziergang mit meinem Hund, Fernsehabend mit den Jungs auf dem Sofa, Essen gehen mit Freunden ...

Haben Sie ein Lebensmotto?
Dieses Zitat vielleicht: Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße (Martin Walser).
Und: Eine ruhige See hat noch keinen guten Seemann hervorgebracht.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Meine Redakteurin, Angela Kuepper, die durch die Welt und in die Krisengebiete reist und vor Ort Flüchtlingshilfe leistet.
Angela Merkel für Menschlichkeit und Mut in der Flüchtlingspolitik.

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Die Entwicklung des Laptops

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?
Ich unterstütze seit vielen Jahren Plan International und habe ein Patenkind in Benin. Dazu würde ich gern mit einem Anteil des Erlöses aus meinem Buch ein Projekt unterstützen, das sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmert – Kinder liegen mir immer besonders am Herzen.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen
• Ich habe einige Punkte meines Lebens in der Biografie verschwiegen – jede Frau braucht ihre Geheimnisse.
• Ich bekomme sehr schnell schlechte Laune, wenn ich Hunger habe.
• Little Jo war meine erste große Liebe. Ich wolle ihn heiraten, um mit ihm Hand in Hand über die Ponderosa-Ranch zu galoppieren. Stattdessen parshippe ich jetzt! Natürlich nur aus Recherchegründen (Auf keinen Fall Moaaz verraten!)
• Ich liebe Inseln, Strand und Meer – mehr bei Kälte und Sturm, als bei Sonnenschein.
• Ich habe große Freude daran, Kontaktanzeigen für Freundinnen zu formulieren.
• Ich habe manchmal ein Problem mit dem Autofahren – finden die anderen zumindest. Meine Versicherung hat mir gerade gekündigt.

Ein paar Worte an Ihre Leser und Leserinnen?
Liebe Leserin, lieber Leser,

Herzlich Willkommen in meinem Leben!
Ich freue mich darüber, dass ich Sie für Idee und Thema meines Buches interessieren konnte.
Ich lade Sie herzlich ein, für ein paar Kapitel an unserem Multi-Kulti-Familienalltag teilzunehmen, meine Alltagserlebnisse und meine Erfahrungen mit mir zu teilen.
Vielleicht gelingt es mir zwischen ernsten und lustigen Szenen, zwischen Lachen und Weinen ein Gefühl von unseren Erfahrungen in den Monaten mit Moaaz zu vermitteln. Weg vom Perfektionismus und ohne den Anspruch alles richtig zu machen, möchte ich ermutigen Berührungsängste zu verlieren und vielleicht die Hemmschwelle abzubauen. Besonders glücklich wäre ich natürlich, wenn ich den ein oder anderen ermutigen könnte, sich ebenfalls für diese bereichernde Erfahrung zu öffnen.

Ihre Adrienne Friedlaender

Willkommen bei den Friedlaenders! Blick ins Buch

Adrienne Friedlaender

Willkommen bei den Friedlaenders!

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