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SPECIAL zu Amy Hatvany »Ein Platz in deinem Herzen«

Wussten Sie, dass Amy Hatvany in der dritten Klasse die beste Seilspringerin war?

Eine kurze Biografie:
Nach meinem Soziologiestudium stellte ich fest, dass die meisten Soziologen arbeitslos sind. Es folgten unterschiedliche Tätigkeiten, die ich teilweise mit Herzblut ausübte (Hochzeitstorten dekorieren), teilweise mit weniger Begeisterung (Empfangsdame). 1998 verkaufte ich kurzerhand mein Auto, kündigte meine Stelle und konzentrierte mich ganz auf das, was ich liebte: Bücher schreiben. Meine Romane, in denen ich unter anderem aktuelle Reizthemen wie psychische Krankheiten, häusliche Gewalt und Alkoholabhängigkeit aufgreife, sind von meinem soziologischen Hintergrundwissen inspiriert und entsprechend fundiert.

Einen Großteil meiner Zeit verbringe ich heute mit meinem zweiten und letzten Mann, Stephan (Ernsthaft, wenn es diesmal nicht klappt, bin ich fertig, erledigt, keine weitere Ehe mehr). Mit meinen zwei Kindern, Scarlett und Miles, sowie „Bonuskind“ Anna (Stephans Tochter) bin ich gut ausgelastet. Darüber hinaus gehören zu meiner Patchworkfamilie noch zwei schwarze Labradordamen, Kenda und Dolcé.

Wenn ich nicht mit Freunden oder der Familie zusammen bin, kann man davon ausgehen, dass ich lese, koche oder gewisse Reality-TV-Shows verfolge. Meine aktuelle Lieblingssendung ist die Kochduellshow Top Chef.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich hatte keine andere Wahl! Ich liebe das Schreiben. Bücher sind für mich wie ein längerer Tagebucheintrag aus dem kollektiven Unbewussten der Menschheit. Ein wildes Gekritzel über unser Leben, unsere Gedanken und Gefühle, was uns verletzt und was uns weiterbringt. Wörter sind das Gewebe, das uns alle verbindet, und es liegt eine gewisse Magie darin, etwas derart Komplexes zu Papier zu bringen.

Wo finden Sie Ihre Anregungen?
An ganz unterschiedlichen Orten … in Träumen, in den Medien, in Geschichten, die meine Freunde und Leser mir erzählen. Oft gibt mein Wissen als Soziologin den Anstoß dazu, mich mit einem Thema, über das ich mehr wissen möchte, näher auseinanderzusetzen.

An was für einer Geschichte arbeiten Sie gerade?
Es geht darum, wie jemand von seiner Vergangenheit gejagt wird. Wie unsere Geheimnisse uns daran hindern können, zu vergessen und neu anzufangen.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Daphne Du Maurier, T. Greenwood, Joyce Maynard, Jennifer Weiner, Jojo Moyes. Lauter furchtlose, ungeheuer begabte Schriftsteller. Ihre Werke sind ebenso faszinierend wie wahr.

Welche Bücher haben Sie kürzlich gelesen?
Ich bin gerade fertig mit A PARIS APARTMENT von Michelle Gable. Eine großartige Mischung aus historischem Roman und Gegenwartserzählung, die auf einer wahren Geschichte beruht.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Fortschritt ist besser als Perfektion.

Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben?
Ich koche, backe, schaue mir Filme an, pflege den Garten und streife gern mit meinen Hunden durch die Wälder.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
• In der dritten Klasse war ich mal die beste Seilspringerin.
• Am allerliebsten esse ich Eis.
• Die Rosen in meinem Garten liebe ich, als ob sie meine Kinder wären.
• Ich kann weder tanzen noch singen.
• Mein Lieblingsschimpfwort ist „Fuck“.

Wie würden Sie Ihren Roman in einem Satz zusammenfassen?
Ein Platz in deinem Herzen ist ein ehrlicher Blick auf den Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen und die gemischten Gefühle, die bei einer Patchworkfamilie dazugehören.

Was hat Sie zu diesem Buch inspiriert?
Vor ein paar Jahren sprachen mein Mann und ich über unsere Familie und gewisse Herausforderungen als Stiefeltern (wir sind beide Stiefeltern – er für meine zwei Kinder und ich für seine Tochter). Da kam mir die Frage, wie so etwas wohl für eine Frau wäre, die gar keine Kinder hat, die zweifelt, ob sie überhaupt eine gute Mutter wäre, und sich dann in einen geschiedenen Mann mit zwei Kindern verliebt. Patchworkfamilien kommen häufiger denn je vor, und eine derart komplizierte Gefühlsdynamik war für mich ein Themengebiet, das ich genauer erkunden wollte.

Das Buch entstand in erster Line aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen in einer Patchworkfamilie mit der dazugehörigen komplizierten Familiendynamik. Als Stiefmutter ging es mir darum, über die üblichen Klischees bei der Darstellung von Stiefmüttern und Stieftöchtern hinauszugehen – die böse Stiefmutter und die unschuldige Stieftochter. Ich wollte tiefer gehen. Aber noch bevor ich zu schreiben begann, hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Stieftochter, weil ich ganz sicher sein wollte, dass sie nichts dagegen hätte, wenn ich dieses Thema anschnitt. Schließlich greife ich darin auch auf unsere privaten Auseinandersetzungen zurück. Ich habe erst angefangen, nachdem ich ihren Segen hatte. Ich hoffe inständig, dass meine Leser hinterher verstehen, dass Patchworkfamilien – wirklich alle Familien – ihr Bestes geben, wenn sie versuchen, eine solche Herausforderung ohne Regelwerk zu meistern. Dabei hoffe ich immer, dass meine Leser sich eingebunden und weniger allein fühlen.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Mein Liebling ist Ava, denn sie basiert auf meiner eigenen „Bonustochter“, Anna. Sie ist eine so empfindsame Seele, egal wie hart sie sich nach außen gibt.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Als Ava von ihrem Vater erfährt, dass ihre Mutter, Kelli, tot ist. Sich das vorzustellen, war herzzerreißend.

Ein Platz in deinem Herzen Blick ins Buch

Amy Hatvany

Ein Platz in deinem Herzen

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