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(Hrsg.)

Autor in Gesellschaft Aufsätze und Reden

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Gebundenes Buch ISBN: 978-3-630-87030-4

Erschienen: 17.02.1999
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1957 stellte Ernst Jandl seiner ersten Veröffentlichung von Sprechgedichten in einer renommierten österreichischen Zeitschrift eine kurze Erläuterung voran, mit welcher Art von Gedichten es der Leser im folgenden zu tun bekäme: »Das Sprechgedicht wird erst durch lautes sprechen wirksam«, so sein erster Fundamentalsatz. 1963, bei seiner zweiten Veröffentlichung von Gedichten aus demselben Umkreis, wurde er erneut um erklärende Worte gebeten. Er schrieb: »Ich begann mit Experimenten in Opposition gegen den Traditionalismus in der Gegenwartspoesie.« Seither hat es sich Ernst Jandl zur Gewohnheit werden lassen, die Produktion seiner Gedichte von Fall zu Fall erläuternd zu begleiten. Er geht auf die persönlichen, politischen und vor allem auf die literarischen Umstände ein, gegen die er jeweils seine »unlyrischen Gedichte« gesetzt hat. Die vollständige Sammlung seiner Aufsätze und Reden ist deshalb ein faszinierender Kommentar zu seinem Werk aus allererster Hand und ein ebenso aufregendes Kompendium in Sachen neuester Literatur. Mit diesem Band werden die poetischen werke von Ernst Jandl fortgesetzt und durch sein Nachdenken über Poesie vervollständigt.

Ernst Jandl (Herausgeber)

Ernst Jandl wurde 1925 in Wien geboren. Nach Schule, Militärdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er Germanistik und Anglistik. Von 1949 bis 1974 arbeitete er als Gymnasiallehrer. Seit 1952 schrieb und veröffentlichte er Gedichte, seit 1954 bis zu seinem Lebensende war er mit Friederike Mayröcker befreundet. Sein Werk wurde mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter 1968 dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (gemeinsam mit Friederike Mayröcker), 1982 dem Mülheimer Dramatikerpreis, 1984 dem Großen Österreichischen Staatspreis und dem Georg-Büchner-Preis. 1995 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis und ein Jahr danach das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

13.12.2017 | 19:30 Uhr | Rosenheim

Lesung und Gespräch

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Goethe-Gesellschaft in Rosenheim e.V.
Schillerstr. 22a
83024 Rosenheim

Tel. 08031 / 28 90 16, info@goethe-rosenheim.de

Gebundenes Buch, 360 Seiten, 13,0 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-630-87030-4

€ 18,40 [D] | € 19,00 [A] | CHF 24,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 17.02.1999

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„Autor in Gesellschaft“, Ernst Jandl – Aufsätze und Reden. Luchterhand Verlag.

Von: wortweg08 Datum: 09.03.2017

https://literaturoutdoors.wordpress.com

„Autor in Gesellschaft“, Ernst Jandl – Aufsätze und Reden. Luchterhand Verlag.

Beim Aufschlagen des Buches leuchtet zunächst das satte Rot der ersten Doppelseite entgegen. Auf dieser befindet sich im oberen Teil ein Foto des zeitungslesenden Dichters im Kaffeehaus. Neben dem Dichter hockt ein Hund auf der Couch und blickt unschlüssig zu bereitgestellten Zuckerstücken. Der Dichter mit aufgeschlagener Zeitung beobachtet den Hund interessiert, ohne die Tageszeitung aus der Hand zu geben. Ein Foto, eine erste Seite mit interessanter Symbolik.

Die Wirklichkeit ist für den Dichter Ernst Jandl immer ein herausfordernder vielfältiger Kosmos, der verschiedenste Perspektiven erfordert und einfordert, weil dieser selbst im Moment immer neue Perspektiven eröffnet und kreiert. Das Zuckerstück im Kaffee und das Zuckerstück vor den Augen des Hundes. Das berichtete Geschehen der Welt und die „Welt im Kleinen“ im hier und jetzt mit allen Besonderheiten und Aufmerksamkeiten. Die Welt wie sie ist…

Die Sprache als wesentliches Instrument der Welterfahrung und Kommunikation muss nun selbst perspektivenreich und damit experimentell aus. Wort und Text können - ja - müssen ihre Form gleichsam im Fluss der Erfahrung halten. Das heutige Modell von Welt ist morgen schon ein ganz anderes. Sprache muss diesem Wandel auf der Spur bleiben und Inhalt wie Form authentisch variieren. Der Dichter ist dabei sich selbst wie dem Leser im Wort – „…das gedicht, für den leser jedesmal ein abenteuer“.

Die vorliegende Sammlung vereint nun theoretische Sprach-, Kunst- und Gesellschaftszugänge des Dichters Ernst Jandl über einen Zeitraum von gut 40 Jahren. Es ist eine äußerst bemerkenswerte Zusammenschau, welche das umfangreiche Werk des Dichters in Grundlagen der Textkonstruktion wie Sprachmotivation beeindruckend ergänzt und erhellt.

Ernst Jandl, Autor in Gesellschaft – Aufsätze und Reden. Luchterhand Verlag.

Walter Pobaschnig, Wien 1_2017
https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen

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