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Bill Bryson - Eine kurze Geschichte von fast allem

Bill Bryson, der witzigste Reise- und Sachbuchschriftsteller der Welt bei Goldmann

Eine kurze Geschichte von fast allem

„Eine furiose, jederzeit amüsante und ungemein lehrreiche Sammlung, kurzum: ein phantastisches Buch.“ (Berliner Zeitung)

Wie groß ist eigentlich das Universum? Was wiegt unsere Erde? Und wer hat sie gewogen? Wie fühlt es sich an im Inneren einer menschlichen Zelle? Und wie ist es möglich, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, wie unsere Kontinente vor 600 Millionen Jahren aussahen - aber nicht einmal das Wetter für das nächste Wochenende vorhersagen können?
Auf die Beantwortung dieser und anderer Fragen hatte Bill Bryson in der Schule vergeblich gewartet: langweilige Schulbücher, staubtrockener Unterricht, unverständliche Theorien - die Naturwissenschaften blieben für ihn, wie für viele von uns, ein Buch mit sieben Siegeln. Also wandte er sich lieber der farbenfrohen Wirklichkeit zu, bereiste beim "Picknick mit Bären" die amerikanische Wildnis oder stellte sich beim "Frühstück mit Kängurus" den Gefahren des fünften Kontinents. Und wurde dabei zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Reiseschriftsteller unserer Zeit.

Doch die eine große Frage - warum alles so geworden ist, wie es ist, und woher wir das eigentlich wissen - ließ ihn nie wirklich los. Getrieben von seiner unersättlichen Neugier, wagte er sich schließlich auf seine bisher kühnste Reise: eine Reise durch Raum und Zeit und zu den spannendsten Problemen, für die die Wissenschaft bis heute eine Lösung sucht. Dass dies kein Wochenendausflug werden würde, war ihm klar, und so vergrub sich Bill Bryson nicht nur in den unerlässlichen Bücherbergen - von Newtons "Principia mathematica" bis hin zu den neuesten Forschungsergebnissen -, sondern ging auch bei den bedeutendsten Wissenschaftlern aus Geschichte und Gegenwart in die Lehre. Geologen, Chemiker, Paläontologen, Mathematiker, Astronomen und Physiker, Klimaforscher und Biologen: alle haben ihm Auskunft gegeben, haben ihm - wenn noch persönlich anzutreffen - ihre Forschungsergebnisse und Theorien erklärt und ihm nebenbei Gelegenheit zu hinreißenden Porträts einiger der genialsten, exzentrischsten und verrücktesten Persönlichkeiten gegeben, die die Menschheit je hervorgebracht hat. Und was bei anderen zum quälend langweiligen Betriebsausflug geworden wäre, geriet dem erfahrenen Weltenbummler zur atemberaubenden Abenteuerreise durch die Jagdgründe des menschlichen Wissens.

"Eine kurze Geschichte von fast allem" ist der Bericht dieser Reise, ein fundierter, lehrreicher, bisweilen hochkomischer und immer unterhaltsamer Ausflug in eine faszinierende Welt. Mit seinem neuen Buch hat Bill Bryson das scheinbar Unmögliche vollbracht: das Wissen von der Welt in dreißig Kapitel zu packen, die auch für den ganz normalen Leser verständlich sind, und das mit einem Witz und Charme, der den oft staubtrockenen Ton jüngst erschienener Bildungsbücher weit hinter sich lässt. Ein Buch, das garantiert ohne Vorkenntnisse zu lesen ist - und eine Einladung zum höchst vergnüglichen "Festmahl mit dem Universum". Noch nie war Wissenschaft fesselnder und unterhaltsamer und selten erfolgreicher: "Eine kurze Geschichte von fast allem" schaffte in England und Amerika auf Anhieb den Sprung an die Spitze der Bestsellerlisten - und wird bereits jetzt als Klassiker der modernen Wissenschaftsliteratur gefeiert.

"Köstlich-komisch und kompetent zugleich." (Focus)

Man nehme...
So beginnt Bill Brysons Rezept für ein Universum. Und anhand dieser Analogie erläutert er, wie aus einer Prise von diesem und jenem „in der Zeit, die man braucht, um sich ein Marmeladenbrot zu schmieren“ unser Universum entstanden ist. So handfest und praktisch sind viele seiner Erklärungsansätze, mit denen er Spaß am wissenschaftlichen Denken vermittelt.

Viele Zeitangaben und Zahlenwerte werden in Beziehung zu bekannten Größen gesetzt und dadurch fassbar, ohne an Eindrücklichkeit zu verlieren. Manche sprachliche Spielerei, die sich Bryson erlaubt, untermalt das Hörbuch durch entsprechenden Sound. Als Sonne, Mond und Erde entstehen, erklingt die sanfte Melodie einer Spieluhr. Schließlich sind das die Töne, die man mit Neugeborenen verbindet.

Das Wunder menschlichen Lebens schildert das Hörbuch in etwa so: Billionen von Atomen müssen sich auf komplizierte Weise freundschaftlich zusammenfinden und über rund 650.000 Stunden auf diese Weise verbunden bleiben – das ist eine andere Beschreibung des langen Lebens eines Individuums. Was genau Atome sind, die die Basis von allem bilden, erklärt Bryson natürlich auch.

Überraschende Einsichten
Im ausgehenden 17. Jahrhundert fand der britische Mathematikprofessor Isaac Newton heraus, dass die Erde keine Kugel ist. Damit kehrte er nicht zu der älteren Auffassung zurück, sie sei eine Scheibe. Vielmehr ging er über die Kugelform hinaus und bestimmte sie genauer, er fand nämlich heraus, dass unser Planet ellipsoid ist. In seinem Buch „Philosophiae naturalis principia mathematica“ veröffentlichte er eine Theorie der Bewegung von Körpern in Raum und Zeit. Newton verdanken wir demnach die drei Bewegungsgesetze und nicht zuletzt das Wissen, dass sich die Erde am Äquator leicht nach außen beult.

Wie das Wissen über die Entstehung des Universums gewachsen ist, wird anhand verschiedener Persönlichkeiten erzählt. Sie alle erforschten die Kräfte, die die Erde formen und suchten nach Anhaltspunkten dafür, wie man das Alter von Gesteinsschichten bestimmt. Zu ihnen gehören Charles Hutton und Charles Lyell, William Smith und endlich eine Frau: Mary Anning. Diese Gelehrten waren Geologen und/oder Mathematiker und befassten sich mit dem Gewicht und dem Alter der Erde. Sie haben bis heute gültige Grundlagen erarbeitet.

Die erste Berechnung des Erdgewichts unternahm 1774 der Astronom und Landvermesser Charles Mason mit Hilfe des Mathematikers Charles Hutton. Das Ergebnis wurde nur wenige Jahre später – 1797 – von Henry Cavendish revidiert. Dessen Ergebnis von gut 6 Milliarden Billionen Tonnen weicht erstaunlicherweise nur um ein Prozent vom heute gültigen Zahlenwert ab, obwohl es vor über 200 Jahren aufgestellt wurde.

Eine Prise Shakespeare in jedem von uns
Dann führt Bryson die bedeutende Rolle der Chemie vor Ohren. Die Materie ist aus Atomen aufgebaut; sie bilden die Grundlage der Chemie. Und auch der Mensch ist aus diesen Grundbausteinen aufgebaut. „Wir bestehen aus so vielen Atomen und werden nach dem Tod so vollständig wiederverwertet, dass eine beträchtliche Zahl unserer Atome – bis zu einer Milliarde pro Mensch – vermutlich einst zu Shakespeare gehörte.“ Atome sind so klein, dass eine halbe Million von ihnen sich nebeneinander hinter einem Haar verstecken könnte.

Daran, dass die Chemie sich als Wissenschaft etabliert hat, haben die Erfindung des Periodensystems 1869 durch Dmitrij Iwanowitsch Mendelejew und die Entdeckung der Radioaktivität Anfang des 20. Jahrhunderts durch Marie Curie wesentlichen Anteil. Bahnbrechend für das neue Jahrhundert wurden zudem die Gedanken Albert Einsteins, der sich mit dem Verhältnis von Masse und Energie beschäftigte. In seiner berühmten Formel
e = mc² brachte er die Erkenntnis auf den Punkt, dass es sich dabei um zwei verschiedene Erscheinungsformen derselben Phänomens handelt.

Daraus zieht Bryson das Fazit: „Als durchschnittlich großes Kind hast du in deinem Körper genug potenzielle Energie, um mit der Gewalt von mehreren riesengroßen Wasserstoffbomben zu explodieren – falls du das willst.“

Wäre die Erde ein Apfel...
Seine Formulierungen sind originell, seine Vergleiche lebensnah. Das hilft, sie sich zu merken. Die Kontinentalplatten bewegen sich so schnell, wie ein Fingernagel wächst: „rund zwei Meter in 80 Jahren.“ Und wenn es darum geht, sich den Abstand zum Erdmittelpunkt auszumalen, hilft das Apfel-Beispiel. Ein durchschnittliches Bergwerk reicht etwa 400 Meter in die Tiefe. „Wäre die Erde ein Apfel, hätten wir damit noch nicht einmal die Schale durchstoßen.“ Der Text besticht durch seine Einfälle – und das Hörbuch steht ihm in nichts nach. Die von Edward Hubble entdeckte Rotverschiebung wird durch ein akustisches Parallelphänomen verdeutlicht.

Um sich die zeitlichen Relationen der Evolution klar zu machen, nutzt Bryson das Bild der Uhr und beschreibt die rund 4500 Millionen Jahre Erdgeschichte als 24-Stunden-Tag.
„Der Planet Erde entstand um 1 Uhr nachts, ein heißer, giftiger, lebensfeindlicher Ort. Gegen 4 Uhr morgens tauchen die ersten Lebensformen auf. Bis fast 20 Uhr 30 hat die Erde nicht mehr zu bieten als eine Haut aus Mikroorganismen. [...] Kurz vor 22 Uhr sprießen an Land die ersten Pflanzen und kurz danach kommen die ersten Landtiere. [...] Kurz vor 23 Uhr trampeln die Dinosaurier auf die Bühne und bleiben etwa eine Dreiviertelstunde. 21 Minuten vor Mitternacht verschwinden sie wieder und das Zeitalter der Säugetiere bricht an. Eine Minute und 17 Sekunden vor Mitternacht schließlich tauchen die Menschen auf.“ Plastischer lässt sich das Evolutionsgeschehen nicht darstellen.

Der Mensch besitzt ebenso viele Gene wie Gras
Wie die Arten entstanden sind und wie Vererbung funktioniert, diese Einsichten haben wir Forschungen des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Ihre Objekte waren Erbsen, Fruchtfliegen und die Ausgrabungen von Skelettresten diverser Hominidentypen. Anhand genauer Beobachtungen und Aufzeichnungen wurden Genetik und Abstammungslehre begründet.

Bryson gelingt es nicht nur, Interesse an den einzelnen Entdeckungen zu wecken, er ermöglicht zudem eine grundlegende Orientierung, auf der sich aufbauen lässt. Selbst wer sich zuvor nicht für Naturwissenschaften erwärmen konnte, findet hier einen praktikablen Einstieg. Auch zur Vorbereitung auf das kommende Darwin-Jahr – Charles Darwins Geburtstag jährt sich 2009 zum 200. Mal – bekommt man hier gute Hinweise.

Wo auch immer man mit gescheiten Anmerkungen, spektakulären Vergleichen und erstaunlichen Kenntnissen glänzen will: „Eine kurze Geschichte von fast allem“ bietet unschätzbares Potential, mit dem man sich und Andere immer wieder in Erstaunen versetzen kann.

Ralph Caspers
„Schlaksig, "klugscheißernd", eine dicke Hornbrille – und trotzdem nett wie der große Bruder – so kennen und lieben ihn die Kinder im Fernsehen“ schrieb der mdr über Ralph Caspers, der 2002 sein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Diplom abschloss.

Längst ist er bei Kindern ein bekanntes und beliebtes Fernsehgesicht, nicht nur dank der Brille mit hohem Wiedererkennungswert. Doch er versteht es auch, sprachlich zu glänzen, wie er nicht zuletzt in seinen Hörbüchern beweist. Seit 1999 ist der 1972 auf Borneo geborene Caspers neben Armin Maiwald und Christoph Biemann einer der Moderatoren der „Sendung mit der Maus“. Im Fernsehsender KI.KA führte er in „QuasselCaspers“ durch die erste Talkshow für Kinder.

2001 übernahm der selbsternannte Klugscheißer mit Moderatorenkollegin Shari Reeves das Wissensmagazin „Wissen macht Ah!“ für das er auch Beiträge schreibt. Beide Moderatoren erhielten für „Wissen macht Ah!“ den Silver Screen Award in Los Angeles und den Goldenen Spatz. Seit 2005 wird diese Sendung sogar in China ausgestrahlt.

Eine kurze Geschichte von fast allem Blick ins Buch

Bill Bryson

Eine kurze Geschichte von fast allem

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