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Breanna Teintze im Interview zu »Gebieter des Todes«

Dynamisch, witzig und originell: Ein Fantasydebüt mit einer besonderen Note Humor.

Breanna Teintze
© Privat
Bitte stellen Sie sich uns mit einer kurzen Vita vor:
Ich stamme gebürtig aus Wyoming und habe meinen Mann an der Universität kennengelernt. Wir haben zusammen drei Kinder und wohnen in einer Kleinstadt in den Bergen im US-Bundesstaat Idaho.

Was ist Ihr gelernter Beruf bzw. üben Sie aktuell neben dem Schreiben noch eine weitere berufliche Tätigkeit aus?
Ich bin studierte Krankenschwester und arbeite nach wie vor in diesem Beruf.

Würden Sie uns ein wenig von sich persönlich erzählen – von Ihren Hobbys, Ihrer aktuellen Lebenssituation, Ihrem Traum vom Glück …?
Ich gehe gern wandern, mache Crossfit (eine Sportart, in der unter anderem Hanteln, aber auch Gymnastikübungen eine Rolle spielen), stricke gern, lese (natürlich!), höre und mache gern selbst Musik. Mein Leben fühlt sich derzeit an, als rase es und zwar mit zwei-, dreifacher Geschwindigkeit! Die meiste Zeit verbringe ich damit, mit meinen sehr umtriebigen Kindern Schritt halten zu wollen, und bei dem Versuch, nichts Wichtiges zu vergessen. Ich habe diverse Ziele im Leben, aber im Augenblick konzentriere ich mich hauptsächlich darauf, das nächste Buch zu schreiben und unseren Familienurlaub in Hawaii im kommenden Jahr zu planen.

Womit kann man Sie wütend machen und richtig auf die Palme bringen?
Brutalität.

Verraten Sie uns bitte fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Ich liebe es, Holz zu hacken, und bin darin auch richtig gut.
2. Die ganze Welt liebt Heidelbeeren – außer mir. Ich mag sie einfach nicht.
3. Ich habe ein annähernd fotografisches Gedächtnis, was aber bei Weitem nicht so hilfreich ist, wie man vielleicht denkt.
4. Ich habe eine Glutenunverträglichkeit und kann daher weder Brot essen noch Bier trinken, was ich sehr schade finde.
5. Ich habe nie ein Harry-Potter-Buch gelesen. Ich war im falschen Alter, als sie rauskamen, und hatte dann irgendwie nie mehr die Gelegenheit. (Ich weiß, ich weiß!)

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich kann mich ehrlich gesagt an keine Phase in meinem Leben erinnern, in der ich nicht geschrieben hätte – so albern sich das vielleicht anhören mag. Meiner Mutter zufolge habe ich früh lesen gelernt (und kann mich auch nicht daran erinnern, je nicht dazu imstande gewesen zu sein), und mit den Schreiben muss ich recht bald danach angefangen haben.

Was inspiriert Sie und wie finden Sie Ihre Themen?
Normalerweise kommt mir völlig unwillkürlich ein Szenario oder eine Figur in den Sinn – ein richtig lebendiger Gedanke, der sich dann oftmals zur Eingangsszene in einem Buch entwickelt. Die Figur macht mich dann so neugierig, dass ich mich frage, was ihr wohl alles widerfahren sein könnte, und daraus entwickelt sich dann die Geschichte.

Bitte fassen Sie in wenigen Sätzen Ihr aktuelles Buch zusammen:
»Gebieter des Todes« handelt davon, Menschen, die man liebt, zu retten, ohne dabei die ganze Welt zu zerstören (oder sich selbst). Im Grunde ist es eine leichtfüßige Fantasy-Spielerei voller Magie, bissigem Humor, Geisterbeschwörungen und ein paar schlechten Entscheidungen. Ein Leser meinte mal, das Buch hätte ihn ähnlich gut unterhalten wie damals 1999 der Film »Die Mumie«.

Was bzw. welche Szene darin war am schwierigsten zu schreiben?
Ich habe immer dann Schwierigkeiten, wenn Figuren leiden, besonders wenn sie gefühlsmäßig leiden. Ich bin ein ganz schöner Feigling – ich hänge an meinen Figuren und will sie deshalb nicht verletzen!

Haben Sie eine Lieblingsszene?
In »Gebieter des Todes« gibt es eine Szene, in der Gray und ein Nekromant miteinander verhandeln und versuchen, den jeweils anderen übers Ohr zu hauen. Ich mag solche Szenen, in denen zwei gewitzte Charaktere miteinander in den Ring steigen, und ich bin sehr zufrieden, wie die Geschehnisse sich dann weiterentwickelt haben.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Corcoran Gray, die Hauptfigur, mag ich womöglich am liebsten – er ist dieser leicht getriebene, 26-jährige Zauberer, der unbedingt das Richtige tun will und dabei spektakulär versagt. Er ist derjenige, der mich zu der gesamten Geschichte inspiriert hat.

Gibt es bestimmte geografische Orte, zu denen Sie und Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Die Magie, die Gray einsetzt, verursacht eine Art Vergiftung, daher versucht er in einem fort, die körperlichen Begleiterscheinungen zu überstehen, während er seinen Job macht. Ich habe selbst ein paar chronische Erkrankungen und weiß, wie es ist, wenn man sich über den Schmerz hinwegsetzen muss, um seine Ziele zu erreichen.

Hat Ihr aktuelles Buch autobiografische Züge bzw. lassen Sie persönliche Erfahrungen in die Geschichte einfließen? Beruht Ihr Buch auf wahren Begebenheiten?
Gray ist leicht verkrampft, kein sonderlich guter Gesellschafter und kämpft in gewissen Situationen mit der Moral. Ich hoffe sehr, dass ich nicht genauso schlimm bin wie er, aber wir haben durchaus ein paar Eigenschaften gemeinsam. (Zum Glück bin ich aber eindeutig weniger impulsiv als Gray.)

Wie haben Sie für ihr aktuelles Buch recherchiert?
Ich bin im Rahmen eines Familienurlaubs im Sequoia-Nationalpark gewesen und habe die Crystal Cave besichtigt, was sich als sehr spannend und hilfreich erwiesen hat, weil ein Teil des Romans unter der Erdoberfläche spielt. All diese Nebentunnel und -wege zu sehen, die Touristen gar nicht erst betreten dürfen, hat mir sehr dabei geholfen, eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie enorm groß Tunnel- und Höhlensysteme sein können. (Man darf dort keine Fotos machen, weil das Blitzlicht Flora und Fauna der Höhle beeinträchtigt.)

Möchten Sie Ihren Lesern mit Ihrem aktuellen Buch eine bestimmte Botschaft mitgeben?
Ich will eigentlich gar nicht belehren, sondern eher unterhalten. Aber natürlich hat jeder im Leben die unterschiedlichsten schweren Momente. Wenn mein Buch dabei helfen kann, für ein paar Stunden den Sorgen und Nöten zu entfliehen und sich nach der Lektüre belebt und gut zu fühlen, dann bin ich schon zufrieden.

Ein kurzer Gruß an Ihre Leser*innen:
Hallo! Danke, dass Sie zu »Gebieter des Todes« gegriffen haben. Ich hoffe, Sie mögen die Figuren und ihre extrem schlechten Entscheidungen genauso gern wie ich! Viel Spaß beim Lesen!

GENRE