Boris Koch: »Der Drachenflüsterer - Die Feuer von Arknon« (Heyne fliegt)

Boris Koch sucht immer etwas Neues

Manchmal steht man auf dem Schlauch. Manchmal kürzer, und manchmal ziemlich lang. So war es bei mir bei der Ideenfindung zum neuen Drachenflüsterer-Roman. Im ersten Teil hatte ich die Drachen vorgestellt, sowie den Orden der Drachenritter und die Haltung des verbreiteten Hellwahglaubens zu den geflügelten Wesen. Ich erzählte von Bens Gabe und seiner Einstellung zu den Drachen.

Im zweiten Band wollte ich dann nicht nur eine weitere Geschichte schreiben, sondern auch eine andere Sicht auf die Drachen zeigen, und so bekamen die Ketzer ihren Platz. Neben den Rittern, Ben und allen anderen.
Im dritten Teil wollte ich wieder eine andere Gesellschaftsschicht zeigen, die mit Drachen zu tun hat: Reiche Händler. Ihnen wurden Drachen vom Orden für Verdienste verliehen, es waren Reittiere und Statussymbole in einem.
Ich hatte nie lange darüber nachdenken müssen, es hatte sich bei den Überlegungen zur Geschichte einfach organisch ergeben. Aber für den vierten Teil? Nichts.

Ich grübelte und grübelte, jedoch vergeblich. Dabei wäre es offensichtlich gewesen. Aber – wie gesagt – manchmal steht man auf dem Schlauch. Jahrelang machte ich es mir dort so richtig bequem. Ich hatte ja noch andere Geschichten, die ich erzählen wollte.Und dann, ganz unvermittelt, stolperte ich irgendwie vom Schlauch, als mir die Figur der Cathe einfiel. Eine Jungfrau des Ordens! Natürlich!

Eine von den jungen Frauen, die der Orden an Pfähle fesselte, um Drachen anzulocken. Neben den Rittern gab es kaum einen anderen „Beruf“, der so unmittelbar mit Drachen verknüpft war. Doch was war ihre gesellschaftliche Stellung? Wie wurden sie ausgewählt und von wem? Wer wollte diese seltsame Aufgabe freiwillig übernehmen? Wie war das Verhältnis der Jungfrauen zu ihren Rittern, die sie erst fesselten und dann (hoffentlich) retteten? Sofort hatte ich zahlreiche Fragen im Kopf, denen ich nachgehen wollte.

Natürlich waren Jungfrauen des Ordens schon zuvor aufgetaucht, aber wirklich viel Raum hatten sie nicht bekommen. Noch gab es vieles zu ihnen zu erzählen. Und damit hatte ich meine „Neuen“ gefunden. Und damit sie gleich etwas zu tun bekamen, schickte ich sie erst einmal ins Kloster, wo sie im Fesseln und durchdringenden Hilfeschreien unterrichtet wurden. Das klang zwar seltsam, aber was sollte man von einem Orden erwarten, der Drachen die Flügel abschlug, um sie zu befreien?

Der Drachenflüsterer - Die Feuer von Arknon

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