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Charakter Die Kunst, Haltung zu zeigen

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-466-37151-8

Erschienen: 02.11.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wir leben in einer Gesellschaft, die zielorientierte Egoisten hervorbringt. Sie belohnt Verhalten, das zum Erfolg führt, und befördert Kalkül und Eigennutz: eine regelrechte Ich-an-erster-Stelle-Kultur, die uns wettbewerbsfähig machen soll.

Aber macht sie uns auch zu wertvollen Persönlichkeiten?

Nein, sagt David Brooks. Vielmehr müssen wir wieder lernen, die Welt nicht zu erobern, sondern uns ihr zu verpflichten. Der amerikanische Bestseller-Autor folgt damit der Spur einer großen moralischen Tradition und beweist, dass wir alle nur gewinnen können, wenn wir eine einfache Wahrheit verinnerlichen: Willst du dich selbst verwirklichen, musst du dich auch selbst vergessen können.

Eine packende Lektüre für alle, die der oberflächlichen Selfie-Kultur überdrüssig sind.

Video-Trailer und mehr zu David Brooks, "Das soziale Tier" Zum Special

Video-Trailer und mehr zu David Brooks, "Das soziale Tier" Zum Special

David Brooks (Autor)

David Brooks, geboren 1961 in Toronto, wuchs in New York auf. Nach seinem Geschichtsstudium und Stationen bei der Washington Times und dem Wall Street Journal ist er heute die konservative Stimme der New York Times. Für Das soziale Tier (2012) wurde der populäre Kolumnist in der internationalen Presse viel gelobt.

Originaltitel: The Road to Character
Originalverlag: Random House New York

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 14,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-466-37151-8

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Kösel

Erschienen: 02.11.2015

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Buchtipp der Woche: Charakter von David Brooks

Von: Otto Löffler Datum: 02.07.2017

www.erfolgsfaktor-speisekarte.com/buchtip-der-woche

Wenn Sie unerwartet danach gefragt werden, wer Sie sind und was Ihre Persönlichkeit ausmacht, was bringen Sie? Eine Aufzählung von Leistungen und Tugenden? Einen Lebenslauf? Gut, das ist es wahrscheinlich auch, was Heute von vielen erwartet, also auch abgeliefert wird. Kennt Sie der Fragende deshalb auch schon? Wahrscheinlich nicht !
Was Sie dann aufzählen ist das, was der Autor als Adam-1 bezeichnet (die äußere Hülle), doch was der interessierte Frager meinte, wird er wohl anderswo erkunden müssen. Den verborgenen Adam-2 (Ihr Innerstes) können Ihre Mitmenschen sicher, leichter beschreiben als Sie selbst. Adam-2 wird irgend wann einmal bei Ihrer „Grabesrede“ dargelegt werden und macht Sie dann entweder nahezu unvergesslich oder eben auch nicht! David Brooks leitet die Metapher von Adam-1 und Adam-2 aus dem Buch Genesis ab, um uns die äußere und innere Größe des Menschen zu erklären. So, wir sprechen also von Charakter.
Den hat man aber nicht so einfach, wie einen geborenen Stand oder ein schönes Gesicht, den muss man sich schon hart erarbeiten. David Brooks behandelt das Thema aber nicht einfach philosophisch, als gelernter Journalist liefert er uns gleich viel mehr (der Originaltitel hieß ja eigentlich auch: The Road to Charakter).
David Brooks erklärt uns ausführlich anhand von großen und interessanten Persönlichkeiten wie sich Charaktereigenschaften ausbilden und wie sie Schritt für Schritt wachsen können. Dabei beschreitet der Historiker einen Zeitbogen vom 4., über das 18., 19. und 20. Jhdt. bis ins Heute. Der spätere Bischof Augustinus, der Schriftsteller Samuel Johnson, der US-Präsident Ike D.Eisenhower und der General George C.Marshall sollen hier beispielhaft genauso genannt werden wir die Schriftstellerin Mary Anne Lewes (George Eliot) oder die große Arbeitsrechts-Kämpferin und spätere Politikerin, Frances Perkins.
Die ausführlichen Lebensgeschichten dienen hier einem einzigen Zweck: dem Leser dabei zu helfen, den eigenen Charakter weiter auszubilden. Denn die aktuellen Erziehungsmethoden, in zu vielen Elternhäusern, Schulen und Universitäten legen kaum noch Wert darauf, Menschen heranzubilden, die bereit wären, sich der Welt zu verpflichten. Wer dann selbst für sich erkennt, dass es noch mehr geben könnte als einen perfekten Lebenslauf, der muss sich auch selbst auf den Weg machen. Gute Bücher und Vorbilder können hier Impulse liefern, der Charakter formt sich aber dann nur über die erfolgreiche Auseinandersetzung mit den Problemen der Welt und der Menschen, da draußen !

Für Nicht-Amerikaner sehr schwer zu verstehen

Von: Nomadenseele Datum: 26.01.2016

nomasliteraturblog.wordpress.com/

Aufmerksam geworden bin ich auf das auf das Buch durch eine Empfehlung auf Bill Gates´ Literaturblog. Seine Begeisterung kann ich gar nicht teilen.

Das Buch ist sehr in der amerikanischen Geschichte verhaftet. Ida Eisenhower? Dorothy Day? Edith Perkins? A. Philip Randolph? Johnny Unitas? Joe Namath? Alles unbekannte Namen für mich. Von Dwight Eisenhower und Marshall habe ich immerhin schon einmal den Namen gehört. Ich hatte während des Lesens also das massive Problem, dass ich die Kurzbiographien von Leuten las, von denen ich vorher nie etwas gehört habe. Anders formuliert: Mir fehlte eine Menge, die Biographien und das, was der Autor an ihnen zeigen wollte, zu verstehen. Man könnte auch sagen: Ich war überfordert.

Dazu kommt, dass das Buch sehr idealistisch daher kommt. Es wird beklagt, dass die alten Werte keine Rolle in der moderne Zeit spielen, aber nicht, wie man diese heute noch leben kann. Dabei stößt mich der ständige Leistungsgedanke, genannt Adam I auch ab: Z.B. Wie viele Follower habe ich und wie viel haben andere? Wie viele sammel ich ein und wie viele andere? Auch die Selfie-Kultur wird kritisiert.

Teilweise ist das Buch auch recht widersprüchlich, wenn an Perkins Biographie geschildert wird, dass sie in der Schule Chemie als Leistungsfast nehmen musst, gerade weil sie darin schlecht war, nur damit es in ihrem Kapitel auf Seite 56 heißt: Einer Person geht es bei der Berufswahl um finanzielle Sicherheit und um innere Zufriedenheit. Wenn wir uns an unserem Beruf nicht wohlfühlen, dann wechseln wir die Stelle oder wählen wir eine andere Laufbahn. Unsere Berufung wählen wir nicht. Erst, wenn wir unserer Berufung Folge leisten, haben wir das Gefühl, mit uns im Einklang zu sein. Was soll ich aus dem Kapitel nun schließen? Soll ich mich zur Abhärtung durchbeißen, oder meiner Berufung folgen?

Im gleichen Kapitel bekommt auch unentgeltliche Hilfe sein Fett weg: Heutzutage dient gemeinnützige Arbeit manchmal dazu, die herrschende Sprachlosigkeit über das Innenleben zu verschleiern. Unlängst fragt ich eine .Leiterin einer renommierten Prep School…,was ihre Einrichtung tue, um die Charakterbildung ihrer Schüler zu fördern. Sie antwortete, die Schüler würden soundso viele Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das heißt, sie antwortete auf meine Frage, die sich auf etwas Inneres bezog, indem sie über Äußeres redete. Sie schien der Ansicht zu sein, man werde schon dadurch zu einem guten Menschen, dass man armen Kindern unentgeltlich Nachhilfeunterricht gäbe. Das ist ein weit verbreitetes Muster. Heute haben viele Menschen tiefe moralische und altruistische Impulse, da es ihnen jedoch an einem moralischen Vokabular mangelt, neigen sie dazu, moralische Fragen in Fragen der Ressourcenverteilung umzuformulieren. Wie kann ich der größtmöglichen Zahl dienen? Wie kann ich etwas bewirken? Wie kann ich mit meinem wunderbaren Selbst diejenigen unterstützen, die nicht so viel Glück hatten wie ich? (S. 68/69)

Das sind Absätze, über die konnte ich stundenlang nachdenken, ohne zu begreifen, was der Autor mir damit sagen wollte. Was letztendlich dazu führte, dass ich aus dem Buch für mich nichts ziehen konnte.


Fazit

Ich bin genauso schlau wie vorher.

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