Leseprobe "Blind Date"

»Erzähl mir von dir«, sagt er und lächelt. Ein freundliches Lächeln, wie er hofft, weder zu breit noch zu schmal, sondern eins, das auf den trockenen, vielleicht sogar unkonventionellen Humor hindeutet, der ihr seiner Meinung nach gefallen würde. Er möchte sie mit seinem Charme bezaubern. Er möchte, dass sie ihn mag. Die junge Frau, die ihm an dem makellos gedeckten Tisch gegenübersitzt, zögert. Als sie spricht, ist ihre Stimme bebend und leise. »Was möchtest du wissen?« Sie ist schön: Ende zwanzig, eine Haut wie Porzellan, dunkelblaue Augen, langes braunes Haar und ein Dekolletee, das gerade genug vom Ansatz ihrer schönen Brüste sehen lässt. Genau wie angepriesen, was keineswegs immer der Fall ist. Normalerweise posten sie Fotos, die schon ein paar Jahre alt sind, und die Frauen selbst sind noch älter. »Nun, zunächst einmal wieso eine Dating-App? Ich meine, du bist hinreißend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du Probleme hast, Männer zu treffen, schon gar nicht in Boston.« Sie zögert erneut. Sie ist schüchtern, nicht selbstbezogen, sondern aufmerksam. Das gefällt ihm auch. »Ich dachte, es wäre ein Spaß«, sagt sie. »Alle meine Freundinnen machen es. Und ich war für eine Weile raus aus der Dating-Szene …« »Du hattest einen Freund.« Sie nickt. »Wir haben uns vor vier Monaten getrennt.« »Hast du dich von ihm getrennt?« »Nein, ehrlich gesagt. Er hat mich verlassen.« Er lacht. »Das finde ich schwer zu glauben.« »Er hat gesagt, er sei noch nicht bereit, sich zu binden«, fährt sie unaufgefordert fort. In ihren Augen stehen Tränen. Ein, zwei lösen sich und bleiben an ihren Wimpern hängen. Instinktiv streckt er die Hand aus, um sie abzuwischen, sorgfältig darauf bedacht, ihre Mascara nicht zu verschmieren. »Du vermisst ihn«, sagt er. »Nein«, erwidert sie hastig. »Eigentlich nicht. Nur manchmal ist es schwer. Ich glaube, ich vermisse es mehr, als Paar unterwegs zu sein, unsere Freunde …« »Wart ihr lange zusammen?« »Etwas mehr als ein Jahr. Und du?« Er lächelt. Sie gibt sich Mühe, denkt er. Obwohl er spürt, dass sie nicht mit dem Herzen bei der Sache ist. Aber manche Frauen kommen gar nicht darauf zu fragen. »Ich? Nein. Es ist schon eine Weile her, dass ich in einer ernsthaften Beziehung war. Aber wir sprachen von dir.«

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Solange du atmest 3D

Noch mehr Spannung von Joy Fielding:

Als Psychotherapeutin und mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages während einer Sitzung einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt. Ihre Schwester Melanie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, teilt ihr mit, dass jemand brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren zwölfjährige Tochter geschossen hat. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen.

Obwohl Robin zweifelt, dass es das Richtige ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, macht sie sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?

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Das Kribbeln begann in ihrer Magengrube, ein unbestimmtes Nagen, das in ihre Brust wanderte und sich dann nach oben und außen ausdehnte, bis es ihren Hals erreicht hatte. Unsichtbare Finger legten sich um ihre Kehle und drückten fest gegen ihre Luftröhre, sodass die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wurde, bis ihr schwindlig wurde.
Ich habe einen Herzinfarkt, dachte Robin. Ich kriege keine Luft. Ich sterbe.
Die Frau mittleren Alters, die ihr in der kleinen Praxis gegenübersaß, schien es gar nicht zu bemerken, so sehr war sie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Irgendwas mit einer dominanten Schwiegermutter, einer schwierigen Tochter und einem Mann, der sie nicht genug unterstützte.
Okay, reiß dich zusammen. Konzentrier dich. Schließlich zahlte die Frau – wie heißt sie noch, verdammt? – keine hundertfünfundsiebzig Dollar pro Stunde, um dafür mit leerem Blick angestarrt zu werden. Sie erwartete, dass Robin zumindest aufmerksam zuhörte. Man ging nicht zu einer Therapeutin, um ihr bei einem Nervenzusammenbruch zuzusehen.
Du hast keinen Nervenzusammenbruch, versuchte Robin, sich zu beruhigen, als sie die vertrauten Symptome erkannte. Es ist auch kein Herzinfarkt. Es ist eine Panikattacke, schlicht und einfach. Und nicht deine erste. Mittlerweile solltest du dich weiß Gott daran gewöhnt haben.
Aber das ist mehr als fünf Jahre her, dachte sie im nächsten Atemzug. Die Panikattacken, die sie früher beinahe täglich überfallen hatten, gehörten der Vergangenheit an. Doch die Vergangenheit lässt einen nie los. Heißt es jedenfalls immer.

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Leserstimmen

Gelungener Roman mit angenehmer Thrillerspannung

08.03.2018

Joy Fielding beweist auch in diesem Roman, wie ansprechend ihr Schreibstil ist. Das ganze Buch lässt sich flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so dahin.
Obwohl Solange du atmest nur als Roman ausgeschrieben wurde, enthält es durchaus eine angenehme Spannung, die an einen guten Thriller erinnert.

Die Hauptprotagonistin Robin kehrt in ihre Heimat zurück, da sowohl ihr Vater, als auch dessen Stieftochter Cassidy und Frau Tara (letztere ebenfalls ehemalige beste Freundin von Robin) bei einem vermeintlichen Raubüberfall angeschossen wurden.
Robins Schwester Melanie bringt schon ab dem ersten Moment keine Sympathie herüber, was meiner Meinung nach durchaus von der Autorin beabsichtigt war und mit vielen Zickereien und Streitereien zwischen den beiden Schwestern ausgeschmückt wurde.
Die schwerverletzte 12 jährige Cassidy hingegen schleicht sich sofort in das Leserherz und lässt um das Rätsel des Überfalls richtig mitfiebern. Denn schnell stehen die ersten Verdächtigen fest, nur stimmt der erste Eindruck?

Anfangs war ich gegenüber dem Buch etwas skeptisch, da es oft auf dem Thema Misstrauen herumritt, was besonders in Robins inneren Monologen deutlich wurde. Doch je weiter ich las, desto besser fügte sich alles mit der Handlung zusammen und ergab ein stimmiges Gesamtpaket. Insbesondere mit dem sehr überraschenden Ende wurde noch einmal deutlich wie gut es sein kann manches einfach öfter zu hinterfragen.

Solange du atmest ist für mich ein sehr gelungener und spannender Roman von Joy Fielding und bekommt meine Leseempfehlung.

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Unbedingt lesen!

Athesia Buch GmbH
Von: Heidi Haspinger
22.12.2017

Ein Familiendrama, wie es nur Joy Fielding erzählen kann. Voller Geheimnisse und versteckter Emotionen, die langsam ans Licht kommen. Alte Wunden brechen wieder auf und Eifersucht, Groll und Missverständnisse müssen aus dem Weg geräumt werden, damit diese langsam heilen können. Dramatisch, emotional, spannend und immer für eine Überraschung gut. Unbedingt lesen!

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Joy Fielding
© MARK RAYNES ROBERTS

Joy Fielding: eine der unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas

Joy Fielding, so sagt ihre Geburtsurkunde, wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren – was sie allerdings scherzhaft bezweifelt: "Ich glaube, meine Mutter hat da einen Fehler gemacht. Ich kann nicht glauben, dass ich schon so alt bin."

Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder – bei einem Drehbuch über Muttermord. Ihre Eltern sind nicht sonderlich begeistert, doch sie schreibt weiter. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Der Psychothriller "Lauf, Jane, lauf!" (1991) markiert das Ende der Schauspielerei und ihren literarischen Durchbruch.

Ihre folgenden Bücher werden ebenfalls zu internationalen Bestsellern: Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 12 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada und in Palm Beach, Florida.

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