Alles richtig gemacht

Roman

Hardcover
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Freunde kommen, Freunde gehen, Freunde bleiben

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.

Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

»Eine ungemein unterhaltsame Lektüre. … Vor allem aber, und das ist die größte Stärke des Romans, lässt Sander den Lauf der Geschichte durch seine Figuren hindurchfließen.«


Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60667-3
Erschienen am  19. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Rostock, Deutschland

Leserstimmen

Freundschaft

Von: Buchwoerter

17.11.2019

Vor ein paar Tagen feierten wir erneut die Wiedervereinigung! Keine trennende Mauer, kein gespaltetes Land und unterschiedlichen politischen Systeme mehr. DDR und BRD - ich kenne nur ein geeintes Deutschland und darüber bin ich wirklich sehr froh. Gregor Sander entführt uns in seinem Buch „Alles richtig gemacht” in die jüngere deutsche Geschichte und zwar auf eine unterhaltsame Art und Weise. . Darum geht’s: Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht? . Thomas und Daniel wachsen gemeinsam in der DDR auf. Sie verbindet eine ganz besondere und ungewöhnliche Freundschaft, die alles andere als klassisch ist. Der Roman ist aus der Perspektive des Protagonisten Thomas beschrieben. Durch die verschiedenen Zeitebenen erfährt man viel über das Leben in der DDR und später im vereinten Deutschland. Ganz nebenbei erfährt man vom Alltag der Jugendlichen in der DDR. Das hat mir wirklich total gut gefunden. Genauso wie überall sind Thomas und Daniel Suchende: Liebe, Freundschaft, Zukunftspläne, Drogen, Integrität. Die Beziehung zwischen den beiden spielt eine permanente Rolle. Man sieht, wie zwei sich sehr ähnelnde Charaktere mit unterschiedlichen familiären Backround aufbrechen und sich in völlig verschiedenen Leben wiederfinden, obwohl sie ähnliche Voraussetzungen hatten. Immer wieder gibt es spannende Wendungen und Umbrüche im Roman. Das Lesen bleibt spannend und trotz der ernsten Thematik mit einem Augenzwinkern erzählt. Einige Stellen im Buch waren mir persönlich zu konstruiert. Ich bevorzuge es, wenn ein Roman realitätsnah durchweg bleibt. Wahrscheinlich wählte Sander dies als stilistisches Mittel bzw. um die Lockerheit oder die Differenzen deutlicher aufzuzeigen z.B. beim Kunstwerk (Kritik Kapitalismus). Es ist ein Buch, welches sich gut und schnell lesen lässt. Welches in Ansätzen Einblicke in die junge deutsche Geschichte gibt und welches über zentrale Fragen im Leben berichtet. Für mich ein interessantes, leichtes Buch, welches man lesen kann, aber nicht muss.

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Coming of age-Story vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung

Von: artWORDising Diana Wieser

01.11.2019

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist das Thema Ost-West-Beziehungen immer noch aktuell. Der in Schwerin geborene und mit dem 3Sat-Preis ausgezeichnete Autor Gregor Sander macht dies ebenso zum Thema, indem er seine zwei Hauptprotagonisten vor und nach der Wende begleitet. Die Reise beginnt in Roststock, führt nach Berlin, beschreibt die Metamorphose der Stadt vom Plattenbau zur Hippster-Hochburg – und sie baut kleine Schlenker durch Irland, Frankreich und New York ein. Im Mittelpunkt stehen die beiden Freunde Thomas und Daniel, die sich im Alter von 13 Jahren in Roststock kennenlernen. Beide sind sehr unterschiedlich. Es vereint sie der Außenseiterstatus, den sie in der Klasse einnehmen. Daniel wächst mit seiner alleinerziehenden Mutter, die ihn bereits mit 17 Jahren zur Welt gebracht hat, in ärmlichen, unkonventionellen Verhältnissen auf. Für den aus einer bürgerlichen Familie stammenden Thomas ist dies Neuland. Bald wird Daniels Mutter zum Objekt seiner sexuellen Phantasien. Während die beiden sich ins Erwachsenenleben, in Partys, Drogen und erste Beziehungen stürzen, geben sie sich stets Halt. Zum Beispiel als ihre Familien zerfallen, deren Mitglieder nach Öffnung der Mauer in den Westen ziehen oder am neuen Wirtschaftssystem scheitern. Die beiden Freunde ziehen sogar als WG-Partner zusammen. Nach der Wende schlagen Thomas und Daniel unterschiedliche Richtungen ein: Daniel ist ein Frauenheld und begnadeter Koch, der sich durch die Welt treiben lässt und im gemeinsamen Irlandurlaub auf der grünen Insel Wurzeln schlägt. Er ist und bleibt ein Anarchist. Der eher angepasste Thomas ist ehrgeizig, möchte Jura studieren und zieht nach Berlin. Er gründet eine Familie, arbeitet als Anwalt, zieht in ein ehemaliges Botschaftsgebäude. Scheinbar hat er es geschafft. Oder doch nicht? Denn plötzlich verlässt ihn seine Frau mit den beiden Töchtern, scheinbar aus dem Nichts. Oder hat Thomas nur die Zeichen nicht erkannt? Um dies herauszufinden arbeitet der Autor mit Rückblenden. Auf ein Kapitel in der Jetzt-Zeit folgt ein Kapitel in der Vergangenheit, der den Werdegang der beiden Hauptcharaktere nachzeichnet. Wer denn nun das „richtige“ Leben geführt hat, lässt der Autor offen. Wie so vieles, so auch den Schluss. Hauptthema ist die Freundschaft. Was passiert mit ihr, wenn sich die Beteiligten in konträre Richtungen weiterentwickeln? Kann Freundschaft auch Seitensprünge und bisexuelle Erfahrungen verkraften? Thomas und Daniel durchleben gemeinsam Höhen und Tiefen, auch wenn Daniel oft über Jahre hinweg ohne ein Lebenszeichen abtaucht und Thomas völlig von seinem Studium und den Vaterpflichten vereinnahmt wird. Doch die gemeinsame Vergangenheit schweißt zusammen. Sie prägt fürs ganze Leben. Der Erzählfluss lässt sich Zeit. Gerne verliert sich der Autor in Details, beschreibt das Lebensgefühl einer Generation, ohne dabei einen konkreten Spannungsbogen zu verfolgen. Er nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die besonders die entsprechenden Jahrgänge begeistern wird, die in den 80ern und 90ern ihre Jugend durchlebt haben. Musik, Literatur, Mode, wichtige politische Ereignisse – all dies ruft er wieder in Erinnerung. Gleichzeitig schafft er ein besseres Verständnis für die speziellen Eigenheiten zwischen Ost und West. All dies, ohne zu bewerten. Hat Gregor Sander alles richtig gemacht? Dies dürfen die Leser selbst entscheiden!

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Vita

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman »Was gewesen wäre« wurde prominent besetzt verfilmt.

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Events

17. Juni 2020

Lesung

19:00 Uhr | Warstein | Lesungen
Gregor Sander
Alles richtig gemacht

12. Aug. 2020

Lesung

19:30 Uhr | Ueckermünde | Lesungen
Gregor Sander
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16. Sep. 2020

Lesung

Neustadt | Lesungen
Gregor Sander
Alles richtig gemacht

04. Nov. 2020

Lesung und Gespräch

19:00 Uhr | Rostock | Lesungen
Gregor Sander
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Pressestimmen

»Temporeich erzählt, aber nie atemlos. Schillernd, aber nicht abgedreht. Kunstvoll und dabei in handwerklicher Vollendung. Das ist ein richtig rasanter Roman: berührend, spannend, in Teilen wirklich unglaublich – aber dabei in jedem Satz glaubhaft.«

Radio Bremen, Katrin Krämer (18. August 2019)

»Dieser staubtrockene, aber seewindumtoste Ton ist eigenwillig schön.«

»Mit präzisen, nostalgiefreien Strichen weiß der Autor Szenen und Stimmungen zu schaffen, die seinen Lesern sofort plastisch und lebensecht vor Augen treten und unterhält damit im besten Sinne.«

»Mit wunderbarer Leichtigkeit packt Gregor Sander große Themen an und erzählt mit seinem schönen, trockenen Humor eine ganz gegenwärtige Geschichte. ... Unterhaltsam, gehaltvoll und gut geschrieben.«

»Eines dieser Bücher, von denen man sich wünscht, sie mögen gar nicht enden.«

»Ein kunstvoll unprätentiöser Roman. ... Eine Geschichte von Freundschaft in der jüngsten Geschichte.«

DAS MAGAZIN, Erhard Schütz (01. November 2019)

»Vor allem aber ist Sanders dritter Roman die große, sentimentale Geschichte einer Freundschaft, eine Geschichte vom Sichfinden und -verlieren, Verschweigen und Vertrauen.«

stern, Ausg. Nr. 37 - 4/5 Sternen (05. September 2019)

»Es ist ein Buch über die Generation der heute 50-Jährigen: Wer waren wir, wer sind wir geworden? Diesen Fragen geht dieser Roman nach, witzig, bestürzend, liebevoll, detailgenau.«

Ostsee-Zeitung/Rostocker Zeitung, Matthias Schümann (04. September 2019)

»Kurzweilig, witzig und realistisch.«

Märkische Allgemeine, Alexandra Stahl (30. Oktober 2019)

»Gregor Sander hat mit ›Alles richtig gemacht‹ einen wunderbaren zeitgeschichtlichen Roman geschrieben, den zu lesen eine Freude ist.«

Lebensart im Norden, Heiko Buhr (01. Oktober 2019)