Beim Morden bitte langsam vorgehen

Roman

Hardcover
18,00 [D] inkl. MwSt.
18,50 [A] | CHF 25,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Endlich Witwe - eine giftige Komödie!

Die Leute leben einfach zu lange. Und die wenigsten haben das verdient. Horst jedenfalls nicht. Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien hat Irene endgültig genug von ihrem Mann. Als sie eines Tages in einer alten Schachtel Vorhang-Bleibänder findet, kommt ihr die beste Idee ihres Lebens: Aus der immer so netten Bibliothekarin wird eine gerissene Hobbychemikerin, die ihre bisher von Braten- und Kuchenduft erfüllte Küche in ein Labor verwandelt. Dort bereitet sie Bleizucker zu. Geduldig rührt sie ihrem Mann täglich ein Löffelchen in den Kaffee. Bei den wirklich wichtigen Dingen muss man langsam vorgehen ...

Mit Gift zum Glück – ein makabrer und doch so lebenskluger Roman über die Ehe mit tödlichen Folgen.

»Wenn die schwedische Autorin schwarzhumorig eine langjährige Ehe durchleuchtet, macht das sehr viel Spaß – und endet tödlich.«

kulturnews (30. März 2018)

Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Blybröllop
Originalverlag: Brombergs
Hardcover, Pappband, 272 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-421-04802-8
Erschienen am  16. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

DER ÜBERMÄSSIGE KONSUM VON ZUCKER KANN TÖDLICH SEIN ...

Von: Sarah M.

05.12.2018

Das Buch beginnt mit einer kurzen Erklärung der Protagonistin Irene, dass sie ein Notizbuch gefunden hat, welches ihre Mutter ihr damals zum Schulabschluss schenkte. In diesem Notizbuch möchte sie ihre Geschichte niederschreiben - wie sie Horst, ihren Ehemann, vergiftete. Irene ist seit 39 Jahren mit Horst verheiratet. 39 Jahre, in denen Horst den Ton angegeben hatte und Irene, um das Bild der braven Ehefrau bemüht, fügte sich ihm. 39 Jahre voll Sticheleien, Bevormundung und Einengung. Eines Tages findet Irene in einem alten Karton, in dem sie Gardinen lagert, Bleibänder findet, die normalerweise zum Beschweren ebendieser Gardinen verwendet werden. Irene kommt ein Gedanke, erst zögerlich, doch dann immer konkreter: Blei ist doch giftig, nicht wahr? Diese Geschichte ist unvergleichbar mit den Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Die Abgründe einer fast vier Dekaden dauernden Ehe zu lesen, hat etwas Abschreckendes an sich. Man ist größtenteils auf Irenes Seite, doch ich muss sagen, dass man sich manchmal auch fragt, warum sie Horst diese vielen Jahre hat gewähren lassen. Der Schreibstil ist absolut angenehm, das habe ich sehr genossen. Auch hat mich dieses Buch einiges gelehrt. Irene ist eben mittlerweile eine seniorige Frau, die viel Lebenserfahrung gesammelt hat. Ich gebe dem Buch deshalb vier Sterne, weil es in sich absolut stimmig, aber kein Highlight ist. Dennoch bin ich sehr froh, dass ich dieses Werk gelesen habe. Zudem ist das Cover sehr schön und das Hardcover fasst sich toll an! Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Lesen Sie weiter

Giftige Unterhaltung

Von: Tipperin

04.11.2018

Horst macht einer Frau Irene das Leben zur Hölle. Die stets bescheidene, nette und hart arbeitende Ehefrau tut alles für ihre Familie, bekommt in den 39 Jahren Ehe jedoch keine Dankbarkeit sondern nur Sticheleien, Gemeinheiten und Undank zu spüren. Als ihr dann zufällig alte Vorhang- Bleibänder ihrer Mutter in die Hände fallen, macht es klick: Sie hat die Idee, Bleizucker herzustellen und ihren Gatten mit dieser tödlichen Süße mal in eine ganz andere Rolle innerhalb der Ehe zu bringen.. Ob sie es wirklich durchzieht? Wird sie ihren Mann umbringen? Stil, Machart, Meinung Dieses wunderbar aufgemachte, hübsche Büchlein trieft nur so vor schwarzem Humor. Schön geschrieben, intelligent, mit Witz und Charme wird dem Leser schnell klar, auf wessen Seite er steht. Auf der Seite der potentiellen Mörderin nämlich. Die Autorin bringt einen mit der Abwechslung aus der Gegenwart voller Sticheleien vom Ehemann und Anekdoten aus der Vergangenheit der Eheleute schnell in eine moralisch etwas verwerfliche Situation. Irene war mir schnell unglaublich sympathisch und ich konnte einfach nicht glauben, dass sie die Launen ihres furchtbaren Mannes aushält. Man fiebert also mit, wie eine Frau versucht, ihren Mann umzubringen. Diese makabere Geschichte muss man aber auch noch etwas anders betrachten: Eine Frau kommt aus der Opferrolle und kämpft dafür, den Rest ihres Lebens so zu leben, wie sie es möchte. Ihr blieb ja am Abend nicht mal die Fernbedienung, denn die hatte immer der Mann im Griff. Nun möchte sie mehr, und dafür ist sie bereit zu kämpfen. Noch dazu ist sie einfach eine intelligente, belesene Frau mit einer interessanten Sicht auf die Welt. Was mir etwas erschreckend erscheint ist die Tatsache, dass dieses Buch tatsächlich auch als Anleitung zur Herstellung von Gift gelesen werden kann. Ich hoffe, dass Niemand, der in einer ähnlichen Rolle steckt wie die Protagonistin, inspiriert aus der Lektüre hervor geht. Ich finde eher die Nachricht wichtig, dass man für seine Ehe und die Gleichberechtigung darin kämpfen sollte, BEVOR es zu derlei Gedankengängen kommt. Fazit Dieses kurzweilige Buch besticht zunächst durch die liebevolle Aufmachung, dann durch den moralisch herausfordernden Inhalt und die humorvolle Schreibe. Ich vergebe 5 Sterne und hoffe, dass mein Mann diese Rezension nicht liest. Er könnte Angst haben, wenn ich ihm das nächste Mal ein Getränk mit Zucker anreiche. Mal abgesehen davon, dass ich keinen Mord plane, ist mit dieser Rezension meine Chance in dieser Richtung eh versiegt. Ich denke, nun würde man mir im Ernstfall schnell auf die Schliche kommen, denn das Netz vergisst ja bekanntlich nie. Spaß beiseite – ich empfehle dieses Buch gern weiter. Es wäre wohl eher etwas für Frauen, aber Männer dürften auch ihren Spaß haben. Wer bitterbösen, schwarzen Humor liebt, sollte hier zuschlagen. Die Lektüre wäre aus den oben genannten Gründen vielleicht nicht für jeden das richtige Geschenk ;-)

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Sara Paborn, 1972 in Sölvesborg geboren, war früher in der Werbebranche tätig und lebt heute als Autorin in Stockholm. 2009 veröffentlichte sie ihr Debüt. Ihr Überraschungsbestseller „Beim Morden bitte langsam vorgehen“ ist ihr vierter Roman; damit ist Sara Paborn erstmals auf Deutsch zu entdecken.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Hinreißend lebenswahr und komisch, stellenweise nachdenklich!«

Solinger Tagblatt (26. April 2018)

»Humorvoll erzählt Paborn den Krimi aus der Laborküche.«

Ruhr Nachrichten (13. Juni 2018)

»Giftige Unterhaltung - schwarzhumorig und intelligent!«

Expressen

»Bei Sara Paborn brodelt der Witz unter der Oberfläche.«

Svenska Dagbladet

»Man muss Sara Paborn lesen - sie hat einen wunderbar absurden Humor!«

Norrköpings Tidningar

»Dieser Roman ist sehr, sehr witzig, und das obwohl eine Frau ihren Ehemann langsam vergiftet.«

Ystads Allehanda

»Sara Paborn ist eine besondere Autorin – es ist ihr Humor, der sich klug in den Text einfügt und nie aufgesetzt wirkt, es ist auch ihr feiner Blick für Details, für die Menschen und ihren Alltag, in dem das ganze Leben - und auch der Tod – stattfindet. All das beschreibt sie auf wunderbar minimalistische Weise.«

Dagens Nyheter