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Cambridge 5 - Zeit der Verräter Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8090-2682-2

Erschienen:  06.09.2017
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Das faszinierende Debüt einer deutschen Autorin, die u.a. von der BBC und dem ZDF als historische Expertin gefragt ist.

Cambridge ist ein Ort der Spione. Hier werden Freundschaften geschlossen und verraten. Der charismatische Geschichtsprofessor Hunt weiß das nur zu gut, seine Freunde von einst sind schon lange keine mehr. Vielleicht interessiert er sich deshalb so für die Promotion der deutschen Studentin Wera, die fasziniert ist von der Spionagegruppe der »Cambridge 5«: Fünf Studenten, die sich in den 1930er Jahren vom russischen Geheimdienst anheuern ließen und jahrzehntelang erfolgreich Informationen weitergaben. Diese Zeiten scheinen lange vergangen. Doch dann wird Hunt in einen Mordfall verwickelt. Hat er etwas zu verbergen, oder will man ihm die Schuld zuschieben? Und welche Rolle spielt Wera wirklich? Die Zeit der Spione ist anscheinend noch lange nicht vorbei ...

Wussten sie, dass Hannah Colers Vater für den amerikanischen Geheimdienst gearbeitet hat? Zum Interview

»Eine Familiengeschichte, die mindestens so spannend ist wie Urbachs Roman. . .«

Bild am Sonntag (03.09.2017)

Hannah Coler (Autorin)

Hannah Coler ist das Pseudonym der deutschen Historikerin Dr. Karina Urbach. Sie studierte Geschichte in Cambridge und lehrte an deutschen und britischen Universitäten. Urbach war an zahlreichen Dokumentationen des ZDFs und der BBC beteiligt. Seit 2015 lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von New York. Cambridge 5 – Zeit der Verräter ist ihr erster Roman und wurde gleich für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

»Eine Familiengeschichte, die mindestens so spannend ist wie Urbachs Roman. . .«

Bild am Sonntag (03.09.2017)

»Die stärksten Passagen [...] bestehen aus boshaften und maliziösen Streitgesprächen der Figuren untereinander, klassische Konversationspassagen, die auch von Somerset Maugham oder Evelyn Waugh stammen könnten.«

Deutschlandfunk Kultur „Lesart“ (20.09.2017)

»In ihrem Debütroman verwebt Hannah Coler zwei Handlungsstränge zu einem spannenden Roman.«

Eckhard Stuff / rbb kulturradio (01.12.2017)

»Ein Mix aus Authentizität und Fantasie, der es in sich hat.«

dpa (21.11.2017)

»Spannende Story mit teilweise wahren Vorbildern - Debüt einer deutschen Historikerin«

Elle (21.09.2017)

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8090-2682-2

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen:  06.09.2017

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Spione von gestern und heute

Von: Stephanie Schuster Datum: 21.12.2017

www.leselieben.de

Zu Beginn sind wir mitten drin, im beschaulich ruhigen Leben eines Geschichtsprofessors. Er analysiert seine Mitmenschen, die, die mit ihm bei Tisch sitzen. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass einige von ihnen eine Vergangenheit als Spione haben. Wie der Titel sagt, spielt der Roman in Cambridge. Es geht um Verrat und die Verwicklungen von Spionage bis heute, um fünf Studenten, die sich in den 1930er Jahren vom russischen Geheimdienst anheuern ließen und jahrzehntelang erfolgreich Informationen weitergaben. Das verwickelt den Geschichtsprofessor Hunt in einen Mordfall in der Gegenwart. Der Titel und auch das Cover suggerieren einen Agenten-Thriller, was in die Irre führt. Das Buch ist ein Roman, der nicht mit Krimispannung aufwartet, sondern ganz aus der Innensicht der Figuren erzählt. Man merkt der Autorin an, dass sie Historikerin ist, sie legt großen Wert auf Details. Das liest sich teilweise recht wissenschaftlich nüchtern. Vielleicht wäre ein erzählendes Sachbuch für dieses spannende Thema das bessere Genre gewesen.

ein Tummelplatz für Spione

Von: Renie Datum: 17.11.2017

renies-lesetagebuch.blogspot.de/

Wenn ich an die altehrwürdige britische Universität Cambridge denke, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Elite, Nobelpreis, Ehrfurcht, Romantik und Tradition. Wer in diesem Tempel des Wissens studiert, hat es geschafft und braucht sich über seine zukünftige Karriere keine großen Gedanken machen. Unzählige Berühmtheiten haben hier studiert. Keine Universität dieser Welt hat mehr Nobelpreisträger hervorgebracht.
Die deutsche Autorin Hannah Coler zeigt dem Leser in ihrem Roman "Cambridge 5" einen andere Sichtweise. Sie widmet sich einem Thema, das an dieser Elite-Universität schon immer aktuell war: Cambridge, ein Tummelplatz für die Geheimdienste dieser Welt.

Schon in den 30er Jahren gab es hier eine Spionagezelle namens Cambridge 5. Sie bestand aus einer Gruppe englischer Studenten, rekrutiert vom russischen Geheimdienst. Während ihres Studiums widmeten sie sich ihrer Spionagetätigkeit und haben lange Jahre fröhlich und unentdeckt brisante Geheimnisse aus Politik und Wirtschaft an Russland weitergegeben.
In ihrem gleichnamigen Roman behandelt Hannah Coler die Schaffenszeit der Cambridge 5 sowie den Universitätsalltag unter dem Einfluss von Spionage und Geheimniskrämerei bis hin zur heutigen Zeit. Sehr geschickt vermischt sie dabei Wirklichkeit mit Fiktion und lässt somit ein spannendes und faszinierendes Bild eines Universitätsleben entstehen, das herzlich wenig mit dem Mythos zu tun hat, den der Leser mit Cambridge verbindet.

Auf den ersten Seiten dieses Romanes werden 3 Personengruppen aufgelistet, die zu unterschiedlichen Jahrzehnten in Cambridge studiert und gelehrt haben.

1934 bis 1963
Cambridge 5 - eine Gruppe aus 5 Studenten, die für die Sowjetunion spioniert haben und erst 30 Jahre nach ihrem Studium aufgeflogen sind. Das berühmteste Mitglied war der sagenumwobene Spion und Doppelagent Kim Philby.

1970er Jahre
5 Männer und Frauen, die in den 70ern in Cambridge studiert haben. Jahre später haben sie wichtige Positionen in Lehre, Forschung und Verwaltung an der Universität eingenommen.

2014/2015
Jasper, David, Wera - Studenten der heutigen Zeit

Wer jetzt davon ausgeht, dass er 3 Handlungsstränge präsentiert bekommt, die parallel zueinander laufen, hat nur bedingt recht. Tatsächlich konzentriert sich die Handlung auf die heutige Zeit um die 3 Studenten Jasper, David und Wera sowie ihrem Doktorvater Hunt, der in den 70er Jahren während der Unruhen, die es auch in Cambridge gab, eine wichtige Rolle gespielt hat. Darüberhinaus trifft man auf weitere Mitstreiter von Hunt aus den 70er Jahren, die heute in diversen verantwortungsvollen Positionen in Cambridge tätig sind. Die Autorin stellt dadurch eine Verbindung zwischen den beiden Zeiträumen her.

In den 70er Jahren war es nicht ungewöhnlich, dass Studenten links angehaucht waren und für ihre politischen Überzeugungen gekämpft haben. In Deutschland gab es die Studentenunruhen, aus denen viele RAF Mitglieder hervorgegangen sind. In Cambridge gab es ebenfalls Unruhen, zwar nicht in diesem Ausmaß, doch immerhin haben die Unruhen als Garden House Revolte (Februar 1970) Einzug in die Geschichtsbücher gehalten. Inwieweit die Mitglieder der 70er Jahre-Gruppe an den Revolten beteiligt waren und welchen Einfluss sich daraus auf ihr heutiges Leben ergibt, zeigt sich durch Rückblenden auf die damalige Zeit.

Bleibt noch der Mythos um die Gruppe "Cambridge 5". Hannah Coler greift zu einem originellen stilistischen Werkzeug, um dem Leser das Wissen über Kim Philby und seine "Cambridge 5" näher zu bringen. Sie lässt Wera (2014/2015) eine Dissertation über diese Gruppe schreiben. Wera geht dabei sehr detailliert auf die Hintergründe dieser Gruppe ein, die sie in mehreren Kapiteln formuliert. Die Autorin Hannah Coler lässt diese Kapitel in unregelmäßigen Abständen in den Text einfließen. Der Leser liest also Weras Dissertation, blickt ihr manchmal quasi über die Schulter, während sie schreibt. Darüberhinaus betrachtet der Leser die Inhalte durch die Augen ihres Doktorvaters Hunt, während er die einzelnen Kapitel begutachtet.
Glücklicherweise ist Weras Schreibstil sehr lebhaft und kein bisschen wissenschaftlich-trocken wie man es von einer wissenschaftlichen Arbeit erwarten würde. Sie schafft es, Spannung aufzubauen, so dass man die Seiten ihrer Dissertation um die Cambridge 5 förmlich verschlingt.

Der "rote Spionagefaden" durchzieht die Handlung, angefangen bei den Cambridge 5 bis hin zur heutigen Zeit. Bei den Unruhen in 1970 hatten die Geheimdienste ihre Hände im Spiel und heutzutage wirken sie ebenfalls in Cambridge. Tatsächlich ist aber nicht ersichtlich, wer von den Protagonisten dieses Romans, in welchem Umfang bei den Spionagetätigkeiten involviert ist und war. Das macht diesen Roman so spannend, weil man vieles erahnt, aber erst zum Schluss Gewissheit bekommt.

Hat sich die damalige Spionagetätigkeit der Cambridge 5 auf politische Themen konzentriert, kommt heutzutage noch ein weiteres Betätigungsfeld der Agentenbranche hinzu: Spionage in Wissenschaft und Forschung. Man darf nicht vergessen, dass Cambridge heutzutage als britisches Silicon Valley gehandelt wird und somit zu einem Tummelplatz für Wirtschaft und Militär geworden ist. Viele Forschungen unterliegen der Geheimhaltung. Die Geldgeber werden diskret behandelt. Insofern ist es kein Wunder, wenn der eine oder andere Geheimdienst einen Blick riskieren möchte, was die Konkurrenz so treibt. Schließlich weiß man nie, welche Forschungsergebnisse für die eigenen Zwecke eingesetzt werden können.

Fazit:
Hannah Coler hat selbst in Cambridge studiert und unterrichtet. Mittlerweile ist sie eine gefragte historische Expertin, die gern von BBC und ZDF gebucht wird. Sie gewährt in ihrem Roman einen Einblick in den Universitätsalltag, der von Intrigen, Vetternwirtschaft und Beziehungsmanagement bestimmt ist. Durch das Spionage-Thema lässt sie den Mythos um die Denkfabrik Cambridge in den Hintergrund treten. Völlig faszinierend ist dabei die reale Geschichte um die Spionagegruppe Cambridge 5, die den Kern dieses spannenden Romanes bildet. Ist Hannah Colers Roman ein Thriller? Was die Spannung angeht - auf jeden Fall. Doch mich haben eindeutig die historischen und aktuellen Fakten gefesselt, die Hannah Coler auf sehr lebhafte Weise vermittelt. Ein tolles Erstlingswerk der Autorin, das Lust auf mehr von ihr macht.

© Renie

Von: Silke Gutowski aus Bremerhaven Datum: 17.08.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Memminger GmbH

Ein spannender Spionageroman, der kunstvoll damals und heute verknüpft. Voller historischer Fakten und dennoch hochinteressant.

Der Spionageroman ist tot - von wegen!

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