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Andreas Beerlage: Wolfsfährten – Das Special

DER WOLF – ein wildes Tier

So sieht er aus
Der Europäische Grauwolf (canis lupus lupus), der bei uns zu sehen ist, kann verschiedene farbliche Einschläge im Fell haben: gelblich, rötlich und braun. Die Unterseite der Schnauze und die Kehle sind heller, die Rückseiten der Ohren rötlich. Das Rückenfell trägt häufig einen schwarzen Sattelfleck. Schwarz sind oft auch die Schwanzspitze und die Vorderseiten der Beine. Die Ohren sind relativ kurz. Ein ausgewachsener Rüde wiegt über 40 Kilogramm bei einer Schulterhöhe von 60 bis 90 cm. Die Körperlänge von der Nasenspitze bis zum Rumpfende beträgt 120 cm. Die Weibchen (Fähen) sind etwas kleiner. Der Wolf ist im Vergleich zum Schäferhund weniger kantig, was im Sommerfell besonders deutlich zu sehen ist. Er hat einen geraden Rücken. Sein Schwanz ähnelt einem Staubwedel und hängt buschig in gerader Linie herunter. Ein freundliches Wedeln wie bei Hunden ist dem Wolf fremd.

Dafür lebt und stirbt er
Das Leben des Wolfes ist bestimmt durch Fressen und Schlafen. Ihn beschäftigt nichts so sehr wie seine Beute, die er braucht, um sich und die Familie satt zu bekommen. Wölfe sind Familientypen. Rüde und Fähe bleiben zusammen, bis der Tod sie scheidet. Die Familie (Rudel) besteht in der Regel aus ungefähr acht bis zehn Tieren, das sind die beiden Elternteile und die Jungtiere zweier Jahre. Eine Hierarchie oder ein Alphatier gibt es für sie nicht.
So wird ein Wolf aus ihm
Die Tragezeit der Fähe dauert 63 Tage, die Wolfswelpen kommen in einem Bau zur Welt, der selbst gegraben wird, wenn sich keine passende natürliche Höhle findet. Nur die Mutter hält sich in diesem Bau auf. Nach zwei Wochen beginnt die Grundausbildung: gehen, kauen, knurren. Die „Kleinen“ in der Wolfsfamilie stehen unter Aufsicht ihrer älteren Geschwister, den Jährlingen. Wenn die Eltern jagen gehen, übernehmen diese eine Art Babysitterfunktion und servieren manchmal sogar Babybrei: hochgewürgtes vorverdautes Futter. Sie sind die Nachkommen des Vorjahres und haben als Zwischenglied im Generationenwechsel eine wichtige Funktion. Mit zwei Monaten können die Welpen bereits richtig heulen und auch längere Strecken laufen. Mit einem halben Jahr beginnen sie, mit dem Rudel umherzuziehen, mit zehn Monaten können sie selbstständig jagen und ihre Beute mit einem gezielten „Drosselbiss“ töten.

Sein außergewöhnliches Ohr
Das Gehör des Wolfes ist von feinster HiFi-Qualität. In den unteren Bereichen hört er wie ein Mensch. Bei hohen Frequenzen hängt er uns jedoch um Längen ab. Der Wolf hört Werte zwischen 26.000 und 40.000 Hertz. Man sagt, dass Frequenzen leicht über 20.000 Hertz zum Beispiel durch ein Blätterrauschen verursacht werden. Das Heulen ihrer Artgenossen hören Wölfe bei guten Witterungsbedingungen über Entfernungen von mehr als zehn Kilometern hinweg.
Der Wolf im Energiesparmodus
Reserven zu konservieren und Kräfte zu sparen ist eine Kunstform des Wolfes. Man erkennt sie an der Art seiner Fortbewegung. Der Wolf macht keinen Umweg, er geht geradewegs von A nach B, sucht sich immer den kürzesten Weg. Ganz im Gegensatz zu seinen Verwandten, den Hunden, die sich alle paar Sekunden gern für eine neue Richtung entscheiden und im Vergleich mit dem Wolf wie Kinder durch die Welt laufen.

So schnell ist der Wolf unterwegs
Seine Gangart ist perfektioniert, elegant setzt er Pfote für Pfote voreinander. Die leicht kleinere Hinterpfote tritt genau in den Abdruck der Vorderpfote. Wenn ein ganzes Rudel gemeinsam unterwegs ist, passiert es häufig, dass alle Tiere eine gemeinsame Spur nutzen. Der Wolf läuft in einer „Reisegeschwindigkeit“ von acht bis zehn Kilometern in der Stunde. Im gestreckten Galopp erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h.

Die Wolfsfährte
Der erwachsene Wolf hinterlässt einen Pfotenabdruck von mindestens acht Zentimentern Länge. Er ist länglich und von ovaler Form, die vier Krallen sind gut zu erkennen. Die Spur verläuft in gerader Richtung.

Wolfsfährten

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