Andrea Lindau und Veit Lindau

Vita zu Andrea Lindau

Andrea Lindau
© Katharina Kraus
Andrea Lindau ist Mensch, Frau, Mutter, Hebamme. Seit 1998 verheiratet mit Veit Lindau. CEO der Life Trust Holding GmbH und der humantrust GmbH, Stiftungsrat der ichliebedich-Stiftung. Das Credo ihres Lebens ist ICH LIEBE DICH. Sie liebt Menschen und lebt für die Potenzialentfaltung bei Kindern, Youngstern, Männern und Frauen. Mit ihrer tiefen, manchmal sanften, aber auch oft wilden Kraft entzündet sie Menschen und „verführt“ sie, noch stärker an sich selbst und ihre Möglichkeiten zu glauben. In der von ihr geleiteten Frauen Lounge gilt sie tausenden Frauen als inspirierendes Vorbild, weil sie urweibliche Qualitäten, unternehmerische Fähigkeiten und männliche Durchschlagskraft vereint.

Zitate von Andrea Lindau

„Du vergiftest als Frau deinen eigenen Geist, wenn du dir erlaubst, dich als Opfer deiner Geschichte zu betrachten. Du bist mächtiger und intelligenter, als du denkst. Mach alles, was dir geschieht, zum Reifungsfeld der Königin.“

„Was nutzen uns alle Eroberungen und Errungenschaften, wenn wir nicht lieben?“

„Frauen, hört auf, mit den Männern zu grollen. Hört auf, euch mit ihnen zu vergleichen. Geht nach innen. Findet euch. Findet eure Stimme und teilt sie mit der Welt.“

„Eine Frau, die sich selbst nicht kennt, bettelt, manipuliert oder herrscht. Eine Frau, die die Königin in sich findet, führt in Liebe. In Liebe zu führen bedeutet, in allem, was du tust, der Liebe zu dienen.“

Fragen an Andrea Lindau

In „Königin und Samurai“ beteiligst du dich das erste Mal offiziell an einem Buch. Was war das für dich für ein Erlebnis?

Ich habe Veits Einladung als ein Geschenk empfunden. Es war ein spannender, emotionaler und sehr erhellender Prozess. Er hat uns die Gelegenheit gegeben, den Wert unserer Verschiedenheit und die Erfahrungen unserer Beziehungen noch einmal viel bewusster zu feiern. Gleichzeitig war es für uns noch einmal eine wichtige Gelegenheit, genau unsere individuellen Stärken zu beleuchten. Was für mich zum Beispiel bedeutet hat, in Gesprächen mit Veit den Inhalt zu erarbeiten, ihm aber zu 80% das Schreiben zu überlassen. Das ist sein Metier. Meines wesentlich mehr der direkte Kontakt zu Menschen.

Deine Erlebnisse und Erfahrungen als Frau sind mit in das Buch eingeflossen. Was verkörpert deiner Ansicht nach eine moderne Frau?

In allererster Linie die Bereitschaft, alle antrainierten Klischees und Rollen zu hinterfragen, den Mut zu haben, deiner inneren Wahrheit Raum zu verschaffen und dann deine Stimme zu finden. Wir brauchen nicht die „eine“ moderne Frau. Wir brauchen Millionen von wachen Frauen, die ihre ureigene Schönheit entdecken und auf eine friedvolle und zugleich mächtige Weise viel mehr in Führung gehen. In jeder Frau lebt eine Königin und ihr Königreich wartet auf ihre Stimme.

Frauen haben es in unserer heutigen Arbeitswelt weit gebracht, dennoch werden viele Bereiche von Männern dominiert. Wie können Frauen hier gleichschließen und ihre Ur-Weiblichkeit leben, ohne sich unterzuordnen oder diese aufgeben zu müssen?

Es wird nicht den einen Weg geben. Es beginnt damit, dass wir alle verstehen, dass die Welt, die wir bis hierher erschaffen haben, eine unbewusste Ko-Kreation ist. Wir sind alle irgendwie Opfer, aber vor allem Täter*innen. Das Anliegen unseres Buches ist es, dies auf eine einfache und zugleich sehr umfassende Weise bewusst zu machen. Damit wir zuerst einmal Frieden schließen können. Zwischen Mann und Frau. Aber auch die Frau selbst mit sich und all ihren bis jetzt unterdrückten Anteilen. Unser Wunsch ist es, Frauen mit dem Buch zu inspirieren, ihre wahre Schönheit zu erforschen. Von hier kommt unsere Power. Und dieser dann einen starken, gut entwickelten Logos an die Seite zu stellen, um bewusst neue Welten zu erschaffen. Im Kleinen in unseren Liebesbeziehungen. Im Großen in unseren Unternehmen, Schulen und Bundestagen. Neben der Stärkung der einzelnen Frau ist es mir ein großes Anliegen, Frauen aufzurufen, wieder mehr in Kreisen zusammenzukommen. In denen wir uns nicht anzicken, sondern als wache Schwestern stärken. Nicht gegen die Männer, sondern um von hier aus bewusst mit ihnen zu ko-kreieren.

Du bist, gemeinsam mit Veit, die Geschäftsführerin von der Life Trust Holding GmbH, deren zentraler Bestandteil, das Herzstück, der sehr erfolgreiche humantrust ist. Euer Mitarbeiterteam wächst stetig. Was sind für dich ideale Arbeitsbedingungen, in denen Frauen als moderne Frauen und Männer als moderne Männer erfolgreich arbeiten können?

Die Frage trifft genau in eines unserer intensivsten Forschungsfelder der letzten fünf Jahre. Bis davor waren Veit und ich ein eingespieltes Dreamteam. Seitdem unsere Company so wächst, lernen wir quasi Unternehmensführung on the fly. Das geht auch mit vielen Fehlern einher. Egal ob beim Einstellen, Führen oder auch wieder Verabschieden. Wir sind – da bin ich ganz ehrlich – da noch nicht an einem Punkt angekommen, der uns wirklich zufriedenstellt. Es ist ein intensiver Lernprozess. Was ich bis hierher definitiv erkannt habe: In einem Unternehmen, das so schnell wächst und sich auch so lebendig entwickelt wie das unsrige, braucht es vor allem drei Dinge, damit ein Team gut funktioniert: Ein leidenschaftliches Committment für ein gemeinsames Anliegen. Klarheit über die eigenen Stärken und Schwächen. Und vor allem radikale Transparenz und Ehrlichkeit. Ich würde mal behaupten, auf diesen drei Säulen kann jede Beziehung, egal beruflich oder privat, gut aufbauen.

Eure persönliche Geschichte habt ihr bereits mehrfach erzählt (Veit hat dich kurz vor der geplanten Hochzeit 1998 mit einer anderen Frau betrogen). Wie hast du nach diesem Vertrauensbruch die Stärke und Güte aufgebracht, ihm zu verzeihen und ihm eine zweite Chance zu geben?

Ich habe ihm keine „zweite“ Chance gegeben. Veit hat mich nicht betrogen. Er hat sich vor unserer Hochzeit verliebt und ist seiner Wahrheit gefolgt. Und ja, es war ein Schock. Und ja, mein Herz hat geblutet, aber die Tür zwischen uns war nie zu. Wir sind auch im größten Sturm miteinander in Kontakt geblieben. So brutal diese Lektion war, sie hat mich gezwungen, in meine Kraft zu kommen und dafür werde ich ihr für immer dankbar sein. Damals habe ich ihn als Idioten, Täter gesehen. Es hat Jahre gedauert, bis ich auch ihn verstehen konnte. Tatsächlich war es seine Art, nicht intellektuell, sondern existentiell, herauszufinden, ob und warum er gerade mit mir zusammen sein will. Es mag seltsam klingen, doch wir sind nicht nur diesem Ereignis, sondern allen unseren Krisen extrem dankbar. Denn wir sind nicht zusammen, um nett und gemütlich durchzukommen. Wir wollen beide frei sein.

(Zitate und Fragen können in Absprache mit dem Arkana Verlag verwendet werden ©Arkana Verlag)

Königin und Samurai

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