VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Alles was glänzt Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 18,00 [D] inkl. MwSt.
€ 18,50 [A] | CHF 25,50*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87561-3

NEU
Erschienen:  19.03.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Video

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.

Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.

Marie Gamillscheg auf der Leipziger Buchmesse 2018 Zum Video

»Zu Recht gilt Gamillscheg als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur.«

Britta Schmeis / SPIEGEL ONLINE (29.03.2018)

Marie Gamillscheg (Autorin)

Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. 2015 u.a. Literaturförderungspreis der Stadt Graz und New German Fiction Preis. 2016 Klagenfurter Literaturkurs und Arbeitsstipendium des Berliner Senats, 2017 Aufenthaltsstipendium in Schöppingen. Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, Poet, Literarische Welt).

»Zu Recht gilt Gamillscheg als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur.«

Britta Schmeis / SPIEGEL ONLINE (29.03.2018)

»Marie Gamillscheg hat sich in ihrem Debüt als kluge Erzählerin erwiesen, die Stimmungen und Schwingungen einzufangen vermag und große Themen auf leichte Weise präsentiert.«

Irene Binal / ORF Ö1 (15.04.2018)

»In poetischen Bildern fängt sie auf glänzende Weise ein Panorama der Enge ein, das diesen Debütroman zu einem Versprechen für eine ganz große Karriere macht.«

Christoph Hartner / Kronen Zeitung Steiermark (31.03.2018)

»Marie Gamillscheg hat einen großartigen und vielschichtigen Debütroman geschrieben.«

Andreas Gstettner-Brugger / ORF Radio FM4 (27.03.2018)

»Vielstimmig erzählt Marie Gamillscheg in ihrem Erstling die Geschichte eines maroden Ortes, der seine besten Zeiten hinter sich hat - und trotzdem Lebensraum bleibt.«

Malu Schrader / Börsenblatt (11.01.2018)

14.06.2018 | 20:30 Uhr | Berlin - Charlottenburg

Lesung und Gespräch
Eintritt: 5 € / 3 € erm.

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Buchhändlerkeller Berlin
Carmerstraße 1
10623 Berlin - Charlottenburg

19.07.2018 | 19:00 Uhr | Graz

Lesung

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

ORF Landesstudio Steiermark, Hör- und Seebühne
Marburger Str. 20
8042 Graz

Tel. +43 316 4700

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87561-3

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen:  19.03.2018

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Dorfdilemma

Von: tination Datum: 10.05.2018

www.commigratio.com

Von eigentlich einem schon toten Ort erzählt Marie Gamillscheg. In „Alles was glänzt“ erzählt sie über ein Bergdorf, dass kurz vor dem Tod steht. Denn der hohle Berg droht dank intensiven Bergbaus in sich zusammenbrechen und das Dorf mit in den Tod reißen. Die Bewohner haben ihr Dorf schon längst aufgegeben. Doch der Regionalmanager Merih versucht trotzdem, die Bedrohung durch den Berg zu verdrängen und dem Dorf neuen Glanz zu verleihen. Ob er es schafft?

Naja. Der Ort ist trostlos. Nicht an die benachbarte Schnellstraße angebunden. Das Grubenmuseum, das einstige touristische Ziel ist schon längst geschlossen. Genau gesagt, seitdem ein Journalist DER Journalist über die Einsturzgefahr des Berges medienwirksam berichtete. Das war der Tod des Ortes. Der Bürgermeister geht lieber zur Kur und Merih versucht, die letzten Bewohner vom Rande des Ortes ins Ortszentrum zu ziehen. Nur damit es auf dem Dorfplatz wieder belebter zugeht. Denn Susas Kneipe hat auch nur noch die allerletzten Stammgäste.

Einer der Stammgäste ist Wenisch. Ein alter Mann, der auf die Rückkehr der Tochter von der Stadt ins Dorf wartet. Zurück zu ihm. Vergeblich. Auch sein bester Trinkkumpel, der Martin, ist bei einem Autounfall ums leben gekommen. Auf der Straße am Berg. Der Berg hat ihn wohl schon vor dem drohenden Einsturz geholt.

Martins Freundin Esther kommt mit der Trauer um seinen Tod nicht klar. Und beginnt einen Neuanfang in der Stadt. Das kann leider ihre Schwester Teresa absolut nicht verstehen. Denn sie wollte und will weg aus dem Dorf. Denn sie sieht die klaffende Bergspalte am Rande des Dorfes. Verzweifelt ist sie. Sie möchte weg, kann aber nicht. Und Merih ist ihr auch keine Stütze. Denn der Regionalmanager möchte in das Dorf ziehen. Und nicht weggehen. Das versteht Teresa nicht. Sie ist verzweifelt. Verärgert, dass ihre Schwester ohne sie gegangen ist.

Das Buch ist durchweg trostlos. Die Charaktere werden abwechselnd in relativ kurzen Kapiteln weitererzählt. Meist kurz und knapp in wenigen Sätzen. Das macht das ganze Leben im Dorf natürlich noch trostloser. Leider bleibt dabei der Zugang des Lesers zu den Charakteren auf der Strecke. Es bleibt eine sehr kühle Atmosphäre. Fast zu kühl. Am ehesten kann man noch Teresa nachvollziehen. Dieser immer wiederkehrende Blick zur Felsspalte lässt sie verzweifeln.

Auch die letzte Hoffnung für den Ort, der Regionalmanager Merih, kann nichts tun. Seine Aktivitäten interessieren den Ort nicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. In dem Ort ist sie bereits gestorben.

Es ist ein Buch der Hoffnungslosigkeit. Des Verzweifelns. Des Sterbens. Des Aufgebens. Der Trauer an bessere vergangene Zeiten. Und trotzdem interessant und brutal ehrlich. Denn die Charaktere könnte man an vielen Orten, die bereits am Aufgeben sind, finden. Diese Trostlosigkeit und die nicht verspürende Nähe zu den Charakteren kann einen Leser sehr herunterziehen. Der Berg, das Monster, tut hierbei sein Übriges. Wer also die Vorstufe und den Umgang einer wissenden, bevorstehenden Naturkatastrophe lesen möchte, ist hier richtig. Hier wird definitiv keine heile Welt erzählt.

Unaufgeregt, leise, melachnolisch — genau meins!

Von: Tina / Kill Monotony Datum: 28.04.2018

https://killmonotony.de

„Alles was glänzt“ von Theresa Gamillscheg war eine kleine Überraschung, denn ich habe es durch Zufall entdeckt, und als es dann bei mir daheim lag, wurde mir auf der ersten Seite schon klar, dass der Schreib- und Erzählstil genau meins ist. Und beim Thema Berge bin ich doch auch gleich dabei. Es geht um ein kleines, fast vergessenes Dorf, das an einem Berg liegt. Nun ist dieser Berg allerdings kein gewöhnlicher Berg, sondern jahrzehntelanger Bergbau haben ihn nahezu vollständig ausgehöhlt und er droht auseinanderzurechen. Obwohl bereits Risse und ein Spalt, fast einen halben Meter breit, sich dem Dorf näher, scheinen dessen Bewohner sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben und leben ihren Alltag. Bis eines Morgens die Leiche Martins aus einem Auto geborgen wird und alle Anwohner in Aufruhr geraten. Denn im Gegensatz zur Stadt kennt jeder im Dorf jeden und so ein Tod trifft natürlich alle: »In der Stadt wäre das nichts, aber hier, bei uns, das trifft uns direkt ins Herz.« Doch eigentlich fing alles mit einem kleinen roten Knopf im Bergmuseum an, der nicht mehr funktionieren wollte. Plötzlich wurde man sich im Dorf des Verfalls des Bergs bewusst, der ja nur noch eine leere Hülle ist. Regionalmanager Merih hat die Aufgabe zugeteilt bekommen, die Anwohner des kleines Dorfs umzusiedeln, um das Stadtzentrum wiederzubeleben und sie auch von der Gefahr, die vom Berg ausgeht, fortzubringen.

»Wenn wir noch erleben, wie der Berg in sich zusammenbricht, dann wird vor allem das Licht entscheidend sein […]. Wenn das Licht mit dem Berg gemeinsam runterkommt, dann kann uns das nichts Böses wollen.«

In Marie Gamillschegs Roman lernen wir aber nicht nur Merih kennen, der auf seine eigene Weise versucht, sich mit den Dorfbewohnern zu verstehen, sondern auch die Schwestern Esther und Teresa, die beide das Dorf verlassen und in die Stadt ziehen möchten. Esther macht sich einiges Tages einfach auf; ihre Schwester bleibt sehnsüchtig zurück. Ebenso lernen wir Gastwirtin Susa kennen, die die Kneipe des Dorfs führt. Sie ist misstrauisch gegenüber Merih und den Veränderungen, die er mitbringt. So hat jeder der Dorfbewohner seine kleine Geschichte, aber große Charakterentwicklungen braucht Gamillscheg nicht, um Gefühle zu wecken. Der unaufgeregte Schreibstil hat mich direkt ab der ersten Seite gefesselt und ließ mich erst mal nicht mehr los.

Viel passiert in „Alles was glänzt“ zwar nicht, aber gerade das macht die Magie des Romans aus. Das stille Dorf, der ausgehöhlte Berg, die ruhigen Anwohner, alles trägt zu der melancholischen und unaufgeregten Atmosphäre bei. Der ausgehöhlte Berg steht dabei stets im Mittelpunkt des Geschehens. In malerischen Beschreibungen, die aber nie ausarten, beschreibt Gamillscheg, wie der Berg komplett von Tunnel durchzogen ist, wie seine Wände glitzern und funkeln. Dazu werden immer wieder Legenden und Mythen rund um den Berg erzählt, wie beispielsweise die Legende vom Blintelmann:

Fazit: Mit diesem Roman werden sich Fans von Seethalers „Ein ganzes Leben“, Bellovás „Am See“ oder auch Cognettis „Acht Berge“ angesprochen fühlen; auch Righettos „Das Fell das Bären“ trifft in dieselbe Sparte Buch. Dieses unaufgeregte, leise, immer leicht melancholische mag ich sehr, weshalb ich auch sehr gern bei solchen Roman zugreife. Auch „Alles was glänzt“ von Gamillscheg trifft meinen Geschmack genau. An Handlung geschieht nicht viel, dennoch kommt man als Leser ins Grübeln und wird immer wieder von den gnadenlos schönen Formulierungen aus dem Konzept geworfen. Das einzige, von dem ich mir mehr gewünscht hätte, wäre Krawall beim Finale. Trotzdem: Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Voransicht