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Rudolf Hamburger

Rudolf Hamburger

© Privat

Rudolf Hamburger, 1903 in Landeshut in Schlesien geboren, studierte Architektur, ehe er für den Geheimdienst der Roten Armee (GRU) arbeitete, unter anderem in Polen und China. 1943 nahmen ihn die amerikanischen Behörden in Teheran fest und übergaben ihn dem britischen Secret Service, der ihn zurück nach Moskau brachte. Dort wurde er mit dem berüchtigten Paragraphen 58,10 (»Machenschaften mit dem Ziel, die Sowjetmacht zu zerstören oder zu schwächen«) zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Erst 1955 gelang es ihm, in die DDR auszureisen. Dort arbeitete er wieder als Architekt und war vor allem an der Planung Hoyerswerdas beteiligt. Er war mit vielen Intellektuellen befreundet, unter anderem auch mit Brigitte Reimann, die ihn als »Landauer« in ihrem Buch »Franziska Linkerhand« verewigte. Seine Lagerhaft im GULAG blieb geheim bis kurz vor seinem Tod, als er den vorliegenden Bericht verfasste. 1980 starb Rudolf Hamburger in Dresden.

Sein Sohn Michael Hamburger, wurde 1931 in Shanghai geboren, studierte Philosophie in Aberdeen, ehe er 1951 in die DDR übersiedelte und fortan Physik in Leipzig studierte. Er arbeitete als freier Übersetzer und Journalist, von 1966 bis 1996 war er Dramaturg am Deutschen Theater. Er ist der gemeinsame Sohn von Rudolf Hamburger und Ursula Kuczynski, die in der DDR unter dem Autorennamen Ruth Werner einige Bücher veröffentlichte, u.a. das in der DDR außerordentlich bekannte Buch »Sonjas Rapport«. Michael Hamburger gibt die Gulag-Erinnerungen seines Vaters heraus.

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