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Aufzeichnungen eines Jägers Roman

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2058-0

Erschienen: 07.09.2004
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Dieses Jahrhundertbuch der russischen Literatur war künstlerisches Ereignis und Politikum zugleich. In seiner Verbindung stilistischer Virtuosität mit humanistischer Emphase – nämlich zugunsten der Aufhebung der Leibeigenschaft –, machte es den Autor auf einen Schlag weltberühmt. «Dostoevskij ist ein gewaltiger Dichter, aber in Turgenev ist die vollkommenste Magie des Künstlerischen.» (Hugo von Hofmannsthal)





Ivan Turgenevs (1818–1883) meisterliche Komposition von fünfundzwanzig Erzählungen rundet sich zu einem subtilen Epochenbild Rußlands zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Landleben, wie es sich dem umherstreifenden Jäger darbietet, ist alles andere als ein beschauliches Idyll. Elend, Unmenschlichkeit und Gewalt werden schonungslos als Resultat der herrschenden Verhältnisse entlarvt.

Der harmlos klingende Titel sollte suggerieren, es gehe in diesem Buch um landläufiges Jägerlatein. Doch die Zensurbehörde des Zaren ließ sich nicht lange hinters Licht führen und verbot das Buch noch im Erscheinungsjahr. Die Schil¬derung menschenverachtender Zustände, die aufklärerisch-realistische Figurenzeichnung vom Leibeigenen bis zum Gutsbesitzer, in ihrer Drastik verschärft durch die ironische Erzählhaltung, wirkten als Sprengstoff in der Diskussion um die Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland.

Peter Urban, ausgewiesener Kenner und Vermittler russischer Weltliteratur, erschließt in seiner Neuübersetzung den Bedeutungs- und Nuancenreichtum des Werks. Für diese Ausgabe hat er zudem drei Erzählungen aus dem Umfeld der «Aufzeichnungen» erstmals ins Deutsche übertragen.

«Ein Meisterwerk der kleinen Form: Großartige kleine Geschichten, die man wunderbar im Strandkorb lesen kann.»

Götz Alsmann in der Sendung «Lesen!»

Ivan Turgenev (Autor)

Ivan Sergeevic Turgenev (1818-1883) stammte aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Ab 1855 lebte er in Deutschland und Frankreich, wo er sich u.a. mit George Sand und Gustave Flaubert anfreundete. Wie kein anderer russischer Autor polarisierte er in seinem Heimatland die Leser; im Ausland galt er als Repräsentant der russischen Literatur.

«Ein Meisterwerk der kleinen Form: Großartige kleine Geschichten, die man wunderbar im Strandkorb lesen kann.»

Götz Alsmann in der Sendung «Lesen!»

«Peter Urban hat das Buch wieder zum Leben erweckt. Das ist plötzlich ganz klar und schön zu lesen.»

Elke Heidenreich in der Sendung «Lesen!»

Aus dem Russischen von Peter Urban

Mit Nachwort von Peter Urban

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 704 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2058-0

€ 24,90 [D] | € 25,60 [A] | CHF 32,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 07.09.2004

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