1965 - Der erste Fall für Thomas Engel

Kriminalroman

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Nichts ist je vergessen – ein grausamer Leichenfund in einer Ruine bei Düsseldorf führt die Ermittler zurück in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte ...

Düsseldorf, 1965: Für den jungen Kommissar Thomas Engel ist die Stadt am Rhein der verheißungsvolle Beginn eines neues Lebens. Als er zum ersten Mal ein Konzert der Rolling Stones sieht, gibt es für ihn kein Weg zurück, die Provinz liegt weit hinter ihm. Er stürzt sich in das Leben und in seine Arbeit, die ihm gleich einen spannenden Fall beschert. Ein junges Mädchen wird in der Ruine Kaiserswerth tot aufgefunden. Engel versteht nicht, dass seine Kollegen nicht gleich die Spur verfolgen, die geradewegs in die dunklen 1930er Jahre führt. Versucht man etwas vor ihm zu verheimlichen, und warum will niemand sehen, was so offensichtlich auf der Hand liegt?
Zeitgeschichte und gleichzeitig spannender Kriminalroman: der Beginn einer Reihe um den jungen Kommissar Thomas Engel.

»Fulminanter Auftakt einer neuen Krimireihe.«

Münchner Merkur (18. April 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0719-0
Erschienen am  02. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Dieses Buch spielt in: Düsseldorf, Deutschland

Leserstimmen

Von: Ulrich Kratzenberg aus Viersen

08.05.2020

Gut gechriebenes Zeitzeugnis einer wenig beachteten Epoche und ihrem Umgang mit der noch nahen Vergangenheit. Lesenswert, spannend!

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1965

Von: Manuela Hahn

18.04.2020

Klappentext: Düsseldorf, 1965: Für den jungen Kommissar Thomas Engel ist die Stadt am Rhein der verheißungsvolle Beginn eines neuen Lebens. Als er zum ersten Mal ein Konzert der Rolling Stones sieht, gibt es für ihn kein Weg zurück, die Provinz liegt weit hinter ihm. Er stürzt sich in das Leben und in seine Arbeit, die ihm gleich einen spannenden Fall beschert. Ein junges Mädchen wird in der Ruine Kaiserswerth tot aufgefunden. Engel versteht nicht, dass seine Kollegen nicht gleich die Spur verfolgen, die geradewegs in die dunklen 1930er Jahre führt. Versucht man etwas vor ihm zu verheimlichen, und warum will niemand sehen, was so offensichtlich auf der Hand liegt? Der Klappentext klingt wirklich gut, ich mag historische Krimis und in letzter Zeit habe ich viele Krimis gelesen die in der jüngeren deutschen Vergangenheit spielen, als ich auf 1965 aufmerksam wurde lag es nahe, dass ich das Buch lesen muss. Die Handlung hat meine Erwartungen auch vollständig erfüllt, der junge Thomas Engel kommt 1965 durch die Beziehungen seines Onkels Kommissar Strobels zur Kriminalpolizei nach Düsseldorf und gerät in einen Sumpf aus Lügen und alten Naziseilschaften. Thomas ist ein Landei, zu der Zeit mit 21 gerade einmal volljährig, sieht er zunächst nicht was in seiner Umgebung alles falsch läuft, Spuren an Tatorten werden verfälscht oder ganz beseitigt und die Arbeit eines Kollegen der die Nazivergangenheit der Angehörigen der Polizei aufdecken soll torpediert. Als Thomas durch Zufall ein kleines vergewaltigtes und ermordetes Mädchen findet und die Mordermittler das Verbrechen vertuschen und als Unfall darstellen, ermittelt er auf eigene Faust. Die Story ist gut, sie erzählt von den Verbrechen der Nazis und deren Mitläufern, von Massenmorden an Juden, Homosexuellen und politisch anders denkender und der schwierigen Gratwanderung der Kriminalpolizei während der Nazidiktatur, die sich zum Großteil nicht der Gestapo unterordnen wollte, die recht schaffend Kriminalfälle aufklären wollte, was aber zum Großteil nicht gelang, es sei denn die Beamten wollten sich selbst in Gefahr bringen. Und wir erfahren etwas vom Leben nach dem Krieg, vom Kuppelparagraphen der Thomas noch in Schwierigkeiten bringt, von der Willkür der Polizei und den immer noch an hohen Positionen sitzenden Nazi. Zu Beginn schrieb ich Thomas sei ein Landei, aber das trifft es nicht ganz. Thomas ist ein Kind seiner Zeit, er gehört zu der Generation, die zu Recht sagen durfte. Das habe ich nicht gewusst. Denn man weiß nur was man auch erzählt oder gezeigt bekommt und so gut wie niemand hat seinen Kindern von der Zeit der Nazis erzählt, Thomas erste richtige Begegnung mit dieser Zeit hat er im Kino in der Wochenschau. Thomas Christos hat viele Themen in seinen ersten Roman gepackt: Naziverbrechen, Kindesmissbrauch und auch die Anfänge der Jugendproteste in Deutschland, leider hat er dabei zu wenig auf die Beschreibungen seiner Protagonisten geachtet, sie bleiben fast alle Klischees, die nette Prostituierte, der freundliche, fröhliche, schwule Kneipenwirt, Thomas als unbedarfter Polizeianfänger, Kommissare mit zwielichtiger Vergangenheit, eine skrupellose Reporterin, es sind alle Charaktere da die einen guten Krimi ausmachen und doch würde man niemanden wirklich vermissen, außer Thomas natürlich, sie sind austauschbar. Für ein früheres Buch, das mir diesen Eindruck vermittelte, habe ich einen Ausdruck gefunden, der ziemlich genau trifft, was ich meine: Show don't tell. Auf anderen Seiten für Rezensionen muss ich Sterne vergeben, in diesem Fall wären es 3, für die Grundidee die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen zu lassen, für das Verbrechen an sich und für den Versuch dem Leser die Zeiten nahezubringen. Für den Schreibstil kann ich leider so gar keine Sternchen geben, er hat mir nicht gefallen. Würde ich trotzdem noch mal ein Buch rund um Thomas Engel lesen? In der Hoffnung das der Autor an seinem Schreibstil feilt. Ja, denn ich bin wirklich neugierig was Thomas noch so alles erlebt.

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Vita

Thomas Christos ist das Pseudonym des Drehbuchautors Christos Yiannopoulos. 1964 kam er als Sohn griechischer Gastarbeiter nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Pädagogik in Düsseldorf und schrieb bereits mit 24 Jahren sein erstes Drehbuch, das auch verfilmt wurde. Danach war er hauptsächlich Drehbuchautor für das Fernsehen und wirkte an vielen erfolgreichen Produktionen mit. Unter anderem wurde er für seinen Film »Schräge Vögel« für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Er lebt zurzeit in Düsseldorf.

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Pressestimmen

»Unheimlich spannend!«

OK! (26. Februar 2020)

»Christos‘ Roman ist mehr als nur ein klug konstruierter Krimi, er zeichnet auch ein Sittenbild des Deutschlands vor 1968, wo alte Nazi-Größen immer noch gedeckt wurden und jeder Rolling-Stones-Fan als Rowdy galt.«

Freundin (04. März 2020)

»Der Autor macht ein Stück Zeitgeschichte greifbar, das noch gar nicht so lange her ist.«

Wienerzeitung.at (06. Februar 2020)

»Der spannende Auftakt einer neuen Krimireihe mit einem ungewöhnlichen Ermittler. […] Vielversprechend und lesenswert.«

Ruhr Nachrichten (01. April 2020)