Charlotte

Roman

Hardcover
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"David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon." (Elle)

„Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Sie sind im französischen Exil entstanden und erzählen, wie sie als kleines Mädchen, damals im Berlin der 1920er, nach dem Tod der Mutter das Alleinsein lernt, während sich ihr Vater, ein angesehener Arzt, in die Arbeit stürzt. Dann die Jahre, in denen das kulturelle Leben wieder Einzug hält bei den Salomons. Die Stiefmutter ist eine berühmte Sängerin; man ist bekannt mit Albert Einstein, Erich Mendelsohn, Albert Schweitzer. Charlotte beginnt zu malen, und es entstehen Bilder, in denen dieses einzelgängerische, verträumte Mädchen sein Innerstes nach außen kehrt, Bilder, die von großer Begabung zeugen. Doch dann ergreift 1933 der Hass die Macht, es folgen Flucht, Exil, aber auch Leidenschaft und Heirat. Nur ihre Bilder überleben – Zeugnis ihrer anrührenden Geschichte, die David Foenkinos nahe an der historischen Realität entlang erzählt.

„David Foenkinos nähert sich Charlotte Salomon, als sei sie seine Schwester, seine Mutter, oder gar seine Geliebte.“ Le Point

»David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon.«

Elle

Aus dem Französischen von Christian Kolb
Originaltitel: Charlotte
Originalverlag: Editions Gallimard
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04708-3
Erschienen am  31. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

"Charlotte" von David Foenkinos

Von: Rita Fischer aus Hamburg

12.08.2017

Foenkinos, David: Charlotte Penguin-Verlag 2016, 237 Seiten Ein berührendes Buch. Ein Buch, das den Schalter der Erwartung umlegt, wenn die ersten Seiten verflogen sind. Will der Leser wie gewohnt möglichst schnell und tief in eine neue Geschichte eintauchen, wird er hier be-hindert, ihm wird Zeit abgefordert und des Lesers Ungeduld verliert Satz für Satz an Gewicht. Jeder Satz eine Zeile, 237 Seiten lang. Jede Zeile braucht nur wenige Wörter und mit jedem Wort will das Buch erobert werden. Dieser eher lyrische Weg des Erzählens entwickelt einen unglaublichen Sog, weil Füllwörter, die überflüssig geworden sind, fehlen. Das Wesentliche bekommt in seiner sprachlichen Schlichtheit Gewicht und das, was ungesagt bleibt, lässt Bildern Raum. Die Lebensgeschichte der Malerin Charlotte Salomon ist nicht mit anderen Biografien bekannter Künstler zu vergleichen. Der Autor hat sich in die Gemälde und Zeichnungen dieser unbekannten Künstlerin verliebt und es sich zur Aufgabe gemacht, die wenigen hinterlassenen Dokumente dieses jungen Lebens zu sichten und das Leben dahinter nachzuspüren. Er bringt sich mit seiner Suche und Begegnungen mit Zeitzeugen in den Roman ein, schafft Nähe zu Vergangenem und macht mit dieser Unmittelbarkeit betroffen. Die Jüdin Charlotte lebt mit ihrer Familie in Berlin, das sie vor 1940 verlässt, um in Südfrankreich dem Nazi- Schrecken zu entgehen. Sie ist eine begnadete Künstlerin, die so anders ist als andere junge Frauen ihres Alters, was zum Einen an einer gefährlichen Melancholie in ihrer Familie liegt, zum Anderen an ihrer eigenwilligen Begabung als Malerin. Das Familienschicksal der Salomons gleicht dem vieler jüdischer Familien und ist doch so anders. Obwohl man um die Grausamkeiten der Nazi-Schergen weiß, scheint auch dieses Schicksal kein gutes Ende zu nehmen. Der Autor streut im Laufe des Romans entsprechende Hinweise, die den Leser hilflos zurücklassen. Aber das ist so gewollt. Die Vergangenheit ist gegenwärtig und beschönigt nichts. Tolles Buch! Meine Note: Eins Rita Fischer im August 2017

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Gegen das Vergessen

Von: Eva Mirschel

11.06.2016

Wenn man das Buch aufschlägt, taucht man sofort in eine literarische Welt ab, wie man sie selten beim Lesen erlebt. Das Buch ist in einem Stil verfasst, das man glaubt, die ganze Zeit ein Gedicht zu lesen. Einzelne und kurze Satzabschnitte durchfluten das ganze Buch und bietem den Leser eine neue Erfahrung des Lesens. Aber um wen geht es in diesem Buch? Seit sich ihre Mutter das Leben nahm, lebt Charlotte mit ihrem Vater und der Stiefmutter in Berlin. Ihr Vater ist Arzt und ihre Stiefmutter Künstlerin. Auch in Charlotte steckt eine wahre Künstlerin, denn sie fängt früh an zu malen und versinkt gern in den Farben der Welt. Ihre Bilder sind außergewöhnlich gut und man merkt schnell, dass sie großes Talent besitzt. Aber Charlotte ist auch ein normales Mädchen und verliebt sich über beide Ohren. Doch ihre Liebe kann nicht lange bestehen, denn Charlotte wird zu ihrer Oma geschickt und diese wohnt sehr weit abseits. Allerdings hat sie es bei ihrer Oma nicht leicht, denn diese verfällt in Depressionen und nimmt sich kurz darauf das Leben. Nun ist auch Charlotte von dunklen Gedanken geprägt und denkt immer wieder an Suizid. Ob ihr die Malerei helfen wird, ihre Gedanken von der Dunkelheit zu befreien, müsst ihr selber nach lesen. Ein Buch mit wahnsinnig viel Gefühl, überschattet von Selbstmord, Krieg aber auch großer Kunst. Es lässt einem nicht mehr los und bringt einen dazu, über das eigene Leben nach zu denken und über das von Charlotte. Ein wahres Buch *Gegen das Vergessen*.

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Vita

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft und wurde auch in Deutschland zum Bestseller. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste und kommt 2019 in die Kinos.

Zur AUTORENSEITE

Christian Kolb

Christian Kolb, 1970 geboren, studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben den Romanen von David Foenkinos übersetzte er u. a. Jérôme Colin, Nicolas Fargues und Monica Sabolo. Er lebt in Berlin.

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Events

04. Jun 2019

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12. Sep 2019

Lesung

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Die Frau im Musée d'Orsay

Links

Zitate

»Der Autor hat eine fabelhafte . . . Methode gefunden, dieses dramatische Leben zu erzählen . . . klar, gerade, erschütternd schön.«

Elke Heidenreich in WDR 4 (25. September 2015)

»Aus diesen Puzzleteilen entsteht ein Roman, immer erzählt entlang der historischen Wirklichkeit, aber mit genug künstlerischer Fantasie, um daraus ein ungemein beeindruckendes Buch zu machen.«

Christine Westermann, WDR Sdg. frauTV, 24.09.15

»Es ist die beste Erzählung über das Leben der Künstlerin, die wir haben. Man wünscht diesem Buch Glück. Möge es sich vervielfältigen.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,13.09.2015

»Schlägt man die erste Seite auf, kann man von diesem Buch nicht mehr lassen. ... Foenkinos schildert das Leben von Charlotte Salomon, als stünde er gerade neben ihr.«

Kölnische Rundschau (18. November 2015)

»Mit seinem rhythmischen Satz-Roman ist David Foenkinos eine Schicksalssymphonie in Worten gelungen.«

Münchner Merkur, 12.09.2015

»Schlicht zeichnet es eine Lebenskurve nach, mit starker Einfühlungskraft, mit Zuneigung, ja Liebe zur Heldin, und gerade dadurch erreicht es atemlose Anteilnahme, Erregung, Trauer.«

Kölner Stadt-Anzeiger, 04.09.2015

»Das Besondere an ›Charlotte‹ ist, dass Foenkinos die Ängste, Wünsche und Sehnsüchte seiner Figur so eindringlich nachzeichnet, als habe sie ihm das alles selbst erzählt.«

Brigitte Woman, 07.10.2015

»Packend schildert David Foenkinos das intensive Leben der jungen Frau, der es durch die Kunst gelang, der fatalen familiären Veranlagung zum Selbstmord zu widerstehen.«

KURIER (A), Magazinbeilage „freizeit“, 14.08.2015

»Das Buch ist so intim und privat, dass es noch lange in einem nachklingt.«

WDR 5, Sdg. Bücher, 29.08.2015

»David Foenkinos' Romankunst ist der Inbegriff der legendären französischen Leichtigkeit.«

Deutschlandradio

»Sein Buch ist unglaublich dezent und empathisch auf hohem Niveau, karg geradezu, nie larmoyant.«

DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau, 22.08.2015

»Aber so sind Liebeserklärungen eben nun einmal: warmherzig, dramatisch, expressiv und eben mitunter auch pathetisch.«

Jüdische Allgemeine, 03.09.2015

»Dies ist ihre Lebensgeschichte. Sie wäre ohnehin lesenswert, aber auf diese Art präsentiert ist sie meisterhaft.«

Buch-Magazin, 09/15

»Ein trauriges, nachdenklich stimmendes und sehr schönes Buch.«

NDR Kultur, 08.09.2015

»Foenkinos nähert sich Charlotte Salomon, als sei sie seine Schwester, seine Mutter, oder gar seine Geliebte.«

Le Point

»Der französische Schriftsteller David Foenkinos ist ein Meister der dahingetupften Sätze, die er zu sinnlich-schlichten Geschichten zusammenfügt.«

Westfälische Rundschau, 16.11.2015

»David Foenkinos hat über dieses kurze, intensive Leben ein wunderbares, berührendes Buch geschrieben, das den Leser mit seiner emotionalen Wucht gefangen nimmt.«

kommbuch.com, 11/15

»So erschütternd das Thema, so faszinierend sind Sprache und Stil. Eines der großen Bücher des Jahres 2015.«

Rheinische Post, 18.12.2015

»Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.«

Gießener Allgemeine / Wetterauer Zeitung, 19.12.2015

»Eines der großen Bücher des Jahres 2015.«

Neuß-Grevenbroicher Zeitung Grevenbroich, 23.12.2015

»David Foenkinos’ Roman erzählt mit nachdrücklicher Sanftmütigkeit und großer menschlicher Kraft.«

ORF Ö1, Sdg. Ex Libris (A), 03.01.2016

»Ein großes literarisches Meisterwerk.// Ein fantastisches Buch - wirklich großartiger Lesestoff!«

Ludwigsburger Wochenblatt, 14.01.2016

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