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Babbitt Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2384-0

Erschienen:  02.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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«Packendes Porträt der Zwanzigerjahre voller legendärer Charaktere... eine überzeugende Satire auf die Konformität der amerikanischen Mittelschicht.» (The Guardian)

Sinclair Lewis ist der Chronist der US-amerikanischen Mittelschicht. Den Zwang zu Konsum und Konformismus, die Pervertierung des Amerikanischen Traums hat niemand so prägnant und dabei so amüsant beschrieben wie der Nobelpreisträger. Sein berühmter Roman "Babbitt" ergründet die Seele eines Mannes, dessen kapitalistische Überzeugungen Risse bekommen.

In seinem ereignislosen, durchschnittlichen Kleinstadtleben hat der Immobilienmakler George F. Babbitt sich recht bequem eingerichtet. Seine drei Kinder sind wohlgeraten, wenn sie auch meist nicht auf ihn hören; mit seiner Frau verbinden ihn liebgewonnene Gewohnheiten. Sein ganzes Streben ist auf gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftlichen Aufstieg gerichtet. Bis ihm eines Tages bewusst wird, dass er all dies so nie gewollt hat, und einen Ausbruchsversuch wagt. Mit feinem Spott, ironischem Witz und stets voller Sympathie für den charakterschwachen Protagonisten erzählt der Roman, wie Babbitt sein rebellisches Selbst wiederentdeckt.

»Nicht nur ein hoch intelligenter und unterhaltsamer Roman und eine prächtige Charakterstudie. Darüber hinaus verfügt er über ein aufklärerisches Potential, das zum Verständnis gesellschaftlicher Prozesse bis heute erhellend ist.«

Deutschlandfunk Kultur, Christoph Schröder (07.01.2018)

Sinclair Lewis (Autor)

Sinclair Lewis (1885-1951), geboren in einer Kleinstadt in Minnesota, studierte in Yale und arbeitete als Journalist und Lektor in New York, San Francisco und Washington. Seit dem Erfolg seines Romans «Main Street» konnte er von der Schriftstellerei leben. 1926 erregte er großes Aufsehen mit seiner Ablehnung des Pulitzerpreises, der ihm für seinen Roman «Arrowsmith» zuerkannt worden war; 1930 erhielt er als erster US-Amerikaner den Literaturnobelpreis.


Bernhard Robben (Übersetzer)

Bernhard Robben, geb. 1955, lebt in Brunne/Brandenburg und übersetzt aus dem Englischen, u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, Patricia Highsmith und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Ledig-Rowohlt-Preis für sein Lebenswerk geehrt.


Michael Köhlmeier (Nachwort)

Michael Köhlmeier, geboren 1949 in Hard in Vorarlberg, studierte Germanistik, Politologie, Mathematik und Philosophie. Er ist für sein literarisches Werk wie für seine freien Nacherzählungen antiker Sagen bekannt. Köhlmeier lebt in Hohenems und Wien.

»Nicht nur ein hoch intelligenter und unterhaltsamer Roman und eine prächtige Charakterstudie. Darüber hinaus verfügt er über ein aufklärerisches Potential, das zum Verständnis gesellschaftlicher Prozesse bis heute erhellend ist.«

Deutschlandfunk Kultur, Christoph Schröder (07.01.2018)

»Bernhard Robben hat seine Arbeit souverän gemeistert und eine vorzügliche Neuübersetzung vorgelegt. Damit ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur in einer vorbildlich kommentierten Ausgabe zum Glück wieder zugänglich.“«

Süddeutsche Zeitung, Ulrich Rüdenauer (21.12.2017)

»Neu übersetzt von Bernhard Robben zeigt sich, dass ›Babbitt‹ ein ungemein intelligenter, unterhaltsamer Roman ist, der weit über seine Epoche hinausstrahlt und Verbindungslinien bis in die Gegenwart aufzeigt.«

Der Tagesspiegel, Christoph Schröder (19.11.2017)

»Unglaublich genaue Realitätsabbildung. ... Das Beste, was Sinclair Lewis geschrieben hat. ... In der Übersetzung von Bernhard Robben klingt die Geschichte eines Immobilienmaklers in der Midlifecrisis, der versucht auszubrechen und es nicht hinkriegt, sehr sehr aktuell.«

rbb Kulturradio, Katharina Döbler (10.11.2017)

»Liest man ›Babbitt‹, so ist dies so, als würde einem jemand die Augen öffnen. Denn der Roman wirkt wie ein Schlüsselwerk, mit dem man auf einmal alle anderen US-amerikanischen Romane und Filme besser versteht. Und der wunderbare Schreibstil lässt einen dabei regelrecht durch George Babbitts Weltsicht gleiten, deren Kernpunkte sich ohne weiteres auch auf unsere Gesellschaft übertragen lassen. Ein wirklich toller Roman.«

filmundbuch.wordpress.com, Max Pechmann (31.10.2017)

24.05.2018 | 17:00 Uhr | Frankfurt

MANESSE
Ein Verlag stellt sich vor
mit Dr. Horst Lauinger, Verlagsleiter Manesse

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Buchhandlung Hugendubel
Steinweg 12
60313 Frankfurt

Tel. 069/920349-0, kd-ffm@hugendubel.de

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Robben
Originaltitel: Babbitt

Mit Nachwort von Michael Köhlmeier

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 784 Seiten, 9,0 x 15,0 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-7175-2384-0

€ 28,00 [D] | € 28,80 [A] | CHF 36,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen:  02.10.2017

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Aktuell und zeitlos: Babbitt

Von: Birgit Böllinger Datum: 21.11.2017

www.saetzeundschaetze.com

Was für ein herrlich unterhaltsamer und bissiger Roman! 1922 veröffentlicht Sinclair Lewis, da bereits schon durch „Main Street“ (1920) ein an den Erfolg gewöhnter Autor, seine „Studie“ über den typischen amerikanischen Durchschnittsbürger aus der Mittelschicht – und landet damit wieder einen Bestseller, der sich aus dem Stand tausendfach verkauft. Und bis heute gelesen wird: „Babbitt“ ist – in mehr als einem Sinne – ein „Evergreen“.
Denn man kann das Buch natürlich ganz reflektionsbefreit als wunderbare Satire lesen: Als überspitzte Darstellung eines Spießers, eines Opportunisten, der im Käfig seines Mittelstanddaseins gefangen ist. Huch, das könnte mein Kollege sein, der ständig über die nächste Gehaltserhöhung nachdenkt oder auch die Nachbarin, die so andächtig den nagelneuen SUV für ihre Minimaleinkäufe ausführt. Kurzum, „Babbitts“ wird es immer geben, ein unverwüstlicher Typ.
Aber, mal ehrlich: Sind wir nicht alle ein wenig „Babbitt“? Fragen wir uns nicht manchmal, warum wir unseren Jobs nachgehen, die Kinder lieber aufs Gymnasium denn auf die Realschule schicken, für die Rente sparen, wählen, was wir wählen, sind, was wir sind? Sinclair Lewis gelang mit diesem „bürgerlichen Roman“ auch ein Lehrstück über die Macht der Masse: Selbst ein revoltierender Babbitt lässt sich letzten Endes wieder einfangen, wird resozialisiert, babbittisiert.

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