Adrian hat gar kein Pferd

Bilderbuch ab 5 Jahren
Gewinner des Bilderbuchpreises Huckepack 2020

Mit Illustrationen von Corinna Luyken
Ab 5 Jahren
(4)
Hardcover
15,00 [D] inkl. MwSt.
15,50 [A] | CHF 21,90 * (* empf. VK-Preis)

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Wer mit dem Herzen sieht, findet Schönheit

Von der Kraft der Fantasie handelt dieses besondere Bilderbuch und davon, wie wichtig es ist, Mitgefühl für andere zu haben. – Immer wenn Adrian von seinem Pferd mit der goldenen Mähne erzählt, dem schönsten und besten auf der ganzen Welt, ärgert sich Zoe. Denn Adrian hat doch gar kein Pferd! Wo soll es bitteschön leben, in seinem kleinen, schäbigen Haus mit dem winzigen Vorgarten etwa? Je mehr Adrian in den höchsten Tönen von seinem Pferd schwärmt, desto wütender wird Zoe. Doch dann macht sie eine verblüffende Entdeckung: Adrian mag vielleicht kein echtes Pferd haben, aber in seiner Fantasie ist alles möglich. Zoe muss es nur sehen wollen.

»Behutsam geht es um Armut, Außenseitertum und die Kraft der Fantasie. Wenn Adrian loslegt, explodieren Farben auf den Seiten und vertreiben das kalte Weiß. Toll!«

Eltern family (12. Februar 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Originaltitel: Adrian Simcox does not have a horse
Originalverlag: Penguin, US
Mit Illustrationen von Corinna Luyken
Hardcover, Pappband, 40 Seiten, 21,0 x 27,0 cm
Mit fbg. Illustrationen
ISBN: 978-3-570-17647-4
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Eine sehr bewegende Geschichte

Von: Mona und Adriana von a_sky_full_of_books_n_stories

29.03.2020

Mit „Adrian hat gar kein Pferd“ ist ein sehr spezielles Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren bei uns eingezogen. Zum einen unterscheidet es sich von der Optik her von vielen anderen Bilderbüchern, da die Farben alle in Gelb- und Brauntönen gehalten werden. Aber auch die Geschichte ist ein wenig anders als gewohnt. Denn es geht um Mitgefühl, soziale Unterschiede, Außenseitertum und insbesondere Fantasie. Es ist ein Buch, das Klein und Groß zum Nachdenken anregt. Adrian Simmer, der junge mit den roten Haaren, ist Zoe ein Dorn im Auge. Adrian erzählt jedem von seinem superschönen Pferd mit der goldenen Mähne und dem weißen Fell, aber Zoe weiß doch ganz genau, dass er lügt. Und das reibt sie ihm und allen anderen auch jedes Mal unter die Nase, sobald Adrian von seinem Pferd spricht. Adrian macht das sehr traurig und erst als Zoes Mutter mit ihr einen besonderen Spaziergang macht, entdeckt sie die Wahrheit hinter Adrian und seinem Pferd… Ich muss wirklich sagen, dass ich Tränen in den Augen hatte, als ich dieses Buch gelesen habe. Es geht um ganz viel Fantasie, denn davon besitzt Adrian jede Menge. Ansonsten lebt er sehr arm in einem kleinen, heruntergekommenen Haus gemeinsam mit seinem Opa. Zoe hingegen führt ein Leben, das so ganz anders ist als Adrians und sie kann und vor allem will ihn nicht verstehen, warum er solche Lügen verbreitet. Dabei meint Adrian es alles andere als böse. Es ist seine Flucht, sein Ausweg aus seinem Leben. Er tat mir sehr leid. Meine Tochter hat anschließend das Buch alleine gelesen. Der Text ist einfach gehalten und lässt sich wunderbar lesen. Die Geschichte regt zu nachdenklichen Diskussionen ein. Toll fanden wir, als Zoe mitfühlend reagiert und mit Adrian zu spielen anfängt. Sie erkennt seine Fantasie und macht schließlich bei seiner Geschichte rund um das schönste Pferd der Welt mit. Herzergreifend! Ein wirklich sehr nachdenklich stimmendes Buch über einen Jungen, der ein besonderes Talent besitzt: Fantasie! Punkte sammeln auf Antolin nicht vergessen!

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„Adrian hat gar kein Pferd“ …oder doch?

Von: SimoneD

15.01.2020

„Adrian Simmer erzählt jedem, der ihm zuhört, dass er ein Pferd hat. Manche Kinder glauben ihm. Ich aber nicht.“ Adrians Mitschülerin Zoe beobachtet den Jungen mit den roten Haaren ganz genau und erzählt uns, was sie sieht. Erzählt vom kleinen Haus, in dem Adrian mit seinem Opa wohnt. Von den Löchern in seinen Schuhen. Von seinem unordentlichen Schulpult. Sie versteht nicht, warum es niemandem etwas ausmacht, dass dieser Junge lügt. Bis ihre Mama beim gemeinsamen Gassigehen mit dem Familienhund einen anderen Weg einschlägt als sonst. Sie in einer Gegend landen, in der die Häuser wirken „als ob sie jeden Moment zusammenbrechen würden.“ Und plötzlich sind sie da. Bei Adrian. Nirgends ein Pferd…oder doch? Mitten im Trubel der Frankfurter Buchmesse fiel mir „Adrian hat gar kein Pferd“ in die Hände. Hüllte mich in seine warmen Farben. Verzauberte mich geradezu. Corinna Luykens Illustration nahm mich vollkommen ein. Diese Kinder, die sich mit verschränkten Armen gegenüberstehen. Der eine, seine geballte Vorstellungskraft im Rücken. Die andere kalt, wertend. Und doch beide auf Augenhöhe. Ganz still wurde es um mich herum, während ich in diesem wundervollen Buch blätterte. Wie treffend mein erster Eindruck war, realisierte ich schnell. Dieses berührende Bilderbuch zeigt ganz unaufgeregt, dass oft mehr hinter einer Lüge steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Dass man Mitgefühl und Verständnis manchmal den Vortritt vor Wahrheit und Aufklärung geben sollte. Dass nicht immer alles in Richtig und Falsch, Schwarz oder Weiß sortiert werden kann. Je mehr sich Zoe auf Adrian einlässt, desto mehr Farben sieht sie. Bis auch sie sein Pferd sieht. Und erkennt, welch weiten, bunten Blick die Fantasie gewehrt. Auch wenn ich eine Verfechterin von Ehrlichkeit und Aufklärung bin, immer meine Probleme mit dem Kinderbuchklassiker „Frederick“ hatte (nein, Gedichte und Erzählungen schützen nicht vor dem Hungertot und man kann auch sehr sinnliche Erfahrungen sammeln, wenn man Nüsse aufhebt oder durchs Korn streift!) – „Adrian hat gar kein Pferd“ weckt nur warme Gefühle in mir. Zwar kann ich Zoe in ihrem tugendhaften Eifer im Kampf um die Ehrlichkeit extrem gut verstehen. Gerade als sie kleinere Kinder aufklärt, bin ich im Grunde bei ihr. Denn ja, es stecken nicht immer friedlich-bunte, harmlose Fantasiegestalten dahinter, wenn Große versuchen Kleinere durch Lügen zu beeindrucken. Aber die Botschaft für mehr Verständnis, für Empathie, Mitgefühl und Offenheit schlägt mein Misstrauen hier bei Weitem. „Adrian hat gar kein Pferd“ ist ein Plädoyer für die atemberaubende Vorstellungskraft des Menschen und dafür, dass manchmal etwas wahr ist, auch wenn es nicht real ist. Dieses wundervolle Bilderbuch lehrt, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen. Wie gut es tut, sich in andere hineinzuversetzen und zu versuchen, durch ihre Augen zu schauen.

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Vita

Marcy Campbell lebt in Ohio mit ihrer Familie und ihrem kleinen Zoo geretteter Tiere. Ihre Texte für Erwachsene wurden in Zeitschriften und namhaften Magazinen veröffentlicht. Sie wuchs auf einer Farm mit Kühen, Hühnern, Katzen und Hunden auf, aber ein Pferd hatte sie nie. »Adrian hat gar kein Pferd« ist ihr erstes Bilderbuch.

www.marcycampbell.com

Zur AUTORENSEITE

Uwe-Michael Gutzschhahn studierte Anglistik und Germanistik. Er arbeitete viele Jahre als Verlagslektor und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in München. Für sein Gesamtwerk als Übersetzer wurde er 2018 mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

www.gutzschhahn.de

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Corinna Luyken stammt von der Westküste Amerikas, wo sie in verschiedenen Städten aufwuchs. Nach ihrem Studium am Middlebury College fand sie ihre Heimat in Washington State. Ihre Bilderbücher sind schon mehrfach und auch international ausgezeichnet worden. Inspiration findet sie in der Natur, ihrer Familie und in Menschen allgemein.

www.corinnaluyken.com

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Pressestimmen

»Botschaft: Es ist in Ordnung, sich ein anderes Leben herbeizufantasieren. Ein wirklich tolles Bilderbuch, auch noch für Schulkinder.«

»In der kleinen Geschichte geht es um Ehrlichkeit, um Großzügigkeit, Mitgefühl, um soziale Unterschiede und ums Verzeihen.«

Luna (21. Oktober 2019)

»Herrlich feinsinnig illustriert, eine besondere Geschichte.«

Bezirksblätter Tirol (27. November 2019)

»Rührendes Bilderbuch über menschliche Vorstellungskraft.«

Tipi (17. Dezember 2019)

»Ein sehr umsichtig aufgebautes Bilderbuch, das hilft, die verschiedenen Schattierungen zu erkennen und nicht alles schwarz oder weiß zu sehen.«

»Eine kleine philosophische Reise und die Macht der Fantasie. Toll!«