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Iwan Turgenjews erzählerisches Glanzstück endlich in Neuübersetzung

Fjodor Lawrezki kehrt nach Jahren im Westen in seine Heimat zurück, um das Gut seines Vaters zu übernehmen. Seine Ehe mit der selbstbezogenen Warwara ist gescheitert und Fjodor muss sich neu finden. Gegen seinen Willen verliebt er sich in Lisa, eine pflichtbewusste junge Frau, für die ihre Mutter eine ganz andere Partie vorgesehen hat. Der Beginn einer schwierigen Liebesgeschichte... Für seine Landschaftsschilderungen und den lyrischen Grundton seiner Prosa berühmt, war es Iwan Turgenjew, der die russische Literatur endgültig nach Europa gebracht hat. Den Geburtstag dieses bedeutendsten Vertreters des russischen Realismus feiern wir mit einer vielstimmigen Neuübersetzung eines erzählerischen Hauptwerks.

»Turgenjews Erfolgsroman in einer vorzügliche Neuübertragung von Christiane Pöhlmann und mit einem luziden Nachwort von Michail Schischkin.«

FAZ, Kerstin Holm (24. November 2018)

Aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
Originaltitel: dvorʲanskɔjɛ ɡnʲɛzdo
Mit Nachwort von Michail Schischkin
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2448-9
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein wunderbarer Roman als schicke prachtvolle Ausgabe

Von: Tobi

15.12.2018

Iwan Turgenjew hat mit Das Adelsgut einen wunderbaren Roman geschrieben. Eine Geschichte mit dem typisch russischen Flair, mit hervorragend ausgestalteten Charakteren und mit einer Story, die sehr authentisch wirkt. Wer Tolstoi mag, der wird auch an diesem Buch seinen Gefallen finden. Der Manesse Verlag hat hier eine sehr schöne Ausgabe vorgelegt, die mich alleine schon von den Farben sehr begeistern konnte. Aber auch die zahlreichen Anmerkungen und die gesamte Aufmachung ist im Premiumbereich angesiedelt. Ein tolles Buch, dass mich motiviert mich auch in naher Zukunft weiter den Russen hinzugeben.

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Ein Spiel mit Sprache

Von: Andreas Kück - LESELUST

13.11.2018

Dieses Adelsgut – irgendwo in der Pampa von Russland – hat eine wechselvolle Geschichte, eine Geschichte voller Entbehrung, Liebe, Leidenschaft, Verzicht… Ebenso wechselvoll gestaltete sich das Leben von Fjodor Lawretzki, der nach seinem Studium in Moskau, einer gescheiterten Ehe in Paris und ereignisreichen Jahren in Italien endlich auf seinen Familiensitz zurückkehrt. Nach Jahren des unsteten Lebens sehnt er sich nach Beständigkeit und Traditionen. In Lisa, der Tochter seiner Cousine, scheint er eine treue Partnerin gefunden zu haben. Doch Lawretzki ist nach wie vor verheiratet, und eine Beziehung mit diesem jungen Mädchen im konservativ-katholischen Russland wäre gänzlich unmöglich…! Auf über 300 Seiten portraitiert Iwan Turgenjew die Gesellschaft Russlands des 19. Jahrhunderts: Es passiert in diesem Roman im Grunde genommen nichts weltbewegend Neues. Im Grunde genommen finden sich in diesem Roman alle Zutaten für eine kitschig-süßliche Schmonzette. Was dies verhindert? Die Sprache…! Ich lese die Sätze und bin bezaubert: Turgenjew wählt die Worte mit Bedacht, reiht sie wie Perlen auf einer Schnur auf und vereint sie zu großer Formulierkunst. Er kreiert Bilder mit diesen Worten. Seine Sprache ist voller Wehmut und Melancholie und entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie. Ich lese die Sätze und bin begeistert: Lange Text-Passagen kommen gänzlich ohne Dialoge aus. Vielmehr stellt er sich in seiner Erzählweise als Vermittler an die Seite des Lesers und beschreibt ihm die Situationen. Dies gelingt ihm mit viel Leidenschaft und Verständnis für seine Protagonisten. Die Dialoge, besonders die Wortwechsel der gehobenen Gesellschaft, besitzen dafür einen feinen Witz. Ich lese die Sätze und bin gefangen: Die grazile Sprachmelodie nimmt mich für sich ein. Einige Sätze lese ich mit Freude zum wiederholten Mal und zolle innerlich auch der Übersetzerin Christiane Pöhlmann meinen uneingeschränkten Respekt. „Eine Sprache mit Geschick handhaben heißt, eine Art Beschwörungszauber treiben.“ Charles Baudelaire Mit „Das Adelsgut“ von Iwan Trugenjew halte ich zum ersten Mal einen Band aus der „Manesse Bibliothek“ in meinen Händen: Ich liebe schöne Bücher und würde einem gebundenen Buch immer den Vorrang geben. Der Manesse-Verlag gestaltet diese Reihe äußerst geschmackvoll und sehr hochwertig. Es kommt eben nicht nur auf den Inhalt an!

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Vita

Iwan Turgenjew

Iwan Turgenjew, 1818 im russischen Orjol geboren und 1883 in Bougival bei Paris gestorben, verbrachte wie der Held seines Romans die prägenden Jahre seines Lebens im europäischen Ausland. Der vorliegende Roman skizziert, im Kern eine zarte Liebesgeschichte, ein lebendiges Bild der russischen Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts, die um ihr Verhältnis zu Europa ringt.

Zur AUTORENSEITE

Christiane Pöhlmann

Christiane Pöhlmann (geb. 1968) übersetzt aus dem Russischen und Italienischen und arbeitet als Literaturkritikerin (FAZ, Glanz & Elend).

zum Übersetzer

Michail Schischkin ist einer der meistgefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz. Seine Romane »Venushaar« und »Briefsteller« wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als einziger alle drei wichtigen Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Sein Roman »Die Eroberung von Ismail« wurde u.a. mit dem Booker-Prize für das beste russische Buch des Jahres (2000) ausgezeichnet und gilt als sein kompromisslosestes Werk.

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Events

09. Nov 2018 31. Dez 2018

Die Klassikerlesung: Väter und Söhne von Iwan Turgenjew

15:10 Uhr | Radio
Väter und Söhne

22. Mär 2019

Musikalische Lesung mit der Übersetzerin Christiane Pöhlmann

Berlin | Lesungen & Events
Das Adelsgut

02. Mai 2019

Lesung mit der Übersetzerin Christiane Pöhlmann

19:30 Uhr | Husum | Lesungen & Events
Das Adelsgut

Zitate

»Feinsinnige Erzählung von einem Mann, der nach Jahren im Westen in seine Heimat zurückkehrt, das Gut seines Vaters übernimmt und sich neu verliebt. Hinter der eleganten Sprache lauert das Drama – ein Erlebnis.«

PLAYBOY, Günter Keil (01. Dezember 2018)

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