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Cécile Roman

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2114-3

Erschienen: 11.09.2006
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Subtiler Frauenroman über die Macht der Vergangenheit

»Wer mal ›drinsitzt‹, gleichviel mit oder ohne Schuld, kommt nicht wieder heraus« – auf diese saloppe Formel bringt Fontane in einem Brief, was sein Roman »Cécile« auf großartig vielschichtige Weise illustriert. Das 1887 veröffentlichte Gesellschaftsporträt beginnt als Sommerfrischler-Idylle und verdüstert sich zu einem Seelendrama von beklemmender Intensität.

Herr von Gordon sitzt auf dem Balkon eines Harzer Luftkurhotels beim Frühstück, genießt die Aussicht und beobachtet über seine Zeitung hinweg das Kommen und Gehen der Gäste. Ein soeben angereistes Paar fesselt sein Interesse: Er, ein soignierter älterer Herr von militärischer Haltung, sie, eine zwanzig Jahre jüngere Schönheit par excellence. Die stille, bei allem Charme niedergedrückt, ja leidend wirkende junge Frau geht ihm nicht mehr aus dem Sinn. Auf gemeinsamen Ausflügen in zauberhafter Landschaft kommt man einander näher, doch die heiteren Tage sind bald vorüber. Als Gordon der rätselhaften Cécile in Berlin wiederbegegnet, erfährt er etwas über ihre Vergangenheit, das ihn zutiefst schockiert. Das zwischen Selbstbeherrschung und Leidenschaft in der Schwebe gehaltene Verhältnis der beiden gerät dramatisch aus der Balance.
Die psychologische Delikatesse, mit der Fontane seine Dreiecksgeschichte entfaltet, die Eleganz der Dialoge und die raffinierte Entlarvung gesellschaftlicher Urteilsmechanismen zeigen Fontane auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft. Die von ihrem Vorleben eingeholte Titelheldin entwickelt sich zu einer der eindrucksvollsten tragischen Frauenfiguren in Fontanes Erzählwerk.

»Wer Theodor Fontane liest, kann nicht anders als annehmen, die alten Zeiten seien doch die besseren gewesen. In der Literatur stimmt es manchmal: ›Cécile‹.«

Martin Ebel Tages-Anzeiger

Theodor Fontane (Autor)

Theodor Fontane (1819-1898) wurde als Spross einer in Preußen heimisch gewordenen Hugenottenfamilie in Neuruppin geboren. Der Vater war Apotheker, und auch Fontane selbst ließ sich 1836-1840 in Berlin zum Apotheker ausbilden. 1849 gab er seinen Apothekerberuf jedoch auf und arbeitete mit Unterbrechung bis 1859 als freier Mitarbeiter im Büro eines Ministeriums. Von 1855 bis 1859 lebte er in England als Berichterstatter für die "Preußische Zeitung"; anschließend war er zehn Jahre lang Redakteur bei der Berliner "Kreuz-Zeitung", schließlich 1870-1889 Theaterkritiker bei der "Vossischen Zeitung". 1876 wurde er außerdem Sekretär der Akademie der Künste Berlin. Seinen ersten Roman "Vor dem Sturm" veröffentlichte er erst im Alter von 59 Jahren, war dann aber bis ins hohe Alter überaus produktiv.
Theodor Fontane gilt als bedeutendster deutscher Romancier zwischen Goethe und Thomas Mann.


Ijoma Mangold (Nachwort)

Ijoma Mangold ist Redakteur im Feuilleton der ZEIT und moderiert gemeinsam mit Amelie Fried die ZDF-Sendung "Die Vorleser".

»Wer Theodor Fontane liest, kann nicht anders als annehmen, die alten Zeiten seien doch die besseren gewesen. In der Literatur stimmt es manchmal: ›Cécile‹.«

Martin Ebel Tages-Anzeiger

Mit Nachwort von Ijoma Mangold

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2114-3

€ 17,90 [D] | € 18,40 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 11.09.2006

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