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Beides sein Roman

Kundenrezensionen (4)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87495-1

Erschienen: 21.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ali Smith schreibt wie sonst keine. In ihrem preisgekrönten neuen Roman verbindet sie zwei Leben, die über fünfhundert Jahre auseinanderliegen: George, ein Mädchen von heute, das die Faszination der Beobachtung entdeckt, und den Werdegang eines Freskenkünstlers aus der italienischen Renaissance. Mit Witz, sprachlicher Brillanz und einer ansteckenden Freude am Spiel mit Formen, Zeiten, Wahrheiten und Fiktionen erzählt die britische Autorin vom Abenteuer der Kunst, vom Sehen und Gesehenwerden, vom Wunder, ein Mensch zu sein.

»Beides sein« ist ein Roman über die Gegensätze von Mann und Frau, von Leben und Tod, von Vergangenheit und Gegenwart und über die Sehnsucht, diese Gegensätze zu vereinen, da sie erst vereint ein Ganzes bilden. »Beides sein«, das sind zwei Geschichten, die ein Ganzes bilden: Da ist die Geschichte von George, einem Mädchen von heute, das um seine ganz plötzlich verstorbene Mutter trauert. George hält ihre Erinnerungen fest, vor allem die Reise nach Italien, als sie mit ihrer Mutter und ihrem kleineren Bruder Henry den Palazzo Schifanoia in Ferrara besuchten, der mit Fresken ausgemalt ist. Der Künstler der schönsten Fresken in diesem »Palast gegen die Langeweile« aus dem 15. Jahrhundert war Francescho del Cossa. Diese Erinnerungen, die Entdeckung des Sehens und Beobachtens und eine Freundschaft bringen George langsam wieder ins Leben zurück.

Und dann ist da das Leben von Francescho del Cossa, dem Renaissancekünstler, dessen Werdegang zum Hofmaler bei Borsa d’Este alles andere als einfach war und dessen ungewöhnliche Geschichte auf verblüffende, höchst vergnügliche Weise auf die des Mädchens George trifft …

"Ein kunstvoller Roman über die Kraft der Kunst."

Anke Dürr / DER SPIEGEL (26.03.2016)

Ali Smith (Autorin)

Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr letzter Roman »Beides sein« wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction.


Silvia Morawetz (Übersetzerin)

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

"Ein kunstvoller Roman über die Kraft der Kunst."

Anke Dürr / DER SPIEGEL (26.03.2016)

"Es ist ein Text, der schwerelos macht, der die Grenzen von Raum und Zeit aufhebt."

Rowena Körber / BUCHKULTUR (29.03.2016)

„Brillant und brillant doppeldeutig, da Ali Smith auch mit den Gegensätzen der Geschlechter spielt. „Beides sein“ ist ein Meisterwerk an Wahrheit und Fiktion.“

Sigrid Hafner / Offenburger Tageblatt (10.05.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Originaltitel: How to Be Both
Originalverlag: Hamish Hamilton

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-630-87495-1

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 21.03.2016

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Einzigartig Spannend

Von: Weitenwandler Datum: 15.12.2016

www.weltenwandler-blog.de

Autor: Ali Smith
Titel: Beides sein
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Luchterhand

Beschreibung:»Beides sein« ist ein Roman über die Gegensätze von Mann und Frau, von Leben und Tod, von Vergangenheit und Gegenwart und über die Sehnsucht, diese Gegensätze zu vereinen, da sie erst vereint ein Ganzes bilden.

»Beides sein«, das sind zwei Geschichten, die ein Ganzes bilden: Da ist die Geschichte von George, einem Mädchen von heute, das um seine ganz plötzlich verstorbene Mutter trauert. George hält ihre Erinnerungen fest, vor allem die Reise nach Italien, als sie mit ihrer Mutter und ihrem kleineren Bruder Henry den Palazzo Schifanoia in Ferrara besuchten, der mit Fresken ausgemalt ist.

Der Künstler der schönsten Fresken in diesem »Palast gegen die Langeweile« aus dem 15. Jahrhundert war Francescho del Cossa. Diese Erinnerungen, die Entdeckung des Sehens und Beobachtens und eine Freundschaft bringen George langsam wieder ins Leben zurück.

Und dann ist da das Leben von Francescho del Cossa, dem Renaissancekünstler, dessen Werdegang zum Hofmaler bei Borsa d’Este alles andere als einfach war und dessen ungewöhnliche Geschichte auf verblüffende, höchst vergnügliche Weise auf die des Mädchens George trifft …
Quelle: www.randomhouse.de

Diese Klappentext des Buches, beschreibt die Handlung so gut, dass ich dem wirklich nichts hinzuzufügen habe. Schließlich möchte ich nicht Spoilern.

Sprache und Erzählstil sind hier wirklich erfrischend neu. Ich habe so es noch in keinem Buch vorher erlebt, das ein Autor so mit Sprache spielt und so extrem Zeiten und Stile fast schon provozierend, dem Leser um die Ohren haut :). Anfangs war ich verwirrt und ehrlich gesagt ein wenig genervt, das gewisse Vorkommnisse oft wiederholt wurden, doch dann verstand ich erst, was Ali Smith da eigentlich tat. Sobald man es versteht, entsteht Spannung nicht nur durch die Handlung der Geschichte, sondern manifestiert sich auch in den verschiedenen Varianten der Verwendung Sprache und Stilmittel. „Wie weit geht sie? Was kommt da noch?“

Das Buch ist eigentlich in 2 Hälften geteilt. In der ersten Hälfte erfährt der Leser die Geschichte von George, einer 16 jährigen die noch in Trauer um ihre Mutter lebt. Im zweiten Teil geht es um Francesco del Cossa, einen Renaissancekünstler und dessen Lebensweg. Ali Smith schafft es tatsächlich ohne kitschig zu werden, eine feine Verbindung zwischen deren beider Leben zu schaffen.

Beide Geschichten für sich alleine sind schon eines Buches wert. Humor kommt hier nie zu kurz, verbunden mit lehrreichen und weisen Worten. Auch regt die Geschichte zur Selbstreflexion an, hier eine Passage die mir zum Beispiel sehr gefiel:

„Ist Wert dasselbe wie Geld? Ist das ein und dasselbe? Ist Geld das, was wir sind? Wie viel Geld wir machen, bestimmt das darüber, wer wir sind? Was bedeutet das Wort machen? Sind wir, was wir machen?“

Die beiden einzelnen Geschichten sind gut nachzuvollziehen und in sich logisch und realistisch dargestellt. Die Verbindung der beiden, vielleicht nicht so, aber wen kümmert es? Es ist schließlich ein Roman, und damit Fiktion, ich finde das toll!

Ich liebe dieses Buch, das mich sehr gut unterhalten hat. Trotz meiner starken Schmerzen nach einer Zahnoperation habe ich es in meinen freien Minuten verschlungen. Es ist ein einzigartiges Buch, und macht es zur Pflichtlektüre für alle neugierigen Leser. Man muss kein Kunstliebhaber sein um es zu verstehen, aber es kann Lust auf Kunst machen. Da es einen kleinen Einblick gibt, worauf es in der Kunst ankommt, ob als Schaffender oder Betrachter eines Gemäldes oder von Fresken.

Ich kann jedem empfehlen dieses Buch zu lesen, es ist ein Erlebnis.
Wer dieses Buch verpasst, verpasst ein Goldstück!

Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Sterne!

Ich danke dem Luchterhand Verlag für dieses Rezensionsexemplar sehr.

Liebe Grüße und viel Spaß mit diesem Buch,

Der Weltenwandler

Virtuoser Roman um Gegensätze und Gemeinsamkeiten

Von: letteratura Datum: 11.11.2016

https://letteraturablog.wordpress.com/

George, ein Teenagermädchen, hat unerwartet ihre Mutter verloren. Sie versucht, mit dem Verlust zurechtzukommen, ihn überhaupt erst einmal zu begreifen. Ihr Leben geht weiter, sie geht zur Schule, schließt eine neue Freundschaft und lebt mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Henry zusammen im heutigen England. Immer wieder erinnert sie sich an eine Italienreise, die sie mit dem Bruder und der Mutter ungefähr ein Jahr zuvor gemacht hat. In Ferrara gab es ein Gemälde, das George besonders beeindruckt hat. Es wurde gemalt von Francescho del Cossa (im Roman in dieser Schreibweise), von dem kaum etwas bekannt ist, außer, dass er, nachdem er seine Arbeit abgeliefert hatte, der Meinung war, dass sie viel besser sei als die der anderen und er daher mehr Geld dafür verlangte.

Es ist dieser Francescho del Cossa, über den der zweite Teil des Romans „Beides sein“ von Ali Smith erzählt. Ca. 500 Jahre geht es in der Zeit zurück in das Leben des jungen Malers und zu seinem Weg zum Erfolg, der nicht einfach war. Beide Teile des Romans tragen die Kapitelvorzeichnung Eins: Die Reihenfolge, in der man die Teile liest, ist somit einerlei. Sowieso wartet „Beides Sein“ nicht mit einer stringenten Handlung auf, immer wieder ist die Geschichte assoziativ, wir springen in die Vergangenheit und zurück, Wichtiges wird wie nebenher fallengelassen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie Smith die Trauer der jungen George um ihre Mutter in Worte fasst, wie sie diese nicht beschreibt, sondern zeigt, durch die imaginären Dialoge, die sie mit der Mutter führt, durch die schlagartigen Erinnerungen, die George überfallen, durch kurze Einschübe, unvermittelt, aber treffend. So habe ich den Teil, der sich um George dreht, denn auch als den zugänglicheren empfunden. Obwohl man durchaus einige Seiten braucht, um sich auf den etwas sperrigen Roman einzulassen, auf Smiths ganz eigenen Ton, in dem sie erzählt, hat Georges Geschichte mich sehr gepackt. Den Teil um Francescho del Cossa habe ich als weniger mitreißend empfunden, was womöglich am schwerer fassbaren Charakter lag – vielleicht passt es auch zu dem Umstand, dass wir uns hier so viele Jahre zurückbewegen in eine Zeit, die der unseren so viel ferner ist.

Insgesamt bietet der Roman jede Menge Interpretationsspielraum, regt zum Nachdenken an. Einige Themen ziehen sich durch beide Geschichten, vor allem Fragen nach der Identität und dem Geschlecht. So wird George immer mit dem männlichen Vornamen angesprochen, obwohl sie ein Mädchen ist und auch Francescho ist nicht, was er zu sein scheint. Der englische Originaltitel lautet „How to be both“ und ist somit recht nah an seiner deutschen Übersetzung. Beides sein, beides sein können, daran kann man sich beim Lesen orientieren. Wie sehr werden wir in Geschlechtertypen gedrängt, wie wichtig sind solche Zuschreibungen wirklich?

Ali Smith ist eine Autorin, die mutig genug ist, sich alle Freiheiten zu nehmen, die sie benötigt, um ihre Geschichte so zu erzählen, wie sie es möchte und die ihren Lesern zutraut, sich darin zurechtzufinden. Eine weitere Rezension ist bei schiefgelesen zu finden, wo ich immer wieder daran erinnert wurde, doch endlich Ali Smith zu lesen, die schon lange auf meiner Liste stand. Vielen Dank dafür! Ich werde diese talentierte Autorin im Auge behalten und freue mich auf mehr von ihr.

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