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Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-525-5

Erschienen: 03.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Der neue Roman der Autorin des Bestsellers »Die dreizehnte Geschichte«

William Bellman tötet als Kind eine Krähe, um seinen drei besten Freunden zu beweisen, wie gut er mit der Steinschleuder umgehen kann. Am Abend nach der Tat glaubt er, unter dem Baum, auf dem die Krähe saß, einen schwarz gekleideten Jungen zu sehen. Zunächst scheint dies kein schlechtes Omen zu sein: Als Jugendlicher beginnt William in der Wollspinnerei seines Großvaters zu arbeiten, sein Onkel ernennt ihn bald zum Teilhaber, und als die beiden plötzlich sterben, übernimmt William die Spinnerei und macht daraus ein Erfolgsunternehmen. Doch dann häufen sich die mysteriösen Todesfälle in seiner Umgebung, seine Frau und seine Kinder erkranken schwer. Und William begegnet immer wieder einer dunklen Gestalt, die ihm schließlich einen verhängnisvollen Pakt anbietet, um seine Existenz und sein Glück zu retten ...

Eine kluge und fesselnde Geschichte, so unheimlich wie »Der Rabe« von Edgar Allan Poe und so parabelhaft wie »Das kalte Herz« von Wilhelm Hauff.

"Bellmans Geschichte wirkt etwas konstruiert, aber die genauen Recherchen der Autorin geben einen spannenden Einblick ins todesverliebte viktorianische 19. Jahrhundert."

Angela Wittmann, Brigitte (05.11.2014)

Diane Setterfield (Autorin)

Diane Setterfield ist promovierte Romanistin und lebte viele Jahre in Frankreich. Bevor sie sich Vollzeit der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie als Lehrerin. Ihr Debüt, Die dreizehnte Geschichte, erschien 2007 bei Blessing und wurde mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle von der BBC verfilmt. Diane Setterfield lebt in Oxford.

"Bellmans Geschichte wirkt etwas konstruiert, aber die genauen Recherchen der Autorin geben einen spannenden Einblick ins todesverliebte viktorianische 19. Jahrhundert."

Angela Wittmann, Brigitte (05.11.2014)

"... eine Art Geistergeschichte ..., in der es jedoch vor allem um das Gefühl der Trauer und das ewige Rätsel des Todes geht. Eine ergreifende Geschichte."

FAZ Literaturkalender (09.11.2014)

"Dezenter Grusel und eine tolle Sprache sind das Markenzeichen von Diane Setterfield."

Glamour (19.12.2014)

"Aufstieg und Fall des William Bellman von Diane Setterfield ist der passende Roman für dunkle Winterabende: schaurig, fesselnd und rätselhaft."

Freundin (14.01.2015)

Aus dem Englischen von Anke Kreutzer, Eberhard Kreutzer
Originaltitel: Bellman and Black
Originalverlag: Orion

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-525-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 03.11.2014

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Aufstieg und Fall von Diane Setterfield

Von: Krinkelkroken Datum: 29.04.2015

kathrineverdeen.blogspot.de/

Vor einiger Zeit ließen mich lukrative Werbetexte zu einem Buch greifen, dessen Versprechungen – wieder einmal – den gebotenen Tatsachen diametral entgegen gesetzt waren. Das ist mir nun in letzter Zeit so oft passiert, dass „shame on you“ sich ehrlicherweise zu „shame on me“ wandeln muss und ich zwei Konsequenzen ziehe: Ich glaube keinerlei Klappentexten mehr und lese Bücher, die sich interessant anhören, erst, wenn 10 Blogger, auf deren Meinung ich vertraue, sie positiv besprochen haben.

Wer meine Besprechungen kennt, der weiß, dass ich gerne zunächst ein paar positive Aspekte nenne, bevor ich zu den negativen komme. Immerhin steckt in allen – oder doch zumindest in den meisten – Büchern Arbeit und Herzblut – da kann man sich als Blogger auch ein bisschen Mühe geben. Leider fällt mir zu diesem Werk nichts nennenswert Positives ein, obwohl ich seit ein paar Tagen fieberhaft nachgrüble.

Hübsch anzusehen ist das Buch jedenfalls. Es hat einen interessanten Titel, der sowohl auf dem hochwertigen Schutzumschlag als auch auf dem darunterliegenden Buchrücken schön gestaltet wurde. Ein Lesebändchen gibt es leider nicht, was bei Hardcovern dieser Preisklasse durchaus wünschenswert ist. Der anschauliche Titel lässt – zusammen mit den wohlüberlegten Pressetexten – eine spannende Lebensgeschichte mit mysteriösen Flair im Stile der englischen Schauerromantik vermuten. Darauf wartet der Leser jedoch vergebens. Er muss am Ende feststellen, dass der Titel im Grunde schon alles sagt, was man über die Geschichte wissen muss: Es geht um den schnellen wirtschaftlichen Aufstieg und anschließenden langatmig, einfallslos und unoriginell erzählten, selbstverschuldeten und trivialen persönlichen Fall eines gewissen William Bellman im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts – welcher im Übrigen nicht wirklich Wollspinner ist, sondern Direktor einer Tuchfabrik und ansonsten völlig fade und wenig sympathisch. Am Ende sind fast alle – inklusive Bellman – tot ohne dass ihr Verlust einem nahe gehen würde. Diejenigen Figuren, die ansatzweise faszinierend sind, sterben bereits sehr früh, sodass der Fortgang der Handlung den Leser nicht mehr sonderlich erschüttert. Oder auch nur interessiert.

Und dann ist da noch die Sache mit den Krähen. Krähen spielen eine subtile aber eindringliche Rolle im Fortgang der Geschichte, denn mit dem Erlegen einer solchen beginnt das Schicksal Bellmans in Kindertagen. Was anfangs noch als opportuner Kunstgriff erscheint, bekommt im Laufe der Handlung den Beigeschmack eines abgedroschenen Esoterikmerkmals mit unausgereiften Motiven: Lose werden anekdotenhafte Passagen zu Krähen eingestreut, die Gedichte, Merkmale oder kryptische Beschreibungen enthalten können. Während Gedichte und Legenden noch den Anschein eines interpretatorischen Gewinns erwecken, erscheinen die vermeintlich mystischen Gedanken über Krähen als Göttervolk und andere Antropomorphismen als abwegig und daneben. Ohne dieses aufgesetzt mystisch wirkende Motiv hätte sich wenigstens ein glaubhaftes Zeitportrait ergeben können.

„Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman“ erinnert entfernt an Stanley Kubricks „Barry Lindon“. Allerdings beinhaltet dieser Roman im Gegensatz zu Kubricks Film, der damals als einer der ersten Kerzenschein per Kamera festhielt, keinerlei Innovation, Charme oder Botschaft. Selbst Krähenliebhaber werden eher vergällt als beflügelt.

Zum Ende kam wirklich ein Fall

Von: Mina Barbara Imruck Datum: 13.04.2015

https://aigantaigh.wordpress.com

Ich war so begeistert, als ich vor kurzem herausfand, dass es endlich, nach so vielen Jahren einen neuen Roman von Diane Setterfield zu lesen gibt! Schon ihr 2007 erschienener Debüt-Roman “Die dreizehnte Geschichte” hatte mich sehr begeistert und über ein langes Wochenende aus der Welt entführt.

Dieses Mal schaffte ich das 2014 im Blessing Verlag erschienene Buch nicht direkt an einem langem Wochenende, doch las es sich ebenso flüssig, wie Setterfields Erstling.

Der Inhalt ist rasch erzählt:
William Bellman tötet als Kind eine Krähe, seinen Freunden zu beweisen, wie geschickt er ist. Der Halbwaise arbeitet sich später in der Wollspinnerei seines Großvaters hoch und ihm ist das Glück gewogen. Alles, was er beginnt, jede Idee, die ihm kommt, setzt er in Geld um. So entspinnt sich in der Wollspinnerei die Erfolgsgeschichte des William Bellman. Er heiratet, gründet eine Familie und hat vier Kinder. Anfangs noch unbemerkt häufen sich jedoch die Todesfälle auf mysteriöse Art in seiner näheren Umgebung. Niemand achtet darauf und bringt diese Todesfälle miteinander in Verbindung. Nur Bellman selbst wird irgendwann misstrauisch, weil er auf jeder Beerdigung immer einen fremden Mann sieht, von dem er sich zunehmend verfolgt fühlt. Im zweiten Teil des Buches bietet dieser Fremde dem verzweifelten Bellman, dessen geliebte Tochter im Sterben liegt, einen verhängnisvollen Pakt an. Bellman willigt ein, um seine Tochter und sich selbst zu retten, doch die Folgen sind bitter und grausam.

Während ich damals bzgl. des Debüts in wenigen Worten die Autorin lobte, fällt es mir dieses Mal nicht ganz so leicht, begeistert über den vorliegenden Roman zu schreiben.

Vor allem der erste Teil des Buches las sich sehr rasch. Er war spannend geschrieben und die Lesegeschwindigkeit passte sich dem Tempo des Bellmanschen Aufstieg an. Irritiert hat mich hier jedoch, dass Bellman wenig Interesse an seiner Familie zeigte. Überhaupt schien er mir an anderen nicht wirklich interessiert zu sein. Alles Gute, was er für andere tat, tat er nur, um seine Firma zu stärken. Abgesehen von kurzen Zwischenepidosen, in denen es um die mystische Bedeutsamkeit der Krähen geht, bleibt im ersten Teil doch verborgen, was sich im Klappentext so gruselig anlas.

Hier hoffte ich auf den zweiten Teil. Doch genau hier wurde ich leider enttäuscht. Der Umschwung in den geschlossenen Pakt Bellmans mit dem dunklen Fremden bleibt undurchsichtig und das Ergebnis ist für mich überaus lächerlich gewesen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass DAS so funktionieren würde.
Die Geschichte um Bellman erlahmt für mich und auch der nun intensiver aufgegriffene Nebenstrang um seine Tochter konnte mich nicht mehr so recht bei Laune halten.

Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam und ich habe es auch nicht bereut, es zu Ende gelesen zu haben. Es hatte jedoch neben deutlichen Längen vor allem kaum noch einen Spannungsbogen im zweiten Teil und die Mystik der Geschichte blieb mir verschlossen.

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