101 Nacht

Aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museums

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Hardcover
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Bibliophile Ausgabe mit Samtüberzug, Goldfolienprägung und Schmuckfarbdruck

Ein literarischer Sensationsfund: Die Arabistin Claudia Ott hat eine 800 Jahre alte Handschrift entdeckt – und damit ein gutes Dutzend funkelnagelneuer, bislang gänzlich unbekannter Schahrasad-Geschichten! Die betörende kleine Schwester von »1001 Nacht« feiert nun zweieinhalb Jahre nach dem Fund Weltpremiere. Eines der imposantesten Klassikerereignisse der letzten Jahrzehnte!



Edle Ritter und listige Bösewichte, Beduinen und Großwesire, Lindwürmer und Jungfrauen – die Figuren von »101 Nacht« haben eine dichterische Unmittelbarkeit und Frische, die auf Anhieb bezaubert. 2010 von Claudia Ott aus den Beständen des Aga Kahn Museums geborgen, wird die andalusische Handschrift von 1234 nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – sachkundig übersetzt, sorgfältig ediert und bibliophil veredelt.

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 in der Kategorie Übersetzung!

»›Hundertundeine Nacht‹ ist kein Extrakt aus ›Tausendundeine Nacht‹, sondern ein eigenes Werk von großem Reiz.«

Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012

Aus dem Arabischen von Claudia Ott
Hardcover, 336 Seiten, 19,0 x 29,0 cm
mit Faksimiles des arabischen Originals
ISBN: 978-3-7175-9026-2
Erschienen am  11. Oktober 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

101 Nacht

Von: C. Widmann

28.10.2018

Lieber Leser, Scheherazade oder Schahrasad muss nur hundert Nächte lang erzählen in diesem Band. Die Rahmenhandlung ist eine andere. Auch von den Märchen kommen nur zwei so ähnlich vor in der großen Schwester "1001 Nacht". Die kürzere Sammlung stammt aus dem arabischen Spanien: aus Al-Andalus. Sie entführt uns in einen geheimnisvollen Osten, der für ihre Erzähler genauso weit entfernt war wie für uns. Die ersten Geschichten enttäuschen ein wenig. Sie mäandern über die Seiten, und man weiß nicht, in welches Meer sie münden sollen. Irgendwann ist eine zu Ende und eine neue fängt an, ohne dass man sie richtig voneinander unterscheiden könnte. Eine spannende Geschichte hören wir erst in der vierundvierzigsten Nacht. Dann aber folgt eine auf die andere. Schrieben und ordneten die Araber in Al-Andalus ihre Sammlungen nach dem Grundsatz: Das beste zum Schluss? Auf die Märchen folgt ein ausgiebiges Nachwort von Claudia Ott. Sie erzählt von der Handschrift aus dem Aga Khan Museum, von der Entstehung der beiden Sammlungen "1001 Nacht" und "101 Nacht", von den Schwierigkeiten und Eigenarten der Übersetzung. Die beiden großen arabischen Märchensammlungen scheinen ihre Wurzeln im alten Indien zu haben. Ihrerseits haben sie die westlichen Geschichten und Heldenepen geprägt. Das "Spieglein, Spieglein an der Wand" kam über viele Umwege aus buddhistischen Büchern zu uns herüber. Nur eine Frage bleibt offen über "101 Nacht": Warum bekommen wir die erste deutsche Übersetzung erst jetzt? Hochachtungsvoll Christina Widmann de Fran

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Vita

Claudia Ott, geb. 1968, studierte Orientalistik in Jerusalem, Tübingen und Berlin, wo sie mit einer Arbeit über arabische Epik und Handschriftenkunde promoviert wurde, sowie anschließend arabische Musik (Rohrflöte/Nay) in Kairo. Sie war seit 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Assistentin an den Universitäten Berlin (FU) und Erlangen-Nürnberg; seit 2011 unterrichtet sie auch an der Universität Göttingen. Vortragsreisen führten sie u.a. nach Kairo, Beirut, Wien, Yale und Harvard. Ihre 2004 erschienene Neuübersetzung von "Tausendundeine Nacht" nach der ältesten arabischen Handschrift machte sie weit über die Grenzen ihres Faches hinaus bekannt. 2011 wurde Claudia Ott für diese Übersetzung mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur-und-Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet. 2008 erschien "Gold auf Lapislazuli - Die 100 schönsten Liebesgedichte des Orients". Seit 2007 ist Claudia Ott Jury-Vorsitzende des Coburger Rückert-Preises. Claudia Ott ist Mitglied mehrerer internationaler Ensembles für orientalische Musik und Chorleiterin des Martinschors Beedenbostel. Mit szenischen Lesungen, Lesekonzerten mit orientalischer Musik oder Konzertlesungen mit Sinfonieorchester öffnet sie im gesamten deutschen Sprachraum neue Türen für die arabische Literatur.

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Zitate

»Eine üppige Zeitreise in die phantastische Welt von 101 Nacht

NDR1 – Bücherwelt, 04.12.2012

»Die Geschichten sind schnörkelloser als die Geschichten aus ›Tausendundeine Nacht‹ und mit Perlen der Poesie durchwirkt.«

Stuttgarter Nachrichten, 14.11.2012

»Ein Füllhorn wird über uns ausgeschüttet und wir sehen staunend auf betrügende und betrogene Männer, lüsterne und listige Frauen, Mädchen, schön wie der volle Mond.«

dradio.de, 25.11.2012

»Ein Meilenstein der europäischen Leitkultur und ein Fest für Leser!«

ARD – druckfrisch (16. Dezember 2012)

»Nicht nur von der bibliophilen Gestaltung her ein Prachtband – noch mehr sind es die Texte, die dieses Buch zu einer echten Perle machen.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Diese Geschichten zu lesen, im Buch zu stöbern, das macht Spaß, weil Ott die Texte in ein gegenwärtiges, aber nie modernistisches Deutsch gebracht hat.«

taz - die tageszeitung, 28.09.2013