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Courage zeigen Warum ein Leben mit Haltung gut tut

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-579-08657-6

Erschienen: 27.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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»Ohne Courage fällt Vergeben schwer.«
(Sebastian Krumbiegel)

Das Thema Courage ist für Sebastian Krumbiegel nicht erst seit dem traumatischen Überfall auf ihn durch Rechtsradikale enorm wichtig. Schon als Jugendlicher im rigiden DDR-System und während seiner Ausbildung im Thomanerchor fiel er durch sein rebellisches Naturell auf. Da kamen die Umbrüche, die zum Ende der DDR führten, gerade recht.
Jetzt zieht Sebastian Krumbiegel eine Zwischenbilanz seines Lebens und verknüpft seine Biographie mit zeitgeschichtlichen Ereignissen. Denn beides gehört untrennbar zusammen. So lernen wir ihn aus mehreren Perspektiven kennen: als Popstar und Musiker, als Zweifler und sozial Engagierten.
Und Krumbiegel offenbart seine zentralen Fragen: Wann habe ich mich für etwas stark gemacht? Wann fehlten mir Mut und Haltung? Und was habe ich daraus gelernt?

  • Zwischen Haltung und Unterhaltung

  • Eine sehr persönliche und ehrliche Lebensbilanz

  • Ein Muss für jeden Prinzen-Fan

  • Höhen und Tiefen eines bewegten Künstler-Daseins

  • Leipziger Courage-Festival am 30. April 2017

»Das Ergebnis ist spannende jüngste Zeitgeschichte, Alltagserlebnisse in der untergegangenen DDR, dabei Spaß und Kunst eines Chorknaben und Popsängers.«

SR3, Christian Job (23.04.2017)

Sebastian Krumbiegel (Autor)

Sebastian Krumbiegel, geboren 1966, Sänger und Mitbegründer der „Prinzen". Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und soziale Ungerechtigkeiten. 2012 Bundesverdienstorden und Humanismus-Preis für Zivilcourage und soziales Engagement, 2015 Bambi für Musik National. Er lebt in Leipzig.

www.sebastian-krumbiegel.de

»Das Ergebnis ist spannende jüngste Zeitgeschichte, Alltagserlebnisse in der untergegangenen DDR, dabei Spaß und Kunst eines Chorknaben und Popsängers.«

SR3, Christian Job (23.04.2017)

»Ein Prinz mit Prinzipien.«

Berliner Morgenpost

»Für Sebastian Krumbiegel ist politische Haltung selbstverständlich.«

Focus.de

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit ca.10 s/w Fotos

ISBN: 978-3-579-08657-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 27.03.2017

  • Leserstimmen

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Absolute Empfehlung.

Von: Amy J. Brown Datum: 08.10.2017

https://mein-amyversum.jimdo.com/

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil mit die Themen Haltung zeigen und Zivilcourage persönlich sehr wichtig sind, und ich habe mich sehr für seine Erlebnisse und seine Meinung diesbezüglich interessiert.

Noch vor dem Vorwort finden hier einen abgedruckten Brief von Udo Lindenberg, der seine erste Begegnung mit Sebastian Krumbiegel schildert und erklärt, was er mit dem Autor gemeinsam hat. Fand ich schön zu lesen und ich kann schon mal sagen, dass die beiden alleine dadurch in meinem Ansehen gestiegen sind.
Dann folgt das Vorwort von Krumbiegel, was mich dann endgültig begeistert, denn er stellt klar, dass er sein Fähnchen nicht mit dem Wind dreht. Soll heißen, er sagt seine ehrliche Meinung, auch wenn er Gefahr läuft, damit anzuecken. Sehr sympathisch, solche Menschen mag ich gerne, Ehrlichkeit ist mir sehr wichtig. Weiterhin stellt er klar, dass er seine Berühmtheit dafür nutzen möchte, für ein besseres, friedvolleres und respektvolleres Miteinander zu kämpfen. Großartig.

Der Rest des Buches ist in einzelne Berichte aufgeteilt, in denen er von Ereignissen und Menschen berichtet, die ihm das ein oder andere gelehrt haben. Beispielsweise geht es um seine Proteste, mit denen er schon während seiner Schulzeit begonnen hat. Er berichtet, wie er den Mauerfall und die Zeit danach empfunden hat und schildert, wie er sich in den verschiedenen Zeiten der Geschichte verhalten hätte.

Er schildert die Geschichten grundsätzlich aus seiner Sicht und vertritt lediglich seine Meinung, und das macht dieses Buch für mich interessant. Er ist jedoch in der Lage, eigenes Handeln zu hinterfragen, er reflektiert unter anderem Äußerungen, die er in der Öffentlichkeit getätigt hat.

Wir lernen durch seine Erzählungen viele Menschen kennen, die ihn auf die ein oder andere Weise ein Stück weit begleitet haben, manche positiv, manche negativ. Er versucht, Menschen wieder zu treffen, mit denen er Konflikte hatte und greift diese dadurch wieder auf, hierdurch erfahren wir, was aus dem ein oder anderen Mensch aus Krumbiegels Vergangenheit geworden ist.

Was ich aber am großartigsten finde, ist, dass Krumbiegel durch verschiedene Situationen und Begegnungen zeigt, dass auch er nicht frei von rassistischen Vorurteilen und Schubladendenken ist. Er stellt sich mit seinem Denken hier nicht über alle anderen, sondern gibt damit zu, dass er auch er manchmal in eine Denkfalle tappt.

Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die sich für andere Menschen interessieren, die ihre wahre Meinung nicht hinter dem Berg halten, sondern sie auch äußern, wenn sie Gefahr laufen, anzuecken.

Selbermachen statt meckern

Von: der Michi Datum: 15.08.2017

www.seilerseite.de

Es ist schwierig einen Menschen zu verstehen, ohne seine Geschichte zu kennen. Entsprechend beginnt Krumbiegel bei einem persönlichen und historischen Wendepunkt, nämlich den Montagsdemonstrationen in Leipzig 1989. Bereits damals mischten sich offenbar nationalistische Untertöne in die Sprechchöre, die eigentlich offene Grenzen, Meinungsfreiheit und Mitspracherecht einforderten. Da liegt es nahe die Stimme zu erheben, denn angesichts ähnlicher Phänomene in diesem Jahrhundert liegt der Schluss nahe, dass entsprechende Stimmungen nicht erst gestern entstanden.

Was sein Buch nahbar macht und nicht unnötig moralisierend erscheinen lässt ist vor allem die Tatsache, dass Krumbiegel kein Verächter von Selbstkritik und kleinen Schritten auf dem Weg zu einem besseren Miteinander ist. Sei es im klärenden Gespräch mit Politikern oder Bild-Chef Kai Diekmann, die Frage, ob solche Aktionen überhaupt etwas bewegen oder nur nette Episoden bleiben, beantwortet er mit distanzierter Zurückhaltung. Einseitiges Missionieren gibt es bekanntlich auf allen Seiten des politischen Spektrums, das Ansprechen der Dinge, das Nachbohren, die Konfrontation mit unliebsamen Wahrheiten dagegen kann dazu führen, dass etwas "in den Köpfen hängenbleibt". Ein Ansatz der Geduld erfordert und genau deswegen mit Respekt zu behandeln ist

Die starke persönliche Verbindung zum Thema wird spätestens anhand eines brutalen Überfalls durch Neonazis deutlich, den Krumbiegel in seiner Heimatstadt Leipzig erlebte. Kapitel wie der Versuch einer Aussprache mit einem der Täter offenbaren den Willen zum Verstehen der Denkweise hinter solchen Taten und klammern die davon Betroffenen auf beiden Seiten nicht von vornherein aus. Dem Vorwort nach will das Buch keine Autobiografie sein, weitere Kapitel befassen sich jedoch auf unterhaltsame Weise mit der musikalischen Laufbahn des Autors sowie verschiedenen anderen Stationen seines Lebens. Diverse Erlebnisse rund um die "Friedliche Revolution" 1989 sind ebenso Thema wie der Kirchenaustritt des ehemaligen Thomaners, den er mehr am Versagen der Institution und ihren Vertretern, als an persönlichen Glaubenserfahrungen festzumachen scheint.

Unter all den Büchern, die mit mehr oder weniger Distanz gegenwärtige gesellschaftliche Problematiken thematisieren, liest sich "Courage zeigen" im Schnitt angenehm differenziert. Krumbiegel gibt außer der Demokratie keinem anderen politischen System den Vorzug, klärt aber auch über den erlebten DDR-Alltag auf, der eben nicht immer dem Klischee entsprach. Da war nicht alles schlecht, besonders wenn man als privilegierter Chorknabe ins westliche Ausland reisen durfte, aber manches eben schon. Seine Selbstreflexion im Hinblick auf protorassistische Äußerungen, die schnell ausgesprochen sind, auch wenn man es nicht so meint, bricht die idealistischen Gedanken auf ein alltagstaugliches Maß herunter. Die klare Positionierung gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie ist bemerkenswert, Toleranz gegenüber Religionen bleibt im Vergleich eher außen vor.

Man muss allerdings auch gar nicht alles gut finden um zu sehen, dass sich hier jemand wichtige Gedanken macht und, ähnlich wie in der Musik, "Unterhaltung mit Haltung" bieten will. Das hört man nicht von jedem Popstar. Wenn man aus dem Buch eines lernen kann, dann dass jeder für das mitverantwortlich ist, was in seinem Land und in seiner Stadt passiert. Und, dass man sich nicht darauf ausruhen sollte, dass andere sich schon kümmern werden.

Seitenzahl: 224
Format: 14,2 x 22,1, gebunden
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Bonusmaterial: Song-Downloads per QR-Code

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