Cari Mora

Thriller
Vom Autor des Weltbestsellers „Das Schweigen der Lämmer“

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Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen.

Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt.

Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken.


Aus dem Amerikanischen von Imke Walsh-Araya
Originaltitel: Cari Mora
Originalverlag: Grand Central
Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27238-5
Erschienen am  20. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wenn der Klappentext auf vergangenem Ruhm aufbaut...

Von: ulrike rabe

20.05.2019

Normalerweise poste ich keinen Klappentext. Hier mache ich eine Ausnahme, denn ich finde, dass er essentiell für meine Rezension ist: "Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen. Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken." Denn darum geht es wirklich: Die junge Latina Cari Mora will in Miami ihre Vergangenheit in Kolumbien loswerden. Mit Hausbetreuungsjobs, Pflegehilfe in einer Seevogelstation und gelegentlichen Caterings hält sie sich finanziell über Wasser. Doch ihr aktueller Job in der ehemaligen Villa des berüchtigten Kartellbosses Pablo Escobar bringt sie zwischen die gefährlichen Fronten von Kartell, Gangs und dem brutal psychopathischen Verbrecher Hans Peter Schneider. Denn alle wollen den millionenschweren Schatz Escobars heben. Mich irritiert, dass der Klappentext einen nahezu in den Vergleich mit dem Riesenerfolg von Schweigen der Lämmer und Hannibal Lecter zwingt. Ich finde das schade, denn man könnte dem Autor auch einfach zutrauen, dass er sich auf anderes Terrain wagt und einen harten Thriller im Kartell- und Gangmilieu zustande bringt. Denn wer sich nach dem Klappentext der deutschen Ausgabe einen nervenzerfetzenden Psychothriller erwartet, wird mit dem vorliegenden Buch eine Mogelpackung erhalten. Thomas Harris hat - endlich 20 Jahre nach den genialen Thriller um den charismatischen und erzbösen Hannibal Lecter – ein neues Werk vorgelegt. Doch der angekündigte Bösewicht Hans Peter Schneider hat mit Hannibal nichts gemein. Schneider hat nichts von den genial feinsinnigen abgründigen Untiefen der menschlichen Psyche wie Hannibal Lecter. Er ist schlicht und einfach ein gemein brutales frauenhassendes geldgieriges Monster, der sein Fähnchen in den Wind hängt, wo es am meisten nach Geld riecht. „Cari Mora“ erinnert kein bisschen an den treffsicheren Sarkasmus und den aufreibenden Suspense, den Harris so großartig im Schweigen der Lämmer umsetzen konnte. Hier bekommt man ein paar Phalluswitze und eine wirre Handlung, wo nicht immer klar ist, wer gerade gegen wen zum Schusswechsel antritt. Einzig die Passagen, in denen die Lebensgeschichte Cari Moras erzählt wurde, konnten mich einnehmen. Für Caris Vergangenheit in Kolumbien als Kindersoldatin erzeugt Harris tatsächlich Empathie. Umso unglaubwürdiger scheint mir das Verhalten der jungen Frau, das sie nun so an den Tag legt, als sie von sämtlichen Gangstern Miamis verfolgt wird. Das Schweigen der Lämmer war gestern, und damals wie heute ist es großartig, doch die Lorbeeren auf denen sich Thomas Harris drei Jahrzehnte ausruhen konnte, scheinen mir durchgesessen.

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Spannung garantiert, aber ein wenig zu wenig

Von: Blaxy's Little Book Corner

20.05.2019

Im Haus eines ehemaligen Drogenbarons soll eine enorme Menge Gold versteckt sein. Ein guter Grund sich die Sache näher anzusehen, nicht nur für den skrupellosen Menschen- und Organhändler Hans Peter Schneider, auch für die Diebesorganisation Ten Bells. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Hauswartin des Hauses sein; doch Cari Mora kennt sich nicht nur bestens in den verlassenen Mauern aus, in ihr steckt mehr als man ahnt... Trotz recht nüchternem Schreibstil führt Thomas Harris' neuer Roman den Leser schnell in eine eigene, kleine Szenerie in Miami ein. Man spürt die Wärme, man hört den kolumbianischen Akzent der Figuren, man nimmt das Meeresrauschen und die Explosionen der Schusswaffen war. Doch nicht nur der Schauplatz ist liebevoll geschaffen, auch die Charaktere wurden wunderbar entworfen. Allen vorran natürlich die Namensgeberin Caridad "Cari" Mora. Cari ist eine starke Persönlichkeit mit harter Vergangenheit, die dennoch sanft und menschlich erscheint. In einzelnen Rückblenden erfährt man von ihrem Schicksal einst in Kolumbien, was sie bewundernswert macht. Auch H.P. Schneider sticht hervor und erinnert in ganzer Harris' Marnier an die Eigenarten von Buffalo Bill. Diesem Mann möchte man nicht nur im Mondschein umgehen, selbst in der glühenden Sonne Miamis möchte man ihm nicht in die Arme laufen. Nicht nur das kranke Wesen stößt ab, auch die äußere Erscheinung lässt einen schon inne halten und die Stirn kraus ziehen. Die Nebencharektere waren mir ein wenig zu zahlreich; mit den ähnlichen lateinamerikanischen Namen muss man genau aufpassen, aber sonst wurden sie anschaulich dargestellt. Die Storyline überrascht etwas, wenn man nur vom Klappentext des Buches ausgeht (von mir oben nicht übernommen, sondern die Geschichte eigens zusammengefasst). Erwartet man auf Grund dessen einen harten Thriller, wird man sich wundern, da man sich ein wenig in Ocean's Eleven wiederfindet. Dennoch macht die Geschichte Spaß und bringt einen dazu das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Doch nun kommt das große Aber: Ich hätte mir von allem ein wenig mehr gewünscht. Zwar kann man die Geschichte so stehen lassen, aber wäre sie an Stellen ausbaufähig gewesen. Ich hätte gerne mehr von Hans Peter gehabt, ebenso von Cari und ihrer Vorgeschichte - aber vorallem von allem. Das fast schon schmerzhaft spannende Ende ist super gelungen, jedoch wären da noch Möglichkeiten gewesen die Geschichte länger und böser zu gestalten. Vielleicht hatte Thomas Harris keine Lust mehr, vielleicht fehlte die Zeit, eventuell mangelte es auch an wirklich bereichernden Ideen. Wir werden es nie erfahren. Anyway, "Cari Mora" ist wirklich lesenswert, auch wenn das Werk mit knapp 280 Seiten kurz gehalten ist. Die Dicke des Buches täuscht, da zum Ende eine ca 60 Seiten umfassende Leseprobe zu Harris' "Schweigen der Lämmer" enthalten ist. Hierzu heisst es "Oldie but Goldie" - für Nichtkenner des Klassikers ist diese auf jeden Fall einen Blick wert! Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar und hoffe auch in Zukunft auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

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Vita

Thomas Harris, 1940 geboren, begann seine Karriere als Journalist und schrieb hauptsächlich über Gewaltkriminalität in den USA und Mexiko. Danach arbeitete er als Reporter und Redakteur bei Associated Press in New York. Von Thomas Harris sind bislang fünf Romane erschienen, die sich weltweit über 30 Millionen Mal verkauft haben und allesamt verfilmt wurden. Sein größter Erfolg war »Das Schweigen der Lämmer«, das wochenlang die Bestsellerliste der New York Times anführte und als Verfilmung einen Oscar für den besten Film erhielt.

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