Anna Karenina (Kassette Bd. 1+2)

Roman

Hardcover
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«Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche ist auf ihre Art unglücklich.»

In seinem Monumentalwerk «Anna Karenina», das mit diesem berühmten Satz beginnt, wandte sich Tolstoi nach dem Geschichtsepos «Krieg und Frieden» seiner eigenen Zeit zu und schuf, was Thomas Mann den «größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur» nannte.

Anna Kareninas Familienunglück ist zu Beginn des 1878 erschienenen Werks von ganz unscheinbarer Art. Wie wenig ihr Mann ihrem Temperament und ihrer Vitalität gewachsen ist, wird ihr erst bewußt, als der charismatische Wronskij in ihr Leben tritt. In allen Nuancen verfolgt der Leser, wie aus der beherrschten Ehefrau eine von der Macht ihrer Gefühle überwältigte, leidenschaftlich und rückhaltlos Liebende wird.

Mit Anna Karenina schuf Tolstoi eine der berühmtesten Frauengestalten der Weltliteratur. Doch nicht nur die tragische Heldin gestaltet der Autor in einzigartiger Lebendigkeit: Ohne zu werten, macht der Roman vielerlei Lebensentwürfe im Spannungsfeld zwischen individuell Ersehntem und gesellschaftlich Möglichem sichtbar. Ob im Glanz der Petersburger Adelskreise oder im Arbeitsalltag der Bauern, Tolstoi schildert die Figuren dieses großen Gesellschaftspanoramas mit einer Meisterschaft, die sein Zeitgenosse Dostojewskij als «etwas Vollkommenes» würdigte – und damit das Urteil von Generationen von Lesern vorwegnahm.

«Anna Karenina muss man lieben.»

Süddeutsche Zeitung

Aus dem Russischen von Bruno Goetz
Mit Nachwort von Dieter Wellershoff
Hardcover, 1.728 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-0107-7
Erschienen am  09. September 2003
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Lew Tolstoi

Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910) entstammte einem alten russischen Adelsgeschlecht. Er wurde auf dem väterlichen Gut Jasnaja Poljana geboren und wuchs nach dem frühen Tod beider Eltern in der Obhut einer Tante auf. 1851-1856 leistete er seinen Militärdienst im Kaukasus ab. Sein Erstlingswerk, eine autobiographische Skizze, wurde 1852 veröffentlicht und hatte bereits großen Erfolg. Nach ausgedehnten Reisen durch Europa heiratete er 1862 die sechzehn Jahre jüngere Sofja Andrejewna Behrs. Das Paar zog sich nach Jasnaja Poljana zurück, wo Tolstoi seine großen Werke schrieb, die ihn weltberühmt machten: «Krieg und Frieden» (1864-1869) und «Anna Karenina» (1873-1876). In den 1880er Jahren wandte Tolstoi sich rigoros christlichem Denken und Handeln zu. Alle Kunst, die nicht moralischen Zwecken diente, lehnte er fortan ab. Der Eindruck des Elends des Moskauer Großstadtproletariats veranlasste ihn zur Konzeption einer sozialrevolutionären Lehre, die ihm die Bewunderung seiner Zeitgenossen bis hin zu Mahatma Gandhi eintrug, die aber zu einem Konflikt mit der Kirche führte. Auch in seine Familie reichte der Konflikt hinein: Die letzten Jahre seiner Ehe bis zu seinem Tod waren von Meinungsverschiedenheiten über die richtige Lebensweise und nicht zuletzt über Geldangelegenheiten überschattet. Lew Tolstoi starb am 20. November 1910 in der Bahnstation Astapowo, nachdem er seine Familie verlassen hatte.

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Dieter Wellershoff

Dieter Wellershoff, 1925 in Neuss geboren, schrieb Romane, Erzählungen und Essays, Filmdrehbücher und Hörspiele. 1988 erhielt "dieser Meisterrealist vertrauter Umstände" (Die Zeit) den Heinrich-Böll-Preis, 2001 den Friedrich-Hölderlin-Preis, außerdem wurden ihm der Joseph-Breitbach-Preis und der Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik verliehen. Wellershoff lebt in Köln. Seine Werke sind in 15 Sprachen übersetzt.

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