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(Hrsg.)

70 - DER SPIEGEL 1947–2017

Kundenrezensionen (2)

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€ 36,00 [A] | CHF 45,50*
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Gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-421-04770-0

Erschienen: 11.01.2017
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Das Buch zum großen SPIEGEL-Jubiläum

Am 4. Januar 1947 startete der 24-jährige Journalist Rudolf Augstein zusammen mit Gleichgesinnten den abenteuerlichen Versuch, im kriegszerstörten und von der Nazi-Hetze zerfressenen Deutschland ein Nachrichtenmagazin nach angloamerikanischem Vorbild zu erschaffen. Mit immer neuen Enthüllungsgeschichten, Reports, scharfen Analysen und sinnlichen Reportagen ist daraus in den folgenden Jahrzehnten DER SPIEGEL geworden, der in der Welt als Stimme eines demokratischen Deutschland geschätzt und im Lande als Leitmedium der vierten Gewalt respektiert, verehrt, verachtet und gefürchtet wird. Zum ersten Mal zeichnet dieses Buch den Aufstieg des Nachrichtenmagazins nach, indem es die wichtigsten Scoops, Essays und Storys aus sieben Jahrzehnten dokumentiert oder kuratiert. So entsteht ein Spiegelbild von Weltgeschichte und deutscher Gesellschaft, wie es nur DER SPIEGEL liefern kann.

"70 Jahre Spiegel" - br.de

"Wie der Spiegel wurde, was er ist" - haz.de

Klaus Brinkbäumer (Herausgeber)

Klaus Brinkbäumer, geboren 1967, ist Chefredakteur des SPIEGEL. Nach Stationen bei verschiedenen Zeitungen, darunter »Abendzeitung«, »Berliner Kurier« und »Focus«, wechselte Brinkbäumer 1993 zum SPIEGEL, wo er für die Ressorts Sport, Deutschland, Ausland und Gesellschaft arbeitete und vier Jahre lang als Korrespondent aus New York berichtete. 2011 wurde Brinkbäumer zunächst Textchef, dann stellvertretender Chefredakteur, im Januar 2015 schließlich Chefredakteur des SPIEGEL. In dieser Funktion nimmt er auch die Aufgaben des Herausgebers bei SPIEGEL ONLINE wahr. Für seine journalistische Arbeit wurde er u. a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Henri-Nannen-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet, 2015 wählte ihn das »medium magazin« zum »Chefredakteur des Jahres«. Brinkbäumer ist Autor mehrerer Bücher, bei DVA erschien »Die letzte Reise. Der Fall Christoph Columbus« (2004).

29.05.2017 | 20:00 Uhr | Hannover

Gespräch mit Klaus Brinkbäumer und Giovanni di Lorenzo
Moderation: Hendrik Brandt (Chefredakteur der HAZ)

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Literarischer Salon
Königsworther Platz 1
30167 Hannover

07.06.2017 | 19:30 Uhr | Berlin

Vortrag und Gespräch

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Mehr Infos

Urania
An der Urania 17
10787 Berlin

Tel. 030/2189091

Gebundenes Buch, Pappband, 480 Seiten, 21,0 x 28,0 cm
Mit zahlreichen farbigen Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04770-0

€ 34,99 [D] | € 36,00 [A] | CHF 45,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 11.01.2017

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Umfassendes informatives und aufklärendes Werk über sieben Jahrzehnte Berichterstattung.

Von: Isa Datum: 20.02.2017

wwwbookwoman.blogspot.com

Man kann die Zeitschrift Der Spiegel lieben oder hassen - dieses Dokumentationswerk ist als Informationswerk über sieben Jahrzehnte deutsche Nachrichtengeschichte für jeden Leser gleichermaßen empfehlenswert.
Das knapp 480 Seiten umfassende Werk ist in 6 große Zeiträume untergliedert:
1947-1963, 1964-1975, 1976-1987, 1988-1998, 1999-2005 und 2006-2017. Der aufmerksame und gebildete Leser wird feststellen, dass es sich hier um die Regierungsspannen der Bundeskanzler und der Bundeskanzlerin handelt.
Als Aufmacher für jeden Hauptteil sind auf einer Doppelseite die besten Spiegel-Cover aus der entsprechenden Zeitschiene abgebildet. Im Anschluss daran werden die Schlagwörter aufgelistet, über die das Kapitel ausführlich berichten wird. Als Beispiel für die Passage 'Kohl und Einheit': Amigos - Spenden - Stasi - Vater Graf - Jan Ullrich - und viele mehr. Das gefällt mir sehr gut, da man sich schnell und unkompliziert in diesem Brocken zurechtfinden und orientieren kann.
Diese Stichwörter sind in zwei Gruppen sortiert: 'Scoops und Skandale' und weitere.
Scoop bedeutet im Journalismus eine exklusive Meldung, die in dem Fall Der Spiegel früher als andere Medien verbreitet hat. Diese Berichterstattungen werden den übrigen Reportagen vorgezogen.
Abgegrenzt werden diese beiden Kapitel durch ausgewählte wenige Bilder auf einer Einzelseite. Abgesehen davon ist das Werk bilderlos gestaltet und es wird sich auf die Wirkung der Sprache konzentriert.
Alles in allem ein interessantes, informatives und aufklärendes Buch, das nicht nur Der Spiegel - Liebhaber begeistern wird.

Hoch die Tassen: DER SPIEGEL wird 70

Von: Inas Bücherkiste Datum: 27.01.2017

inasbuecherkiste.blogspot.de

Am 4. Januar 1947 wurde in Hannover eine neue Wochenzeitschrift aus der Taufe gehoben: Der nur 23 Jahre alte Rudolf Augstein wurde von drei britischen Offizieren der Militärregierung damit beauftragt, ein Nachrichtenmagazin nach dem Vorbild der britischen „News Review“ herauszubringen. Augstein fiel zunächst kein passender Name ein, aber sein Vater hatte spontan die richtige Idee: DER SPIEGEL.
Eine Woche nach seinem runden Geburtstag erschien am 11. Januar 2017 das Buch zum Jubiläum: 70 – Der Spiegel 1947–2017, herausgegeben vom aktuellen Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. Konrad Adenauer bezeichnete den SPIEGEL als „Schmierblatt“, Willy Brandt schimpfte „Scheißblatt“ und Herbert Wehner war sogar der Meinung „Ein Blatt, weiter gar nichts“. Deutlich selbstbewusster ging Franz Josef Strauß mit dem Nachrichtenmagazin um, zumal ihn mit Rudolf Augstein eine gut gehegte und gepflegte Hassliebe verband: Dem Zitat „Was wäre der SPIEGEL ohne mich?“ ist nichts hinzuzufügen.

Bevor überhaupt auf die Geschichte eines der ältesten Wochenblätter Deutschlands zurückgeschaut wird, erinnert sich Brinkbäumer in seinem Vorwort an den 4. November 2008. An diesem Tag gewann mit Barack Obama der erste afroamerikanische Kandidat die Wahl um das Amt des Präsidenten der USA. Brinkbäumer beschreibt, welche Hoffnungen sich damals mit Obamas Sieg verbunden hatten. „Yes, we can“ wurde zu einem Slogan, der um die Welt ging. Acht Jahre später wendete sich mit dem Sieg von Donald Trump das Blatt: Unter der massiven Zuhilfenahme von Twitter und Facebook gelang es ihm, seine demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton auszustechen, obwohl er sich eine soziale Grenzüberschreitung nach der anderen geleistet hatte. „Postfaktisch“ wurde danach zu einem neuen Schlagwort, dessen Bedeutung sich am einfachsten mit „nur auf Gefühlen, aber nicht auf Fakten beruhend“ übersetzen lässt. Brinkbäumer versteht den SPIEGEL wie schon zu Zeiten seiner Gründung als ein Medium, das die Dinge als das benennt, was sie sind: Rassisten sollen als solche bezeichnet werden, das gleiche gilt für Lügen. Ein hehrer Anspruch, der die Redaktion in den vergangenen 70 Jahren vor immer neue Herausforderungen gestellt hat.

70 - DER SPIEGEL 1947-2017 ist in sieben Abschnitte aufgeteilt, für jede Dekade einer. Auf einer Doppelseite werden zunächst die 32 besten Cover des Jahrzehnts abgebildet. Die Gründungsnummer 1 aus dem Jahr 1947 zeigte eine Person, die schon damals kaum bekannt war und heute völlig vergessen ist: Es ging im Heft um das Ziel Österreichs, künftig nicht mehr in vier Besatzungszonen aufgeteilt zu sein und staatlich souverän zu werden. Das Foto zeigte den Gesandten Österreichs Dr. Ludwig Kleinwächter, der im Augenblick der Aufnahme vor dem Weißen Haus seinen Hut zieht. Das Foto wird vielen bekannt vorkommen, die Geschichte dahinter wohl eher nicht.
Ähnlich ist es auch, wenn man weiter durch dieses Buch blättert: Es enthält neben zahlreichen Fotos von wichtigen oder bekannten Szenen oder Persönlichkeiten sehr umfangreiche Texte zu einzelnen Themen, die zum jeweiligen Zeitpunkt in aller Munde waren. Viele davon sind im Laufe der Zeit in den Hintergrund gerückt oder schlicht vergessen worden. Andere sind in der Erinnerung so präsent, als seien sie erst gestern passiert. 70 - DER SPIEGEL 1947-2017 gehört nicht zu den Büchern, die man von vorne bis hinten durchliest. Es ist eher ein sehr anschaulich und lebendig geschriebenes Geschichtsbuch, das auch für diejenigen interessant sein dürfte, die normalerweise keine SPIEGEL-Leser sind. Klaus Brinkbäumer hat für die Texte keine alten Artikel wieder „aufgewärmt“, sondern zu jedem ausgewählten Thema einen neuen Text geschrieben. Die Redaktion hatte sich für diese Art der Darstellung entschieden, weil der Abdruck einzelner Artikel oft aus dem Zusammenhang gerissen wirken kann und sich im Einzelfall der Sinn dahinter nicht erschließen würde. In den neu verfassten Texten wird berichtet, erklärt und auch ein Blick auf die eigenen Fehler geworfen. Immer wieder finden sich jedoch auch Artikel, die von Personen stammen, die sich über den SPIEGEL nicht immer gefreut haben. So hat zum Beispiel Willy Brandt, der zur Beisetzung des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy nach Washington gereist war, über sein letztes Gespräch mit dessen Witwe berichtet.
70 – Der Spiegel 1947–2017 ist ein wichtiges Zeitdokument, was auch gewichtig daherkommt: Mit mehr als 1,8 kg Gewicht hat es eindeutig kein Handtaschenformat mehr.

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