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Born to Run Die Autobiografie

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-20131-6

Erschienen: 27.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 37
Spiegel Hardcover Sachbücher

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Selten zuvor hat ein Bühnenkünstler seine eigene Geschichte mit solch einer Kraft und solch einem lodernden Feuer niedergeschrieben. Wie viele seiner Songs (“Thunder Road”, “Badlands”, “Darkness on the Edge of Town", “The River”, “Born in the U.S.A.", “The Rising" oder “The Ghost of Tom Joad”, um ein paar wenige zu erwähnen) ist Bruce Springsteens Autobiografie geprägt von der Lyrik eines einzigartigen Songwriters und der Weisheit eines Mannes, der ausgiebig über sein Leben nachgedacht hat.

»Born to Run ist Roadmovie, großer amerikanischer Roman, Schundheftchen und wildes, lebensbejahendes Fest. Eine Legende, geschrieben von der Legende selbst.«

Julian Dörr auf süddeutsche.de (29.09.2016)

Bruce Springsteen (Autor)

Bruce Springsteen wurde in die Rock and Roll Hall of Fame, die Songwriters Hall of Fame und die New Jersey Hall of Fame aufgenommen. Er wurde mit 20 Grammy Awards, dem Academy Award und den Kennedy Center Honors ausgezeichnet. Springsteen lebt mit seiner Familie in New Jersey.

»Born to Run ist Roadmovie, großer amerikanischer Roman, Schundheftchen und wildes, lebensbejahendes Fest. Eine Legende, geschrieben von der Legende selbst.«

Julian Dörr auf süddeutsche.de (29.09.2016)

»Born To Run ist eine überaus mitreißende Autobiografie, die nicht nur die eingefleischten Fans von Bruce Springsteen lieben werden.«

news.at (27.09.2016)

»Kennen Sie irgendeinen jungen Menschen, der Musik macht? Dann schenken Sie ihr oder ihm dieses Buch!«

Denis Scheck in Druckfrisch, ARD (20.11.2016)

»Ein Buch, das so fesselnd und episch ist wie ein Konzert von Springsteen.«

Thomas Hüetlin in Der Spiegel (26.11.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner, Alexander Wagner, Urban Hofstetter, Daniel Müller
Originaltitel: Born to run
Originalverlag: Simon & Schuster

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 672 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
mit Farbteil

ISBN: 978-3-453-20131-6

€ 27,99 [D] | € 28,80 [A] | CHF 36,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 27.09.2016

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Bruce Springsteen: Born to Run

Von: klappentextmag Datum: 08.02.2017

www.klappentextmag.de

Ein wahres Leben

Es gibt Künstler, deren Kunst ich absolut bewundere, die ich für großartig, talentiert und wichtig halte. Aber sie lassen mich kalt.

Und dann gibt es die, die etwas mit mir machen. Wenn Benedict Cumberbatch spricht, dann geht es mir durch Mark und Bein. Wenn ich die Sätze von Sarah Kirsch lese, dann fliege ich ganz weit weg. Und wenn Bruce Springsteen singt, dann steigen mir die Tränen in die Augen. Mein Lieblingstränenlied: I’m on Fire.

Warum mich Bruce Springsteen zum Weinen bringt? Wirklich wissen tu ich es nicht. Will ich auch nicht. Schließlich ist es ein Gefühl. Aber es hat etwas mit seiner Stimme zu tun, die nach Sehnsucht, nach Autofahren bei Nacht und großer Freiheit klingt.

Ausnahmsweise

Eigentlich lese ich keine Star-Biographien. Entweder interessiert es mich einfach nicht, was Mr. X oder Mrs. Y zum Leben auf dem roten Teppich zu sagen hat, oder irgendein Ghostwriter hat sie verfasst und hübscht den steilen Weg nach oben mit netten Plattitüden auf. Ja, und allermeistens gibt es über beziehungsweise von den Künstlern, die mich interessieren, überhaupt keine Bücher.

Dass mir Bruce Springsteens Autobiographie in die Quere kam, habe ich auch nur Thees Uhlmann zu verdanken. Nicht dass wir uns persönlich kennen würden. Allerdings ist er Springsteens deutsche Stimme und hat Born to Run als Hörbuch eingelesen. Als Heike und ich im letzten Oktober auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs waren, saß Thees Uhlmann da im Innenhof der Messe, hat vorgelesen und da hat es mich gepackt. Das lag zum einen daran, dass auch Herr Uhlmann eine schöne Stimme hat, vor allem aber daran, WIE Bruce Springsteen über sein Leben schreibt.

Nämlich so:

Dreckig, witzig, traurig, fröhlich, depressiv, hoffnungsvoll, nostalgisch, laut, leise, arrogant, bescheiden – so wie das Leben und so wie die Menschen nun mal sind. Ich habe selten etwas so Ehrliches gelesen. Ich will jetzt eigentlich nicht mit dem alten, abgegriffenen Lappen namens Authentizität kommen. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig. Born to Run – Vorsicht, es kommt! – ist radikal authentisch.

Und zwar so authentisch, dass man Mister Springsteen nicht nur als Künstler, sondern als Menschen begreift. Und der ist nicht immer sympathisch. Und gerade das macht ihn und sein Buch so sympathisch. Er ist einer, der immer „The Boss“ sein will, wenn es um seine Platten geht, ein selbsternannter Korinthenkacker mit Stock im Arsch ist, in Sachen Liebe einen kaum zu bremsenden Fluchtreflex spürt und der auch heute noch – mit fast 70 – mit den Dämonen seiner Kindheit und mit schweren Depressionen kämpft.

Die hat er wohl seinem Vater zu verdanken und von ihm geerbt. Die missratene Beziehung zu ihm prägt wie nichts sonst sein Leben. Kaum 1000 Worte, erzählt er uns, habe sein Vater mit ihm gesprochen, bis er volljährig war. Stattdessen: aggressives Schweigen, konsequente Abwesenheit, viel Alkohol und chronische Unzufriedenheit.

Flucht und Familie

Das Tolle: Bruce Springsteen hasst seinen Vater nicht, er führt ihn niemals vor. Er erzählt uns, warum er war, wie er war, wie er so geworden ist. Und warum seine Mutter zeitlebens zu ihm gehalten hat, aber auch immer zu Bruce und seinen Schwestern.

Springsteen schreibt ungeheuer detailliert und liebevoll von seiner Familie, die größtenteils aus Schizophrenen und anderweitig Verrückten zu bestehen scheint. Sich selbst nimmt er da nicht aus. Vielleicht waren es auch genau diese Gene, die ihn zum Durchhalten, zum Kämpfen befähigt und ihn von Freehold, New Jersey auf die großen Bühnen der Welt gebracht haben.

Musiker und solche, die es werden wollen, interessieren sich dafür vielleicht am meisten. Wie wird man zum Star, auf welcher Gitarre spielt Bruce, wie komponiert er seine Songs, wie ist das Tourleben und wie kam er eigentlich auf „Born in the USA“? Das liest sich zwar überraschend interessant, was ich aber viel spannender fand, war die Geschichte seines Lebens.

Dreams are my reality

Wie man die eine Hälfte seines Lebens einem Traum nachjagt und die andere Hälfte davon versucht, mit der Erfüllung des Traums klarzukommen. Und wie man das Traumbild, das man von sich selbst hat, mit dem realen in Einklang bringt. Was passiert, wenn man immer geglaubt hat, man wäre geboren, um zu fliehen und zu rennen – Born to Run eben – und dann begreift, dass man sich vielleicht immer nur nach einem sicheren Zuhause gesehnt hat?

"Unterm Strich war ich schlicht ein Kerl, der sich in seiner eigenen Haut nicht sonderlich wohlfühlte, egal was das für eine Haut war. Schon die Vorstellung eines Zuhauses löste in mir – wie das meiste andere auch – Misstrauen und ein Gefühl von Trauer aus. Ich hatte mir lange eingeredet – und beinahe Erfolg damit gehabt –, dass ein Heim nur was für andere wäre. Doch jetzt ruckelte mein schöner Film. (Der Film, in dem ich einen umherziehenden Musiker spiele, der zwar kein Glück in der Liebe, dafür aber dieses fantastische musikalische Talent hat; ein äußerst charismatischer Mann, unter dessen unbekümmertem Äußeren sich eine tief verletzte, aber noble Seele verbirgt. Und während ich in diesem Film von Stadt zu Stadt ziehe, geschehen regelmäßig zwei Dinge. Erstens: Eine wunderschöne Frau verliebt sich in mich, eine Liebe, die ich nicht erwidern kann, weil mein „Herz“ dem Highway gehört. Zweitens: Ich hab eine so starke Wirkung auf die Menschen, die mir begegnen, dass sie mich zu sich nach Hause einladen, mich bewirten, mir einen Lorbeerkranz aufdrücken, ihre Freundinnen mit mir teilen und mich danach „für immer in Erinnerung behalten“…"

So eitel und uneitel gleichzeitig beschreibt Bruce Springsteen seine Lebenskämpfe. Am allerschönsten aber schreibt er von dem größten Einschnitt seines Lebens: seiner Frau und seinen drei Kindern. Ich habe tatsächlich noch nie etwas so rührendes und ehrliches von einem Mann gelesen, der dabei über sich selbst spricht. Und für den sich alles um Rock’n Roll dreht. Warum auch nicht, würde Springsteen darauf sicher sagen, und dass diese pseudo-männliche Härte zu nichts anderem führt als einem verpfuschten Leben. Auch das hat er von seinem Vater gelernt. Uns lehrt er lieber John Lennon: Love is the answer. Vor ihr sollte nieMANNd wegrennen.

I’m on Fire

Wer jetzt Angst hat vor einem schweren, selbstreflektierten Schinken, darf aber beruhigt sein. Erstens erzählt wohl niemand so cool von den eigenen Unzulänglichkeiten, und außerdem sprüht das Buch nur so vor Leben und tollen Anekdoten. Wie war es, mit den Rolling Stones in einer Garage zu jammen, was flüsterte Jack Nicholson Bruce auf Frank Sinatras Beerdigung zu, wie verhalf er Courteney Cox zum Durchbruch und was hat er mit Lady GaGas Mutter auf einem Rihanna-Konzert gemacht?

Die kleinen Begebenheiten und die großen Fragen des Lebens, beide dürfen im Buch nebeneinander stehen. Zum Glück, denn darum ist es so gut. Und weil Bruce Springsteen selbst beim Zurückschauen immer nach vorn blickt. Darum ist auch eine meiner liebsten Passagen im Buch diese:

Man kann immer nur mit gestärktem Herzen von dort, wo es verwundet wurde, weiterziehen, um eine neue Liebe zu finden. Man kann sich aus alldem Schmerz und dem Kummer ein Schwert schmieden und mit dieser Waffe das Leben, die Liebe, die Menschenwürde und Gottes Schöpfung verteidigen. Aber niemand kann die Zeit zurückdrehen. Keiner kann zum Ausgangspunkt zurückkehren, denn die Straße des Lebens ist eine Einbahnstraße und führt nur in eine Richtung. Vorwärts, hinein in die Dunkelheit.

So weit, so schön. Und ich muss Bruce Springsteens Stimme nicht mal hören, damit mir die Tränen kommen. Ich kann sie auch lesen.

In the day we sweat it out on the streets of a runaway American dream

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 04.01.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Nach der 2012 im Original erschienenen Veröffentlichung „Bruce“ des Musikjournalisten Peter Ames Carlin hat Bruce Springsteen himself nun mit „Born to run“, seiner Autobiografie, nachgelegt. Den Titel hat er von dem gleichnamigen Album (und Song) übernommen, das 1975 veröffentlicht wurde und seinen Durchbruch markierte – und bis heute nach „Born in the USA“ sein am häufigsten verkauftes Album ist.

Bruce Springsteen, der Rock ‚n‘ Roller aus New Jersey, der Typ aus der Nachbarschaft, ohne Allüren, aber mit einem goldenen Herzen. Immer bereit, für die einfachen Leute Partei zu ergreifen, seine Popularität in die Waagschale zu werfen, wenn es darum geht, Gelder für eine gute Sache einzuspielen. Der ehrliche Arbeiter mit der klaren politischen Position. Der Vollblutmusiker, dessen Konzerte jeden Cent wert sind, die die Eintrittskarten kosten. Jeder, der das Glück hatte, ein Springsteen-Konzert live zu erleben, wird das bestätigen können. Minimum dreieinhalb Stunden Performance, in denen er alles gibt, aber auch seinen Musikern alles abverlangt. Bruce Springsteen, der Boss.

Und er nimmt in seinen Schilderungen kein Blatt vor den Mund, hält mit nichts hinter dem Berg. Offen und ehrlich, wie es seine Art ist. Von der Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, vom Aufwachsen in Freehold, New Jersey, dem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater, den ersten Gehversuchen mit seiner Gitarre, dem Tingeln durch die Clubs, bis hin zu dem ersten Plattenvertrag. Diese Passagen sind intensiv, weil er sie ungeschönt mit offenem Visier erzählt. Schonungslos dann, wenn er seine „schwarzen Hunde“ schildert, die Depressionen, mit denen er noch immer kämpft, den Schmerz, der ihn geprägt hat. Ein Musiker, der Erlösung in seiner Musik sucht. Der die Lücke zwischen der Realität und dem amerikanischen Traum schließen will. Nicht nur für sich, sondern auch für seine Zuhörer. Ein Besessener, der sein Medium gefunden hat. Die Gitarre und seine Songs.

Wie seine Alben ist auch diese Autobiografie ein Stück Musikgeschichte. Aber nicht nur, denn es ist gleichzeitig auch eine Beschreibung und eine Bestandaufnahme der Zustände in den Vereinigten Staaten der einfachen Leute. Grandios!

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