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Aileen P. Roberts im Interview

5 Fragen an Aileen P. Roberts

Aileen P. Roberts
© Isabelle Grubert

Was hat Sie zum Schreiben inspiriert und wie wurden Sie Schriftstellerin?

Viele Dinge inspirieren mich zum Schreiben. Das kann ein besonderer, mystischer Ort sein wie zum Beispiel der alte Broch aus der Keltenzeit, den ich in Schottland besucht habe und der Bestandteil von "Der Feenturm" ist, ein Steinkreis wie in "Weltennebel", ein besonderer alte Baum oder eine geheimnisvolle Höhle wie z.B. in "Elvancor". Manchmal ist es aber auch einfach ein Lied, eine bestimmte Stimmung wie der Sonnenuntergang über dem Meer oder auch mein freches Highlandpony, das sich mal wieder einen seiner legendären Streiche geleistet hat.
Durchs Schreiben kam ich durch meinen Mann, der sein Fantasybuch angefangen, aber bislang nicht fertiggestellt hatte. Da entstand mein erster Jugendroman. Später habe ich mich dann auch an Fantasyromane gewagt, und als Goldmann 2009 meine Zweiteiler "Thondras Kinder" veröffentlichte, war ich überglücklich und sah mich auch als "richtige" Schriftstellerin.
Inzwischen schreiben wir beide und haben auch schon ein gemeinsames Buch veröffentlicht.

Wie kann man sich Ihren typischen Arbeitstag vorstellen?

Während der letzten beinahe 3 Jahre hatte ich keinen "typischen Arbeitstag" mehr, weil ich nur dann schreiben konnte, wenn meine kleine Tochter schlief, bei Tagesmutter, Oma oder Papa war. Außerdem arbeite ich nebenbei noch als Reittherapeutin und muss unsere Pferde versorgen. Irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, 1-2 Bücher pro Jahr zu schreiben - Das Genie überblickt das Chaos ;)
Ich hoffe, dass alles etwas einfacher wird, wenn die Kleine jetzt im Herbst in den Kindergarten kommt, dann werde ich hoffentlich wieder regelmäßiger und mit weniger Stress zum Schreiben kommen.

Viele Ihrer Bücher spielen in den schottischen Highlands. Woher kommt Ihre Liebe zu Schottland?

Das habe ich mich auch schon oft gefragt und ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Schon das erste Mal, als ich mit 19 durch Glen Coe und weiter in die Highlands fuhr, hat mich die urtümliche Landschaft, die Weite, das Meer und die grünen Hügel fasziniert und ich musste immer wieder hinfahren. Später kam dann das Interesse für Schottlands Geschichte hinzu. Erst das Mittelalter und später dann vor allem die Keltenzeit, die Steinkreise und anderen magischen Orte.
Vielleicht habe ich ja schon einmal dort gelebt - in einem früheren Leben, wer weiß ...

Wie entstehen Ihre Figuren?

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal ist erst eine der Hauptfiguren da und die Geschichte entsteht außen herum. Oder mir fällt zuerst die Handlung ein und dann "besuchen" mich die Charaktere quasi von selbst. Es kommt gar nicht so selten vor, dass im Laufe der Geschichte Figuren sterben oder eine weitaus wichtigere Rolle einnehmen als gedacht. Aber das mag ich besonders am Schreiben - die Geschichten führen sozusagen ein Eigenleben und sind für mich somit real.
Manchmal gibt es auch Figuren aus dem richtigen Leben, die ich - in einem fantastischen Gewand und mit geänderten Namen- in meine Bücher einbaue. Und da sind meist die schrägsten Gestalten – wie sagt man so schön: Die besten Geschichten schreibt das Leben.

Woran arbeiten Sie gerade? Können Sie uns etwas über Ihre aktuellen Projekte verraten?

Ich schreibe gerade am letzten Teil der Weltenmagie-Trilogie. Dies ist die Fortsetzung des Dreiteilers "Weltennebel", allerdings unabhängig davon zu lesen. Leána, eine junge Frau mit Dunkelelfenblut, reist zusammen mit ihrem besten Freund Kayne, einem jungen Zauberer, und ihrem Cousin Toran, dem Thronerben von Northcliff, durch ein magisches Portal in das Schottland unserer Welt. Dort müssen sie mit zahlreichen Schwierigkeiten kämpfen, geraten in gefährliche Situationen und erfahren, dass auch in unserer Welt weitaus mehr magische Stätten und Wesen existieren als gedacht ...
Teil zwei führt Leána und ihre Freunde in die vergessene Urheimat der Elfen und auch dort warten Abenteuer und Gefahren auf sie.
Im dritten Teil ist dann das Fortbestehen Albanys und weiterer Welten in Gefahr und Leána muss sich zwischen zwei Männern entscheiden, die ihr sehr viel bedeuten.