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Achtzehn Hiebe Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87563-7

Erschienen:  26.02.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Alles begann mit den Liebesgeschichten zwischen zwei britischen Soldaten und zwei jüdischen Mädchen im Palästina des Jahres 1946.

Eitan Einoch ist Taxifahrer im heutigen Tel Aviv. Als junger Mann machte er Karriere in der Hightech-Branche, dann hat er innerhalb einer Woche drei Terroranschläge überlebt und wurde kurzfristig berühmt. Nun, zehn Jahre später, ist er geschieden, fiebert den Tagen entgegen, an denen er seine Tochter sehen darf, geht an zwei Abenden die Woche zum Boxen und unterhält seine Fahrgäste. Doch alles ändert sich, als er den Auftrag bekommt, eine charmante alte Dame täglich zum Friedhof zu fahren. Die Lebensgeschichte von Lotta Perl fasziniert ihn, und jeden Tag erfährt er ein bisschen mehr über ihre große Liebe zu dem britischen Soldaten, den sie gerade begraben hat, und über das Leben in Palästina kurz vor der Gründung des Staates Israel. Als Lotta plötzlich spurlos verschwindet, will Eitan herausfinden, was geschehen ist, jetzt, in Tel Aviv, und damals in Haifa …

»Spannung und Atmosphäre verbinden sich in Assaf Gavrons ›Achtzehn Hiebe‹ zu kriminalistischer Exzellenz.«

Heinz Sichrovsky / News (06.04.2018)

Assaf Gavron (Autor)

Assaf Gavron wurde 1968 geboren, wuchs in einem Dorf nahe Jerusalem auf, studierte in London und Vancouver und lebt heute mit seiner Familie in Tel Aviv. Er hat mehrere Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht, wurde ausgezeichnet u.a. mit dem Bernstein-Preis und dem Prix Courrier, und ist in Israel Bestsellerautor.


Barbara Linner (Übersetzerin)

Barbara Linner, geb. 1955 in München, studierte Judaistik, Orientalistik und südosteuropäische Geschichte. Sie ist Übersetzerin von u. a. David Grossman, Batya Gur, Judith Katzir, Jehoschua Kenaz, Etgar Keret, Joshua Sobol.

»Spannung und Atmosphäre verbinden sich in Assaf Gavrons ›Achtzehn Hiebe‹ zu kriminalistischer Exzellenz.«

Heinz Sichrovsky / News (06.04.2018)

»Ein Kriminalroman, der sich nah an der heutigen Gegenwart bewegt und dabei doch viel über unzerstörbare Bindungen eines langen Lebens erzählt.«

Volker Kaminski / qantara.de (05.04.2018)

»Assaf Gavron beschäftigt sich in seinen Büchern mit Politik und deren Auswirkungen auf den Alltag seiner Heimat. Dabei ist sein Blick unverstellt, differenzierend und offen.«

Münchner Merkur (20.03.2018)

»Wie in seinen früheren Romanen spielt Gavron auch in "Achtzehn Hiebe" mit der Genre-Literatur, setzt also gezielt die Spannungselemente des Krimis ein, ohne dabei aber oberflächlich zu werden.«

Wolfgang Popp / Ö1 (26.02.2018)

»Ein Werk, das alle großen Motive der Erzählkunst aufgreift und genau die richtige Mischung aus Spannung und Emotionen meistert.«

Maria Nowotnick / Buchkultur (13.02.2018)

28.07.2018 | 18:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch

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Jüdisches Museum Berlin, Glashof
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin

30.07.2018 | 20:00 Uhr | Kiel

Lesung und Gespräch
im Rahmen des "Literatursommer 2018"
Moderation: Stefan Mesch
Eintritt: 8 € / 5 € erm.
VVK: Literaturhaus Schleswig Holstein, Tel.: 0431/579 68 40 und Litera – Weinkultur und Schöne Bücher, Tel.: 0431/895 00 39

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31.07.2018 | 20:00 Uhr | Dersau

Lesung und Gespräch
im Rahmen des "Literatursommer 2018"
Moderation: Stefan Mesch
Eintritt: VVK 10 € / AK 12 €
VVK: Buchhandlung Schneider Plön, Tel.: 04522-749900; Touristinfo Dersau, Tel.: 04526-680; Schmidt´s Augenblick Augenoptik Ascheberg; Tel.: 04526-338281

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Dorfgemeinschaftshaus Dersau
Redderberg 7a
24326 Dersau

01.08.2018 | 19:00 Uhr | Garding

Lesung und Gespräch
im Rahmen des "Literatursommer 2018"
Moderation: Stefan Mesch
Eintritt: 7 €
Infos unter Tel.: 0151-25207006

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Altes Rathaus Garding
Enge Straße 5
25836 Garding

Weitere Informationen:
Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V.
25836 Garding

02.08.2018 | 20:00 Uhr | Neumünster

Lesung und Gespräch
im Rahmen des "Literatursommer 2018"
Moderation: Stefan Mesch
Eintritt: 8 € / 5 € erm.
VVK unter Tel.: 04321-407632

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Stadtbücherei
Wasbeker Straße 14-20
24534 Neumünster

Weitere Informationen:
Festivalbeirat der Stiftung Schleswig-Holstein Musikfestival
23552 Lübeck

03.08.2018 | 18:00 Uhr | Lübeck

Lesung und Gespräch
im Rahmen des "Literatursommer 2018"
Moderation: Stefan Mesch
Lesung der deutschen Texte: Birgit Kubasch
Eintritt: 6 €
Infos unter Tel.: 0451/3703-0

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Hanse-Residenz Lübeck
Eschenburgstraße 39
23568 Lübeck

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Hebräischen von Barbara Linner
Originaltitel: Schmone-esre malkot
Originalverlag: Sifrei alijat hagag/Jediot acharonot/Sifrei chemed

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87563-7

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  26.02.2018

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Chance vergeben - leichte Unterhaltung

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung  aus Bad Kissingen Datum: 16.05.2018

https://www.facebook.com/buchbesprechung

Eitan Einoch war schon die Hauptfigur in „Ein schönes Attentat“, dem 2008 veröffentlichten Debütroman des inzwischen als Bestseller-Autor gerühmten israelischen Schriftstellers Assaf Gavron (50). Zehn Jahre später spielt Eitan Einoch wieder die Hauptrolle in Gavrons neuem Roman „Achtzehn Hiebe“, im Februar beim Luchterhand-Verlag erschienen. Auch wenn auf die Ereignisse des Debütromans stellenweise Bezug genommen wird, ist der neue Roman keine Fortsetzung.
Es ist ein im heutigen Tel Aviv spielender, unterhaltsamer Krimi, dessen Vorgeschichte sich 1946 vor der Staatsgründung Israels zugetragen hat, als die Briten noch das Mandat über Palästina hatten. Inzwischen ist Eitan Einoch selbständiger Taxifahrer, der seine Fahrgäste mit Anekdoten zur Geschichte Israels unterhält. Er ist geschieden, Vater einer kleinen Tochter, um die er sich liebevoll an zwei Wochentagen kümmert. Eines Tages erhält er den Auftrag, eine liebenswerte 85-jährige Dame, die sich ihm als Lotta Perl vorstellt, täglich zum Friedhof zu fahren, wo ihr kürzlich verstorbener Jugendfreund begraben liegt. Eitan erfährt ihre Lebens- und Liebesgeschichte: Als 17-Jährige hatte sich das jüdische Mädchen verbotenerweise in einen britischen Soldaten verliebt, ebenso ihre Freundin. Nach 66 Jahren hatte sich das Quartett nun wiedergetroffen. Lotta ist überzeugt, ihr Jugendfreund sei ermordet worden. Als Eitan Einoch beginnt, gemeinsam mit seinem Freund Bar diesem Verdacht nachzugehen, finden sie Lotta Perl tot im Bett. War es Mord?
Im Laufe der locker und durchaus humorig erzählten Kriminalhandlung erfahren wir in mehreren Rückblicken Atmosphärisches und Wissenswertes aus der Zeit des Mandats: Die Briten waren bei den Juden verhasst und wurden von zionistischen Untergrundorganisationen bekämpft. Neben der Todesstrafe gab es bei den Briten auch die Prügelstrafe, die dem Roman seinen Titel gibt. Die Untergrundkämpfer revanchieren sich auf dieselbe Art, nehmen britische Soldaten gefangen und rächen sich an ihnen mit der Lederpeitsche. Eines Abends trifft es auch Lottas Freunde.
Bedauerlicherweise verzettelt sich Assaf Gavron in seinem Roman, der eigentlich interessante Ansätze hat. Doch wird in den Rückblicken ins Jahr 1946 das Alltagsleben der Juden unter britischer Verwaltung recht oberflächlich behandelt, auch kommen die mit ihnen verfeindeten Palästinenser überhaupt nicht vor. Es stimmt sicher, was Lotta Perl sagt, dass sich die Liebenden nicht um Politik gekümmert haben. Dennoch hätte der israelische Autor in seinem Roman auf die Historie seines Heimatstaates intensiver eingehen müssen. Auch die Handlung in heutiger Zeit wird bei Gavron nicht wirklich zum richtigen Krimi, sondern plätschert seitenweise fröhlich und in manchen Absätzen sogar trivial vor sich hin.
„Achtzehn Hiebe“, vom Thema her ein passender Roman zum 70.Jahrestag der Staatsgründung Israels, verspielt diese Chance. Es hätte ein spannender Krimi vor historischem Hintergrund werden können. So bleibt es ein austauschbarer Unterhaltungsroman, eine bunte Mischung aus Liebe, Enttäuschung und Verrat, Schuld und Verbrechen. Die anfängliche Spannung und Erwartung, aufgelockert durch eine Prise Humor, verflacht mit zunehmender Seitenzahl. Und: Wozu braucht es eigentlich die in Einzelheiten geschilderten Bettszenen? Sie tragen nichts zur Sache bei, sondern mindern noch das Niveau dieses Romans. Schade! Ich hatte vom neuen Buch des mehrfach ausgezeichneten Bestseller-Autor mehr erwartet.

Im Taxi durch Tel Aviv

Von: Leserella Datum: 03.05.2018

www.leserella.de

Eitan ist 44 einviertel Jahre alt, lebt in Tel Aviv und verdient sein Geld als Taxifahrer. Vor einigen Jahren war er kurzzeitig berühmt, weil er drei Terroranschläge in kürzester Zeit überlebt hat. Aber davon will er eigentlich nichts wissen, das Wichtigste in seinem Leben ist seine Tochter Noga, die er aber nicht jeden Tag sieht, weil er von ihrer Mutter Dutschy getrennt lebt.



Eines Tages fährt er eine ältere Dame zu einer Beerdigung und ab diesem Tag jeden Tag zum Friedhof. Sie heißt Lotta Perl und behauptet, der Tote wäre ermordet worden und der Mörder hätte es auch auf sie abgesehen. Eitan und sein Freund überlegen sich gerade, ob sie in dem Fall ein wenig ermitteln wollen, als Lotta plötzlich verschwindet.



Bei ihren Ermittlungen stoßen Eitan und Bar nicht nur auf eine Liebesgeschichte, die sich vor über 60 Jahren ereignete, sondern auch auf ein Stück israelische Geschichte. Kann es sein, dass der Groll von damals bis heute nachwirkt?



Beim Lesen dieses Romans wurden mir wieder viele Bildungslücken bewusst. Es gab viele Worte, die ich nicht kannte, religiöse Begriffe oder im Zusammenhang mit der Geschichte Israels. Da habe ich richtig gemerkt, wie fremd mir dieses Land und die Kultur sind und ich konnte einiges dazu lernen.



Besonders lesenswert ist dieses Buch durch die Hauptfigur: Eitan ist eine Art liebenswürdiger Loser. Er bleibt mit dem Taxifahren eigentlich unter seinen Möglichkeiten, ist ein kleiner Chaot, ein toller Vater und etwas hilflos mit den Frauen. Zusammen mit seinem Freund Bar, der immer alles erst bei Wikipedia checkt, sind sie ein schrulliges Ermittlerduo. Irgendwie sind mit die beiden richtig ans Herz gewachsen.



Die Handlung hat also etwas krimi-mäßiges, aber sie auch lustig, manchmal etwas derb. Außerdem erfährt der Leser viel über die britische Mandatszeit in Israel. Eine wilde Mischung, die tatsächlich funktioniert! Und am Ende ist es dann eigentlich gar nicht mehr so wichtig, wer wen ermordet hat. Die Handlung schwächelt zwischendurch mal etwas, aber das kann man dem Buch verzeihen.


Ach Eitan, ich werde Dich vermissen. Ich kann „Achtzehn Hiebe“ an alle weiterempfehlen, die schräge Stories gerne mögen.

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