Anti Freud

Die Psychoanalyse wird entzaubert

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Eine Brandschrift gegen Freud

Verdrängung, Sublimierung der Triebe, Ödipuskomplex, der ganze Freud: Einer Religion gleich hat seine Psychoanalyse unsere Kultur verführt. Michel Onfray, der große radikale unter den Denkern der Gegenwart, führt Freud als Schamanen und mächtigen Guru vor und entlarvt dessen Vermächtnis als »großartiges Märchen« und kollektive Wahnvorstellung, der alle erliegen.

Freuds Doktrin vom Unbewussten und von den körperlichen Bedürfnissen (vulgo: den Trieben) hat eine ganze Zivilisation verführt. Kein gesellschaftliches Thema kann ohne Psychologisierung auskommen, nur zu gern bietet sich die Psychoanalyse als »wissenschaftliche« Erklärung an. Doch weder dachte Freud wissenschaftlich, noch heilte er, noch befreite er die Sexualität, so der französische Philosoph Michel Onfray. In einer furios geschriebenen »Gegenbiographie«, die in Frankreich einen Skandal auslöste und zum Nr.-1-Bestseller wurde, entzaubert Onfray die Psychoanalyse als das autobiographische Abenteuer eines einzelnen Mannes, der seine Bedürfnisse zur wissenschaftlichen Grundlage machte. Er demontiert den Freudismus als schamanisches Vermächtnis eines reaktionären Frauenhassers und postmodernen Hexenmeisters aus Wien.

„Michel Onfray rechnet wortgewaltig mit Freud ab.”

Der Spiegel (18. April 2011)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Stephanie Singh
Originaltitel: Le crépuscule d'une idole
Originalverlag: Grasset & Fasquelle
Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0408-8
Erschienen am  11. April 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Der Philosoph Michel Onfray, geboren 1959 in Argentan/Frankreich, gründete 2002 in Caen die »Université Populaire«, eine Art Volksuniversität, zu der jedermann Zutritt hat. Jährlich besuchen Tausende Zuhörer seine Vorlesungen. Mit seiner Absage an alle Religionen und dem Plädoyer für ein freies, vernunftbestimmtes Leben entfachte er eine leidenschaftlich und kontrovers geführte Debatte. Er verfasste mehr als 50 Bücher, die in über 25 Ländern übersetzt wurden, unter anderem »Traité d'athéologie« (Dt: »Wir brauchen keinen Gott«) und eine mehrbändige Gegen-Geschichte der Philosophie.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

„Onfray spricht aus, was sonst keiner wagt: Der Kaiser ist nackt.”

Der Tagesspiegel (26. April 2011)

"Onfrays Auseinandersetzung mit Freud ist wie eine Reise durch eine psychoanalytische Welt, die auf brutalste Weise entidealisert wird."

Tages-Anzeiger (04. August 2011)

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