Matteo Strukul
© Dusty Eye 2016

Matteo Strukul

Matteo Strukul wurde 1973 in Padua geboren. Er hat Jura studiert und in Europäischem Recht promoviert. Seine Romane wurden für die wichtigen italienischen Literaturpreise nominiert. Strukul lebt mit seiner Frau Silvia abwechselnd in Padua, Berlin und Transsilvanien. In »Das Geheimnis des Michelangelo« bezieht er sich auf eine historische Sensation: 2009 fand der italienische Kunsthistoriker und Restaurator Antonio Forcellino heraus, dass Michelangelo Buonarroti, das Bildhauergenie der italienischen Renaissance, ein Mitglied der sogenannten „Spirituali“ war oder zumindest mit ihnen sympathisierte. Die „Spirituali“ waren eine häretische, also ketzerische Sekte, die die katholische Kirche erneuern wollte. Sie verfolgten das Ideal einer weniger machtpolitisch ausgerichteten und wieder spirituellen Kirche – Anliegen, die für den Vatikan äußerst gefährlich waren. Ein Beweis für die Nähe des Bildhauergenies zur ketzerischen Sekte ist z. B. sein berühmtes Grabmal für Papst Julius II. Eine Figur des Grabmals hält eine Fackel in der Hand, ein Synonym für das Licht der Wahrheit, das auch das Papsttum erleuchten sollte. Dass Michelangelo damals – erfolglos – dazu aufgefordert wurde, die Fackel zu entfernen, zeigt, dass seine Auftraggeber sie richtig als Symbol der „Spirituali“ gedeutet haben. Dieses sensationelle Forschungsergebnis von Antonio Forcellino hat Matteo Strukul nicht nur beeindruckt, sondern auch seine Fantasie angeregt: Michelangelo – ein Ketzer – das hätte sich der Autor selbst nicht besser ausdenken können. Und so hat Matteo Strukul „Das Geheimnis des Michelangelo“ geschrieben, einen großen historischen Roman, in dem er die wahre historische Sensation um den Bildhauer mit einer fiktiven Handlung verbindet.

Titelübersicht