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Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10206-0

Erschienen: 11.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 15
Spiegel Hardcover Sachbücher

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Was hat Alexander von Humboldt, der vor mehr als 150 Jahren starb, mit Klimawandel und Nachhaltigkeit zu tun? Der Naturforscher und Universalgelehrte, nach dem nicht nur unzählige Straßen, Pflanzen und sogar ein »Mare« auf dem Mond benannt sind, hat wie kein anderer Wissenschaftler unser Verständnis von Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind, geprägt. Die Historikerin Andrea Wulf stellt in ihrem vielfach preisgekrönten – so auch mit dem Bayerischen Buchpreis 2016 – Buch Humboldts Erfindung der Natur, die er radikal neu dachte, ins Zentrum ihrer Erkundungsreise durch sein Leben und Werk. Sie folgt den Spuren des begnadeten Netzwerkers und zeigt, dass unser heutiges Wissen um die Verwundbarkeit der Erde in Humboldts Überzeugungen verwurzelt ist. Ihm heute wieder zu begegnen, mahnt uns, seine Erkenntnisse endlich zum Maßstab unseres Handelns zu machen – um unser aller Überleben willen.

"Keiner hat die Welt so gesehen wie er: Alexander von Humboldt. Ihm hat Andrea Wulf eine wunderbare, eine herrlich zu lesende, monumentale Biografie gewidmet. Eine glänzende Lektüre, ein Abenteuerspielplatz des Geistes."

Denis Scheck in ARD "druckfrisch" (20.11.2016)

Andrea Wulf (Autorin)

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt seit anderthalb Jahrzehnten in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, ihr Buch "The Brother Gardeners" wurde u.a. für die Longlist zum Samuel Johnson Prize nominiert. Sie schreibt u.a. für "Wall Street Journal", "Sunday Times", "New York Times", "Guardian" und "Times Literary Supplement" und arbeitet zudem regelmäßig für die BBC. 2012 erschien ihr Buch "Die Jagd auf die Venus".

"Keiner hat die Welt so gesehen wie er: Alexander von Humboldt. Ihm hat Andrea Wulf eine wunderbare, eine herrlich zu lesende, monumentale Biografie gewidmet. Eine glänzende Lektüre, ein Abenteuerspielplatz des Geistes."

Denis Scheck in ARD "druckfrisch" (20.11.2016)

"Wulf gelingt es in dieser faszinierenden Lebensbeschreibung, einerseits das weltreisende Universalgenie plastisch werden zu lassen. Andererseits aber auch Brücken ins Hier und Heute zu schlagen."

Denis Scheck in ARD "druckfrisch" (07.05.2017)

"Das Sachbuch des Herbstes. Mit einer Sprache ganz von heute macht Wulf Humboldt zum spannenden Zeitgenossen und bringt durch ihre faszinierende Erzählkunst den Leser dazu, es Humboldt nachzutun. Unglaublich, dass einem Buch so etwas gelingt."

ZDF "aspekte" (28.10.2016)

"Dieses Meisterwerk der Erzähl- und Recherchekunst berichtet von einem der inspirierendsten Forscher der jüngeren Geschichte. Es lohnt sich, seine Sicht auf die Welt zu verstehen."

Die Zeit (15.12.2016)

"Humboldts Reisen und das Relief des Chimborazo als 'Naturgemälde', Mensch, Werk, alles in einem Buch."

Die Zeit (24.11.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Hainer Kober
Originaltitel: The Invention of Nature
Originalverlag: John Murray (Hachette), London 2015

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
8 S. Farbbildteil, 69 s/w-Abb. im Text, 3 Karten

ISBN: 978-3-570-10206-0

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 11.10.2016

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Ein unglaubliches Portrait über einen Mann, der die ganze Welt verändert hat

Von: Bücherliebe99 Datum: 26.08.2017

https://buecherliebe99.wordpress.com/



„Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ ist ein Sachbuch über den Entdecker und Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt. Die Autorin stellt das Leben dieses Mannes in chronologischer Form da und geht dabei detailliert auf Personen ein, die Humboldts Leben geprägt und beeinflusst haben. So erfährt man viel über den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts und wichtige Persönlichkeiten dieser Zeit, mit der HUmboldt in Kontakt stand. Zum Beispiel ist ein ganzes Kapitel der Beziehung zwischen Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe gewidmet. Wer sich nun denkt, das Buch sei ein langweiliges Buch über einen Mann, der nur ein wenig die Welt bereist hat, irrt sich.

Der Schreibstil von Andrea Wulff ist unglaublich interessant. So erschafft Wulff ein Portrait, das interessant, realistisch und Detailreich ist. Der Schreibstil ist in keiner Art und Weise langweilig, sondern weckte beim Lesen nur noch mehr Interesse. Das einzige, was mich ein wenig störte, waren die philosophischen Abschnitte.

Aber ansonsten hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Man hat genau das bekommen, was der Titel vor raus sagt: Man lernte den berühmten Humboldt besser kennen aber bekam auch einen guten Einblick in die Beschaffenheiten der Natur, die er erforschte. Außerdem wurde ich von dem Genre „Sachbuch“ positiv überrascht, denn bislang dachte ich immer, Sachbücher wären trocken und nur auf die Wissensvermittlung und nicht die Unterhaltung ausgesetzt, was in diesem Fall nicht so war.

Meine Bewertung: 9/10

Wissenschaft unterhaltsam

Von: Burgherr Datum: 10.04.2017

meinblogistmeineburg.blogspot.de/

So erfolgreich und unterhaltsam Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" auch gewesen sein mag, die tatsächliche Bedeutung Humboldts hat mir das Buch nicht nachdrücklich vermittelt. Doch dafür gibt es "Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur".

Die Historikerin Andrea Wulf hat mit diesem Buch einem der letzten Universalgelehrten ein weiteres kleines Denkmal gesetzt. In biografischer Manier werden die relevanten Lebensstationen und Reisen Humboldts geschildert. Es lohnt sich, diese anhand der Karten im Buch nachzuvollziehen. Mir fällt es schwer mir vorzustellen, wie sich Reisen im frühen 19. Jahrhundert gestalteten. Ich vermute verspätete ICE waren da noch die kleineren Herausforderungen. Umso mehr Achtung habe ich nun nach der Lektüre des Buchs vor Humboldts Lebensleistung. Und die Tiefe und Breite seiner Erkenntnisse sind unfassbar. Er erkannte bereits Zusammenhänge, die von aktuellen Staatspräsidenten geleugnet werden.

Humboldt war ein echter Weltbürger: Von belesenen Landsleuten wie Goethe geschätzt, ein regelmäßiger Ansprechpartner für US-Präsident Thomas Jefferson und ein angesehener Wissenschaftler in der ganzen Welt, vor allem aber in Paris und London.

Erkenntnisreich für den Leser sind auch die direkten und indirekten Verbindungen zu anderen einflussreichen Personen. Simón Bolívars Kampf für Unabhängigkeit in Südamerika wurde durch Humboldt ebenso befeuert wie Charles Darwins Entwicklung der Evolutionstheorie. Henry David Thoreau und George Perkins Marsh (einer der ersten Umweltschützer der USA) ergötzten sich an seinen Werken, sowie Ernst Haeckel (dem "Erfinder" der Wortes Ökologie und seiner Bedeutung) und John Muir, der für Nationalparks wie den Yosemite kämpfte.

Etwas gewöhnungsbedürftig sind die zahlreichen Quellenverweise, aber ansonsten liest sich das Buch flüssig und stellenweise gar fesselnd. Man könnte sich natürlich von dem Umfang (560 Seiten) abschrecken lassen. Der Epilog endet allerdings auf Seite 420 und die Quellenangaben ab Seite 439 lesen sich wirklich schnell. ;-)

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